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Life is too short for boring stories

„Das Leben ist ein Spiel“, dachte Zoe, als sie die Türschnalle mit der Hand umschloss,  immer noch unsicher, „Entweder wird mit Dir gespielt oder Du spielst selbst. Das ist der einzige Unterschied.“ (S. 5) Zoe hat genug, endgültig, genug davon wie eine Schachfigur auf dem Spielbrett ihres eigenen Lebens hin und her geschoben zu werden. …

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Es war einer jener, mittlerweile nicht mehr so häufigen, Gelegenheiten, da ich mich mitten in der schönsten Depression eingerichtet hatte, offenbar mit dem unausgesprochenen, ja unausgedachten Vorsatz eine Weile zu verbleiben, als Du zu mir kamst. Ich hatte Dich nicht eingeladen und hätte es auch nicht getan, da ich mich doch eigentlich an einem Ort …

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Es war an einem verregneten, deshalb auch nasskalt zu nennenden Montag im November um 5.40 Uhr, als die erste verhaltene Meldung zwischen den Sicherheitsleuten der U-Bahn gemacht wurde. „Achtung, verdächtiges Subjekt steht im dritten Wagon der Garnitur der U6, die gerade die Station Siebenhirten verlassen hat“, lautete diese und alle, die Sicherheitsleute in ganz Wien, …

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Ich lernte Dich kennen, wie es eben so ist. Wir wurden einander vorgestellt, reichten uns die Hände und murmelten so etwas wie, „Freut mich“ oder „Schön, Dich kennen zu lernen“. Was wir eben gelernt haben so vor uns hinzusagen, in eben einer solchen Situation. Und es war so dahingesagt, und ein bisschen nicht. Ich sah …

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Stillhalten, angesichts des Glitzerns der Sterne und des Schimmern des Mondes, angesichts des Funkelns der Spiegelung im Wasser des Teiches, angesichts der inneren Beständigkeit, und in Bewegung bleiben, angesichts des Stegs, der dazu einlädt darüber zu balancieren, angesichts der satten Wiese, die mit nackten Füßen erlebt werden will, angesichts des inneren Dranges der Freude körperlichen …

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Erwartungen sind etwas Trügerisches, denn sie müssen mit der Realität nicht viel zu tun haben. Zumeist scheitern wir an der Unübertragbarkeit von Wünschen. Diese nennen wir dann im Nachhinein Erwartungen. Wünsche können als etwas Nebulöses abgetan werden. Von Erwartungen behaupten wir, dass sie vorhersehbar sind und somit auch vom Anderen verstanden oder gesehen werden müssen. …

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  Christian fühlte sich ein wenig hilflos. Es war ein spontaner Entschluss gewesen, dass er sie auffing und mit nach Hause nahm. Vielleicht noch nicht einmal ein Entschluss, sondern ein instinktives Vorgehen. Jetzt erst, als sie auf seinem Bett lag, wurde ihm bewusst, was er da getan hatte. Was, wenn sie aufwachte und meinte, er …

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