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Life is too short for boring stories

Oswald Spengler, geprägt von den Geschehnissen während des Ersten Weltkrieges, hat es erstmals 1918 prognostiziert, Friedrich Torberg 1975 mit seiner Tante Jolesch persifliert, den Untergang des Abendlandes, und dennoch steht es immer noch. Wenn das Abendland endlich untergeht, und das Morgenland mit dazu und auch das Mittags- und Mitternachtsland, ja dann, dann kann ein Weltland …

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„Wenn wir zusammen gehen, ja wenn, dann können wir was bewegen“, dachte Antonia, als sie den morgendlichen Weg zur Fabrik antrat. In Scharen strömten die Frauen und Männer, aber auch Kinder, Jungen und Mädchen, ihrem Arbeitsplatz entgegen. Es war bitterkalt, in diesem Januar 1912. Ganz anders als in ihrer italienischen Heimat. Wehmütig dachte sie daran …

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Zu vielen meiner Geschichten gibt es einen persönlichen, privaten Zugang. Sei es ein Erlebnis, eine Erzählung oder eine Begegnung. Es ist der inspirierende Funke, um den es geht. Normalerweise lasse ich diesen weg bzw. er bleibt bei mir, so dass die Geschichte für sich selbst steht. Dabei geht es in erster Linie darum den Leser*innen …

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Christian setzte sich auf die Couch. Martinique auf den Boden. Das tat sie immer, wenn sie uneingeschränkt nachdenken wollte. Verbundenheit. Und wenn es nur der Boden eines Zimmers war. „Früher war es ein Mysterium, ein Geheimnis“, begann Martinique sich und ihre Gedanken mitzuteilen, „Dann entdeckten die Menschen das Geheimnis, entmystifizierten es. Wir wissen nun um …

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„Dem Glück zu misstrauen heißt dem Leben misstrauen“, sagte Martinique, als sie sich wieder zurückgelehnt hatte und die Weite der Landschaft auf sich wirken ließ. „Glück hat nichts mit dem Leben zu tun“, entgegnete Christian postwendend, „Das Leben nimmt seinen Lauf, man muss gewisse Dinge tun, und sollte andere lassen, wenn man in diesem Zustand …

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war einer jener Tage, die erfüllt waren von emsiger Betriebsamkeit. Das war nun nicht wirklich ungewöhnlich. Eigentlich sind alle meine Tage irgendwie so oder so ähnlich. Aber an diesem einen, speziellen Tag fühlte ich mich ganz besonders beflügelt. Zunächst nahm ich es einfach hin, Aber irgendwo im Hinterbauch lag die Frage, warum war es so …

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Mit ihren Lippen verschloss sie die meinen, und das Verschließen war zugleich auch ein Öffnen. Süß schmeckten sie, nach Vanille und Mandel, aber vor allem nach ihr. Weich fühlten sie sich an, sanft gerundet. War mir das je aufgefallen, wenn ich sie ansah? Es war mir, als würde ich ihre Lippen zum ersten Mal sehen, …

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