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Life is too short for boring stories

This is what lawyers call intent when an act was planned in advance, and she had planned it for a long time. With her own meticulousness, she had found the best, most effective and, above all, simplest solution to her problem. It wasn’t that easy at all. Making inquiries while not letting anyone even guess their real intentions. She had proceeded with the greatest care and caution. In addition, she tried to pretend tidy cheerfulness and zest for life to those around her. It was particularly difficult for her, but she succeeded. When she was alone she could relax from all the happiness and good humor. When she was alone she could be. She found it a tremendous effort to pretend, but she didn’t have to hold out much longer because she had everything she needed after all.

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Vorsatz, nennt man das in der Juristensprache, wenn eine Tat von vornherein geplant war, und sie hatte es schon lange geplant. Mit der ihr eigenen Akribie hatte sie sich über die beste, effektivste und vor allem einfachste Lösung für ihr Problem informiert. Es war gar nicht so leicht. Erkundigungen einzuziehen und gleichzeitig niemanden ihre wahren Absichten auch nur erahnen zu lassen. Mit größter Sorgfalt und Vorsicht war sie vorgegangen. Zudem versuchte sie ihrer Umwelt, aufgeräumte Heiterkeit und Lebensfreude vorzuspiegeln. Das fiel ihr besonders schwer, doch es gelang ihr. Wenn sie allein war konnte sie sich erholen, von all dem Frohsinn und der guten Laune. Wenn sie allein war konnte sie sein. Sie empfand es als eine ungeheure Anstrengung, so zu tun als ob, allerdings musste sie es nicht mehr lange durchhalten, denn sie hatte schließlich alles, was sie brauchte.

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I went my way, like so many of us, after having spent several decades in this life, in a straight line, without any particular detours or obstacles. From time to time there was probably still one or the other stone that might have forced the leg to be lifted a little higher than usual, but otherwise everything was settled. The way was straight and manageable. No special incidents emerged, no deviations came into view.

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Ich ging so meinen Weg, wie so viele von uns, nachdem sie schon mehrere Jahrzehnte in diesem Leben zugebracht haben, geradlinig, ohne besondere Umwege und Hindernisse. Bisweilen lag da wohl noch das eine oder andere Steinchen, das vielleicht zwang das Bein ein wenig höher zu heben als gewohnt, aber ansonsten war alles geregelt. Der Weg war gerade und überschaubar. Keine besonderen Vorkommnisse zeichneten sich ab, keine Abweichungen kamen in den Blick.

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Before the beginning of time it was that the togetherness that you and I got together without holding, had character and contour, but could be touched and changed with the touch, not indiscriminately and structurally. It was a snuggling and perceiving as a whole, feeling for boundaries without defining them absolutely, being tangible without being ossified and finally defining, constantly moving towards one another without being absorbed. Swinging, dancing, rocking, stepping out of the banks and contracting, going with the pulse of life, with development.

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Vor dem Anfang der Zeit war es, dass das Miteinander, das Du und ich sich fasste ohne zu halten, Wesen und Kontur aufwies, aber sich mit der Berührung anrühren und verändern ließ, nicht wahl- und strukturlos. Es war ein sich Schmiegen und Wahrnehmen in der Ganzheit, ein Grenzen ertasten ohne sie absolut zu setzen, ein fassbar sein ohne sich verknöchert endgültig festzulegen, ein stetes sich aufeinander zubewegen ohne zu vereinnahmen. Schwingend, tanzend, wiegend, aus den Ufern tretend und sich zusammenziehend, mit dem Puls des Lebens, mit dem Entwickeln gehen.

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It was in the beginning of time, even before time, when time did not yet imprison the senses and linearize the thoughts, when the development was still based on the inner rhythm and the transformation was inseparably attached to being, when Gaja’s womb was still fertile and When the room was not rigid and orderly, everything captured and retained everything, when life was still alive, the mother’s face contracted, threw up hills and mountains, relaxed into wide plains and stretched again, leaving valleys and valleys Trenches arise at a time before time and eternity in which the sensuality of life sprouted from each of its pores.

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Im Anfang der Zeit war es, ja noch vor der Zeit, als die Zeit noch nicht die Sinne einkerkerte und die Gedanken linearisierte, als die Entfaltung sich noch nach dem inneren Takt richtete und die Verwandlung untrennbar dem Sein anhaftete, als Gajas Schoß noch fruchtbar und rege war, als der Raum nicht starr und geordnet alles einfing und behielt, als das Leben noch lebendig war, da zog sich das Antlitz der Mutter zusammen, warf Hügel und Berge auf, entspannte sich in weite Ebenen und spannte sich abermals und ließ Täler und Gräben entstehen, zu einer Zeit vor der Zeit und der Ewigkeit in der die Sinnlichkeit des Lebens aus jeder ihrer Poren spross.

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At the beginning, you still think that none of that matters. At first you are so euphoric and endorphin-impregnated that you think that none of this matters.

You are an early riser, a morning worshiper who is so invitingly tickled in the nose by the first ray of sunshine that you can’t help but jump out of bed cheerfully to greet the new day, while I, sleepy and curmudgeonly, the blanket completely pull tight over my head and cursed all the cursed frippery, the sunbeams, the birdsong, this detached cheerfulness. Of course, it is nice when you are cheerful and jolly, balanced and in a good mood, but why only at this time when I turn around and want to sleep in peace. Of course I like it when you hug me, smile at me and tell me what you are, but now, at this early hour of the morning, it is like an affront, it makes me feel angry that I am not allowed to show because I I’m actually glad that you are there, glad that you are me, but now, now I damn well want to sleep in peace.

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Zu Anfang, da denkst Du noch, das spielt alles keine Rolle. Zu Anfang, da bist Du so euphorisch und endorphingeschwängert, dass Du meinst, dass das alles nichts ausmachst.

Du bist eine Frühaufsteherin, eine Morgenanbeterin, die der erste Sonnenstrahl so auffordernd in der Nase kitzelt, dass Du nicht anders kannst, als frohgemut aus dem Bett zu hüpfen um den neuen Tag zu begrüßen, während ich mir, verschlafen und griesgrämig, die Decke ganz fest über den Kopf ziehe und den ganzen verfluchten Firlefanz, die Sonnenstrahlen, das Vogelgezwitscher, diese losgelöste Heiterkeit verwünsche. Natürlich ist es schön, wenn Du heiter und fröhlich, ausgeglichen und gut gelaunt bist, aber warum denn bloß um diese Zeit, zu der ich mich noch einmal umdrehe und in Ruhe schlafen möchte. Natürlich mag ich es, wenn Du mich in den Arm nimmst, mich anlachst und mir Dich mitteilst, aber jetzt, zu dieser frühen Morgenstunde, ist es wie ein Affront, lässt es in mir eine Wut aufsteigen, die ich nicht zeigen darf, weil ich ja eigentlich froh bin, dass Du da bist, froh, dass Du mir bist, aber jetzt, jetzt will ich verdammt nochmal in Ruhe schlafen.

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