novels4u.com

Life is too short for boring stories

Gelassen stand er an der Bar und ließ den Blick durch den Raum schweifen. Eine harte Woche lag hinter ihm. Nun wollte er einen Stich landen. Das hatte er sich verdient, wie er meinte, quasi zur persönlichen Entspannung. Grundsätzlich hatte er in dieser Bar gute Erfolge erzielt, so dass sie seine erste Wahl war, aber heute schienen sich die brauchbaren Mädels andernorts zu vergnügen. Eine geschlagene Stunde und zwei Bier hatte er bereits verbraucht, aber kein Opfer zeigte sich. Er beschloss das angefangene Malzgetränk noch fertig zu trinken, um anschließend eine andere Wirkungsstätte aufzusuchen. Da ging die Türe auf und eine Horde schnatternder, kichernder Frauen betrat den Raum, gerade in jenem Moment, da er den letzten Schluck hinunterspülte.

weiterlesen

„Eat the meat!“, she snapped, then mildly, almost gently, „It’s crunchy on the outside and tender on the inside. The way you like it. Just as you like it, I have prepared it for you. Does not it taste you? It does not taste good! „, And her voice transformed from the melodious into a hysterical screech,“ It must taste you. It has to taste you. What kind of man are you if you do not like meat, crunchy on the outside and tender on the inside. „She stopped. He stayed silent. He had nothing to say. Nothing to do. Just to sit there, to stare at the meat that lay on his plate.

weiterlesen

„Iss das Fleisch!“, herrschte sie ihn an, um dann mild, beinahe sanft fortzufahren, „Es ist außen knusprig und innen zart. So wie Du es magst. Genau so wie Du es magst, habe ich es Dir zubereitet. Schmeckt es Dir etwa nicht? Es schmeckt Dir nicht!“, und ihre Stimme wandelte sich aus dem Melodiösen in ein hysterisches Kreischen, „Es muss Dir schmecken. Es hat Dir zu schmecken. Was bist Du für ein Mann, wenn Dir Fleisch nicht schmeckt, außen knusprig und innen zart.“ Sie brach ab. Er schwieg. Er hatte nichts zu sagen. Nichts zu tun. Nur da zu sitzen, das Fleisch anzustarren, das auf seinem Teller lag.

weiterlesen

Be simple, live, nothing more. Can it be easy to live and nothing else? The bottom row of the house of cards. One beside the other. No ballast from above. The lower rows do not have to support the upper ones because there are none. To be simple, in the needs, but not in the neediness. Well-being, what does it take to do that? Is it really all that we accumulate in homes and garages and wherever? Does it satisfy our wishes, or does it no longer contribute to our burden? The next row in the house of cards. The construct is still quite robust, but it has to be supported and worn. Need, which is put behind the needs. Neediness of the people for attention, exchange and togetherness. No time. We have to support the top row.

weiterlesen

Einfach sein, leben, nichts weiter. Kann es denn sein, einfach zu leben und sonst nichts. Die unterste Reihe des Kartenhauses. Eines neben dem anderen. Kein Ballast von oben. Die unteren Reihen müssen die oberen nicht stützen, weil es keine gibt. Einfach sein, in den Bedürfnissen, aber nicht in der Bedürftigkeit. Wohlfühlen, was braucht es dazu? Ist es wirklich all das, was wir ansammeln, in den Häusern und Garagen und wo auch immer? Befriedigt es denn unsere Wünsche, oder trägt es nicht mehr zu unserer Belastung bei? Die nächste Reihe im Kartenhaus. Noch ist das Konstrukt recht robust, doch es muss schon gestützt und getragen werden. Bedürftigkeit, die hintangestellt wird, hinter die Bedürfnisse. Bedürftigkeit des Menschen nach Zuwendung, Austausch und Miteinander. Keine Zeit. Wir müssen die obere Reihe stützen.

weiterlesen

It was early morning when we found her, a small, white ball of wool with short, speckled ears that sat in the grass and did not run away. A rabbit. But why did not she run away? Why did not she even try to run away? After rabbit type. Carefully we picked her up. She lived. Clearly, but the nose was blood red and his backside were smeared with feces. To do something? Let her die? Wait until the fox comes or a bird of prey? It would be the natural course of the world. A sick rabbit that sits and does not run away is eaten. Staple food for various robbers. That’s why they throw, proverbially. Many babies guarantee the survival of the species. Just like the mice. A staple food. And yet, I could not let her sit, given over to death.

weiterlesen

Es war am frühen Morgen, da fanden wir sie, ein kleines, weißes Wollknäuel mit kurzen, graugesprenkelten Ohren, das im Gras saß und nicht weglief. Ein Kaninchen. Aber warum lief sie nicht weg? Warum versuchte sie nicht einmal wegzulaufen? Nach Kaninchenart. Vorsichtig hoben wir sie auf. Sie lebte. Ganz eindeutig, doch das Näschen war blutrot und sein Hinterteil kotverschmiert. Was machen? Sterben lassen? Warten bis der Fuchs kommt oder ein Raubvogel? Es wäre der natürliche Lauf der Welt. Ein krankes Kaninchen, das sitzt und nicht wegläuft, das wird gefressen. Grundnahrungsmittel für diverse Räuber. Deshalb werfen sie auch, sprichwörtlich. Viele Junge garantieren das Überleben der Art. So wie bei den Mäusen. Ein Grundnahrungsmittel. Und dennoch, ich konnte sie nicht sitzen lassen, dem Tod überantwortet.

weiterlesen
%d Bloggern gefällt das: