Mistaken identity? (Part 1)

Nyx sits on her dock at the lake just outside the castle, into which she retired long ago and thinks. Her long black hair flaps gently in the wind. The air is lukewarm and cuddly. But she does not notice it, for she is sunk in these thoughts, into something she does not understand. She is looking for and searching for something she has forgotten or a mistake she has made. For it belongs to the people, who basically assume that they have committed the mistake, and not the others, anyone. And if it was the other one, she just did not stop them. Everything had started so wonderfully. Nyx had done nothing but tell a story, a story about longing and love. A comment had been made on posting. She was delighted, for this commentary was a part of her story, she continued, and ended with the words:
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Eine Verwechslung? (Teil 1)

Nyx sitzt auf ihrem Steg am See direkt vor der Burg, in die sie sich vor langer Zeit zurückgezogen hat und denkt nach. Ihr langes schwarzes Haar flattert sanft im Wind. Die Luft ist lau und anschmiegsam. Doch sie bemerkt es nicht, denn sie ist in diesen Gedanken versunken, in etwas, das sie nicht versteht. Sie sucht und sucht nach etwas, was sie vergessen hat oder einen Fehler, den sie gemacht hat. Denn sie gehört zu den Menschen, die prinzipiell davon ausgehen, dass sie den Fehler begangen haben, und nicht die anderen, irgendwer. Und wenn es doch der andere war, so haben sie ihn einfach nur nicht davon abgehalten. Dabei hatte alles so wunderbar begonnen. Nyx hatte nichts weiter gemacht als eine Geschichte erzählt, eine Geschichte rund um Sehnsucht und Liebe. Postwendend war ein Kommentar gekommen. Darüber freute sie sich, denn dieser Kommentar ging auf ihre Geschichte ein, spann sie fort und endete mit den Worten:

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„Nichttreten ist weiblich“

Ich stehe am Spielfeldrand, im Dunklen, in der Kälte. Grell wird der Platz von der Flutlichtanlage erleuchtet. Nicht mehr als zehn Menschen, die das Spiel verfolgen. Freunde, Verwandte, Bekannte in erster Linie, denn hier spielen die Frauen Fußball. Das Schicksal einer Randsportart. Wobei Fußball selbst alles andere als am Rand angesiedelt ist. So lange er von Männern praktiziert wird. Jeder kleine Ort, der es sich irgendwie leisten kann, braucht seinen eigenen Platz, wohl in der Hoffnung den nächsten Lionel Messi zu produzieren. Wenige bis gar keine mit der Absicht eine Nachfolgerin für Marta Vieira da Silva aus den Reihen des eigenen Vereins hervorgehen zu sehen. Es scheint ein gravierender Unterschied zu bestehen ob Frauen oder Männer sich um den Ball raufen.

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A summer dream in the middle of autumn

The trees have long ago dropped their leaves. Autumnal cold winds whirl around them. Short breathing pauses only from being stirred up. You can not just fall down and lie down, not even as a leaf. One settles at my feet or is settled. A short stay until the next gust takes hold and blows, who knows where. I take my damp fingers out of my jacket pocket, bend down and pick it up. It feels brittle and rough. Soon it will be decomposed. But in my hand it turns green again, as if it were still connected to the branch from which it grew. How much energy the tree had invested in this leaf when it budded, unfolded and shone in the rich, deep green in summer. Nothing is there anymore. Only in my hand. As if dreaming about the summer dream again, in the middle of autumn.

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Ein Sommertraum mitten im Herbst

Längst haben die Bäume ihre Blätter abgeworfen. Herbstlich kalte Winde wirbeln sie durcheinander. Kurze Atempausen nur vom Aufgescheucht-werden. Man kann nicht einfach herabfallen und liegen bleiben, nicht einmal als Blatt. Eines lässt sich zu meinen Füßen nieder, oder wird niedergelassen. Ein kurzes Verweilen bis die nächste Böe es erfasst und fortweht, wer weiß wohin. Ich nehme meine klammen Finger aus der Jackentasche, bücke mich und hebe es auf. Es fühlt sich spröde und rau an. Bald wird es verwest sein. Doch in meiner Hand wird es wieder grün, als würde es noch dem Ast verbunden sein, aus dem es wuchs. Wie viel Energie der Baum doch in dieses Blatt investiert hatte, als es knospte, sich entfaltete und im Sommer im satten, tiefen Grün erstrahlte. Nichts mehr ist da. Nur in meiner Hand. Als würde es den Traum vom Sommer noch einmal träumen, mitten im Herbst.

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Unter Druck

Pippi Langstrumpf, die Ikone einer Freiheit, nach der sich viele Menschen, nicht nur Kinder sehnen, fällt mir immer wieder ein, wenn ich – mittlerweile gelassen – mitansehe, wie sich die Menschen selbst quälen. Gelassen, weil es mir noch sehr selten gelungen ist jemandem verständlich zu machen, dass der Druck, unter dem er leidet in vielen Belangen von sich selbst ausgeht und nicht von anderen.

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According to human desrection

There is something we call „human discretion.“ „This is not going to happen in human discretion,“ we say. This includes two things. First, we start from our human, anthropocentric angle of view. Of course, we always do that because we have no other, but here it is named and admitted. Secondly, it is shown that this perception and this type of assessment is obviously limited. If it could not happen and it happens nevertheless, so there are no parallels and was not foreseeable.
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Nach menschlichem Ermessen

Es gibt so etwas, was wir als „menschliches Ermessen“ bezeichnen. „Nach menschlichem Ermessen dürfte so etwas nicht passieren“, heißt es da zum Beispiel. Dies beinhaltet zweierlei. Erstens, dass wir von unserem menschlichen, anthropozentrischen Blickwinkel ausgehen. Natürlich tun wir das immer, weil wir keinen anderen haben, aber hier wird es benannt und eingestanden. Zweitens wird darin bekundet, dass diese Wahrnehmung und diese Art der Ab- und Einschätzung offensichtlich begrenzt ist. Dürfte es nicht passieren und es passiert dennoch, so gibt es keine Parallelen und war nicht vorhersehbar.

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