Men are just like this (Part 2)

There he stood, a woman in the arms with silky stockings, which seemed to be actually powerless, and all the others had evidently used the moment to leave the place of the happening. What should he do now? Who could already know how long such an impotence lasts. Somewhere he had to lie down, he thought. A look at the couch made him realize immediately, there was no room. So stayed only the bed. Carefully he pushed his charming load through the doors, always careful not to hurt her. He laid her down, dared to take a last look at the thrown thighs before he chastised her dress.
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Männer sind eben so (Teil 2)

Da stand er, eine Frau auf den Armen mit seidigen Strümpfen angetan, die allem Anschein nach tatsächlich ohnmächtig war und alle anderen hatten offenbar den Moment genutzt um fluchtartig die Stätte des Geschehens zu verlassen. Was sollte er jetzt tun? Wer konnte schon wissen wie lange so eine Ohnmacht andauert. Irgendwo musste er sie hinlegen, dachte er. Ein Blick auf die Couch machte ihm sofort klar, da war kein Platz. Blieb also nur mehr das Bett. Vorsichtig bugsierte er seine charmante Last durch die Türen, immer darauf bedacht, dass er ihr nicht weh tat. Sacht legte er sie nieder, wagte noch einen letzten Blick auf die bestrumpften Schenkel, bevor er ihr Kleid züchtig darüber zog.

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Men are just like this (Part 1)

He drank of his beer as he listened to her. And that should be the woman from whom a friend had said she’d have to get out, otherwise she would totally mute at home. Automatically, he had remembered that she was one of those who had just separated from some guy and was now sitting alone at home, and no longer out of grief and misery about the prodigal. This did not fit with the picture that she offered here, nor with the one he had received so far. It was true, they had only met once, twice, and only fleetingly. A few words changed, somehow by the way, but the enough to give him the impression of an independent, strong woman to mediate, as the one, because of a man in a depression, with all related consequences, ride. But well, that had already caught quite another.
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Männer sind eben so (Teil 1)

Versonnen trank er von seinem Bier, während er ihr zuhörte. Und das sollte die Frau sein, von der ein Freund behauptet hatte, sie müsse mal raus, sonst versumpfe sie total zu Hause. Automatisch hatte er daran gedacht, dass sie eine von jenen war, die sich gerade von irgendeinem Kerl getrennt hatte und jetzt alleine zu Hause saß und vor Gram und Jammer über den Verflossenen nicht mehr hinausging. Das passte weder mit dem Bild zusammen, das sie hier bot, noch mit dem, das er bisher von ihr bekommen hatte. Es stimmte schon, sie waren sich bis jetzt nur ein, zwei Mal begegnet und das nur flüchtig. Ein paar Worte gewechselt, irgendwie nebenbei, aber die genügten um ihm eher den Eindruck einer selbständigen, starken Frau zu vermitteln, als das einer, die sich wegen eines Mannes in eine Depression, mit allen damit zusammenhängenden Folgen, reiten ließ. Aber gut, das hatte auch schon ganz andere erwischt.

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The eternal dilemma with the stockings

„This is how human is: she scolds his shoe, and her foot is the cause,“ writes Samuel Beckett rightly in his grandiose piece „Waiting for Godot“. Grandiose or condemned to eternal actuality. Whichever way you take it. The above quotation, however, is not appreciated enough. For this, pupils who cannot yet understand the sharpness, the irony and the humor are tormented. Everyone knows it, no one reads it. This is the disgrace of school politics. In this country. I always talk about this. One should speak of what one knows. That is why Samuel Beckett, attributed and probably also constituted as a man, could never be so close to it as to cover the whole range of foot and footwear dilemmas. I have a brief hand, without having – admittedly – empirical evidence that he was wearing socks and shoes. But not stockings. Had he done so, he would have found a quite different, even comprehensive political statement in it, with all his appendages.

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Das ewige Dilemma mit den Strümpfen

So ist der Mensch nun mal: er schimpft auf seinen Schuh, und dabei hat sein Fuß schuld.“, schreibt Samuel Beckett zurecht in seinem grandiosen Stück „Warten auf Godot“. Grandios oder zu ewiger Aktualität verdammt. Wie man es nimmt. Obiges Zitat wird allerdings trotz allem zu wenig gewürdigt. Dafür werden Schüler, die den Scharfsinn, die Ironie und den Humor noch nicht begreifen können, damit gequält. Jeder kennt es, keiner liest es. Das ist die Schmach der Schulpolitik. Hierzulande. Ich rede immer von hierzulande. Man soll von dem sprechen, was man kennt. Deshalb konnte auch Samuel Beckett, attribuiert und wohl auch konstituiert als Mann, so nahe Bekanntschaft habe ich mit ihm nie geschlossen, die ganze Tragweite eines Fuß und Fußbekleidungsdilemmas nicht erfassen. Ich gehe einmal kurzerhand, ohne – zugegebenermaßen – empirische Beweise dafür vorliegen zu haben, davon aus, dass er Socken und Schuhe trug. Nicht jedoch Strümpfe. Hätte er es getan, so hätte er ein ganz anderes, ja umfassendes politisches Statement darin gefunden, mit all seinen Anhängseln.

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Barefoot in the rain

It happens, with all inevitability, which have such occurrences. And it happens again and again, even if I would have to know better. But it is also not easy to recognize. Again and again it dresses itself in another garment. If it were not so sad, I might consider it interesting. But it is sad, painful. Therefore the analysis is not so simple. I’d like to push it far away, as if it had never happened. Left, betrayed, rejected, injured or simply forgotten. Who likes to think about the fact that one still just meant to have a friend, a special person who enriches the life. And suddenly everything is different. Never again, I could then say, never again let myself on such a thing. Perhaps I am doing it, in the first moment or in the second. But then I get up and remember. For each end already carries the germ of a new beginning, each farewell a welcome. I would dig into the end, into the farewell, I would choke the possibility of the beginning, the welcome. So I get up and go out.
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Barfuß im Regen

Es passiert, mit aller Unabwendbarkeit, die Begebenheiten so an sich haben. Und es passiert immer wieder, auch wenn ich es irgendwann besser wissen müsste. Aber es ist auch nicht leicht zu erkennen. Immer wieder kleidet es sich in ein anderes Gewand. Wäre es nicht so traurig, so könnte ich es für interessant halten. Aber es ist nun mal traurig, wohl auch schmerzhaft. Deshalb ist auch die Analyse nicht so einfach. Am liebsten würde ich es ganz weit weg schieben, als wäre es nie passiert. Zurückgelassen, verraten, verstoßen, verletzt oder schlicht vergessen. Wer denkt schon gerne daran, dass man doch gerade noch meinte einen Freund zu haben, einen besonderen Menschen, der das Leben bereichert. Und plötzlich ist alles anders. Nie wieder, könnte ich dann sagen, nie wieder lasse ich mich auf so etwas ein. Vielleicht tue ich es auch, im ersten Moment oder auch noch im zweiten. Aber dann stehe ich auf und besinne mich. Denn jedes Ende trägt bereits den Keim eines neuen Anfangs in sich, jeder Abschied ein Willkommen. Würde ich mich eingraben in das Ende, in den Abschied, würde ich die Möglichkeit des Anfangs, des Willkommens ersticken. So rapple ich mich auf und gehe hinaus.

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Hold me

If I were not firmly on the ground with both legs, then, I thought, and I think to a certain extent still, then, yes, I cannot determine in which direction it goes and I have no more control. And to give up the control, that means giving the book out of hand. To give up the book is inevitable that I lose my life, the determination and the orientation. At least the part that I can determine and align. It is hard to guess how big this is, I was ready to defend him to the last. Not only that, I would defend the very beginnings. It is only the approach of an idea to take such a direction that I already looked completely. And what would become of my independence, of my self-determination? Would not it be a betrayal of feminism, and all the ancestors to whom I owed it, because they made it possible, through their engagement and struggle, to have these possibilities? Would not it mean to betray them? Betrayed a comfort that I cannot afford.
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Halt mich

Wenn ich nicht mit beiden Beinen fest am Boden wäre, dann, so dachte ich, und denke ich wohl bis zu einem gewissen Grade noch immer, dann, ja dann, kann ich nicht bestimmen in welche Richtung es geht und ich habe keine Kontrolle mehr. Und die Kontrolle aufzugeben, das bedeutet das Heft aus der Hand zu geben. Das Heft aus der Hand zu geben, das führt unweigerlich dazu, dass ich mein Leben verliere, die Bestimmung und die Ausrichtung. Zumindest den Teil, den ich bestimmen und ausrichten kann. Es ist schwer abzuschätzen wie groß dieser ist, ich war bereit ihn bis zum letzten zu verteidigen. Nicht nur das, ich würde selbst den Anfängen wehren. Es genügt nur der Anflug einer Ahnung eine solche Richtung einzuschlagen, dass ich mich schon völlig im Aus sah. Und was würde dann aus meiner Selbständigkeit, meiner Selbstbestimmtheit? Wäre es nicht ein Verrat am Feminismus, und all den Altvorderen, denen ich es schulde standhaft zu bleiben, weil sie es durch ihren Einsatz und Kampf erst ermöglichten, dass ich diese Möglichkeiten habe? Würde es nicht bedeuten sie zu verraten? Verraten an eine Bequemlichkeit, die ich mir nicht leisten kann.

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