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Life is too short for boring stories

For a few weeks now, Sybille, Lukas and Rolf have been going for walks together regularly, so that they got to know each other better. This is how Rolf found out that Sybille started working as a freelance journalist after completing her studies in philosophy. After her father died, she moved in with her mother, back to her childhood home on this street. Lukas, in turn, talked about his career and the break with his parents. “Actually,” he concluded, “I just broke up with my father. Except my mother hadn’t stood up to do anything about it or to stand up for me. Some part of me probably even hoped that my mother would have shown so much solidarity with me. I imagined she should have left him with her head held high. I would have taken care of her, but she just sat there as if it wasn’t her business. I was so disappointed and never wanted anything to do with them again. Can you imagine how abandoned I felt?”

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Seit einigen Wochen nun gingen Sybille, Lukas und Rolf regelmäßig miteinander spazieren, so dass sie sich näher kennenlernten. So erfuhr Rolf, dass Sybille nach Abschluss ihres Studiums der Philosophie als freiberufliche Journalistin zu arbeiten begann. Nachdem ihr Vater gestorben war, zog sie zu ihrer Mutter, zurück in ihr Elternhaus in dieser Straße. Lukas wiederum erzählte von seinem Werdegang und dem Bruch mit den Eltern. „Eigentlich“, so schloss er seine Ausführungen ab, „habe ich nur mit meinem Vater gebrochen. Nur, dass meine Mutter sich nicht auf die Füße gestellt hatte, um irgendetwas dagegen zu unternehmen oder sich für mich stark zu machen. Irgendein ein Teil von mir, hat wahrscheinlich sogar gehofft, dass sich meine Mutter so sehr mit mir solidarisiert hätte. Hocherhobenen Hauptes hätte sie ihn verlassen sollen, war meine Vorstellung. Ich hätte für sie gesorgt, aber sie ist nur stumm dagesessen, als wäre es sie nichts angegangen. Ich war so enttäuscht und wollte nie wieder was mit ihnen zu tun haben. Kannst Du Dir vorstellen, wie verlassen ich mich gefühlt habe?“

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Alles wird immer größer, ausladender, gigantomanischer. Wie es mir mit dieser Gigantomanie ergeht erfahrt Ihr in dieser Episode.

Hier kannst Du die Episode „XXXL-Gesellschaft“ hören.

Luke’s parents were old now, but it was still rather unusual for two people to die of the same cause in one night, no matter how close they might have been. „As if my parents had ever been close,“ Luke thought bitterly, „My father was the bully, and my mother was a better cleaning lady who always had to please him.“ But then hadn’t he let her down? He quickly brushed aside his guilty conscience as best he could and concentrated on what was actually on his mind. „Your father died at eight o’clock in the evening and your mother around midnight,“ Lukas was told. „The next morning at eight they were found dead by a neighbor who went into the house after finding the front door open, but there was no sign of life beyond that.” That was all he had learned. But Lukas didn’t care at that moment, because all he could think about was that he had to go to this house. But now he finally realized how bizarre the situation was. Only four hours had elapsed between the one death and the other? And why was the front door open?

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Lukas Eltern waren inzwischen alt geworden, aber dennoch war es eher ungewöhnlich, dass zwei Menschen aus demselben Grund in einer Nacht starben, so nahe sie sich auch immer gestanden haben mochten. „Als wenn sich meine Eltern je nahegestanden waren“, dachte Lukas voller Verbitterung, „Mein Vater war der Tyrann und meine Mutter eine bessere Putzfrau, die ihm immer zu willen sein musste.“ Aber hatte er sie dann nicht im Stich gelassen? Rasch wischte er den Anflug von schlechtem Gewissen bei Seite, so gut es eben ging und konzentrierte sich auf das, was ihn eigentlich beschäftigte. „Um acht Uhr abends ist Ihr Vater gestorben, Ihre Mutter rund um Mitternacht“, war Lukas mitgeteilt worden, „Am nächsten Morgen gegen acht waren sie von einer Nachbarin tot aufgefunden worden, die ins Haus gegangen war, nachdem sie die Haustüre offen vorgefunden hatte, es aber darüber hinaus kein Lebenszeichen gab.“ Das war alles, was er erfahren hatte. Doch Lukas war es in dem Moment egal gewesen, denn er hatte nur daran denken können, dass er in dieses Haus musste. Doch nun endlich wurde ihm bewusst, wie skurril die Situation war. Bloß vier Stunden hatten zwischen dem einen und dem anderen Sterben gelegen? Und warum war die Haustüre offen gewesen?

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Von klein auf sind wir gefangen in Narrativen, die sinn- und identitätsstiftend wirken. Diese müssen weder logisch noch begründet sein. Es genügt, dass sie erzählt werden. Es sind genau diese Narrative, die uns in die Situation brachten, in der wir nun sind. Dennoch sind sie veränderbar. Wie, das möchte ich in dieser Episode am Beispiel „Baumwolle“ erläutern.

Hier könnt Ihr die Episode „Narrative verändern“ hören.

It all started the day the internet didn’t work. At first it was as if nothing had happened. It has to be said that it didn’t happen first thing in the morning, so people had no idea what to expect and were satisfied with being able to read their electronic letters and the news between the toilet and morning coffee. Even at noon there was still no sign of the looming catastrophe. Only in the early afternoon – depending on the interpretation – at exactly 3:15 p.m. did it happen, and the realization was inevitable, at least for those who were constantly online and checked the latest news every minute.

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Alles begann an dem Tag, an dem das Internet nicht funktionierte. Zunächst war es, als wäre nichts passiert. Man muss dazu sagen, dass es nicht gleich in der Früh dazu kam, die Menschen also noch keine Ahnung hatten, was auf sie zukommen sollte und damit zufrieden waren zwischen Toilette und Morgenkaffee ihre elektronischen Briefe und die Nachrichten lesen zu können. Selbst zu Mittag war noch keine Spur von der sich abzeichnenden Katastrophe zu merken. Erst am frühen Nachmittag – je nach Auslegung -, präzise 15.15 Uhr war es dann so weit und die Erkenntnis unausweichlich, zumindest für jene, die ständig online waren und im Minutentakt die neuesten Nachrichten kontrollierten.

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Literatur hat eine gesellschaftspolitische Funktion. Das ist auch der Grund, warum überhaupt über Zensur nachgedacht wird, da Gedanken zu Papier bzw. Gehör gebracht werden, die zu Veränderungen führen können oder die Menschen dazu bringt, sich über die Gegebenheiten Gedanken zu machen.

Hier kannst Du die Episode „Literatur und Zensur“ hören.

„I need you,“ you said – I said nothing.
„I need you like I need air,“ you said – I said nothing.
„I need you like water so as not to dry out,“ you said – I said nothing.
„I need you like plants need the sun to grow,“ you said – I didn’t say anything, I just got very cold.
„If you’re not there, then I’ll suffocate,“ you said further – I still didn’t say anything.
„If you’re not there, then I’ll dry up,“ you said further – I still didn’t say anything.
„If you’re not there, then I wither,“ you said further – I still didn’t say anything, only goosebumps ran down my back.

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