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Life is too short for boring stories

Our living conditions have changed. Everything is different. I have changed. I’m not like this anymore. Just like then. You have not changed. Or so you say. You always stay the same. That’s what you call reliability. I call it boredom. End of life in the middle of life. You do not understand it. But you cannot cope with it anymore. You would have tried it for a long time, but now it cannot be done anymore. I thought we could do it. We still managed to do it. Despite all these years. I still do not believe it. You will not believe. Maybe, you mean that it could be. You do not know. You want to find out. Think. Become clear. You want to see what it’s like when you’re gone.

Maybe you go, because the door is open.
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Unsere Lebensumstände haben sich geändert. Alles ist anders. Ich habe mich verändert. Ich bin nicht mehr so. So wie damals eben. Du hast Dich nicht verändert. Sagst Du. Du bleibst immer gleich. Das nennst Du Verlässlichkeit. Ich nenne es Langeweile. Ende des Lebens mittendrinnen. Du verstehst es nicht. Aber Du kommst nicht mehr damit zurecht, dass es so ist. Lange hättest Du es versucht, aber jetzt geht es nicht mehr. Ich dachte wir kriegen das hin. Wir haben es doch immer noch hingekriegt. Trotz all der Jahre. Ich glaube es immer noch nicht. Du glaubst es nicht. Vielleicht, meinst Du, dass es sein könnte. Du weißt es nicht. Du willst es herausfinden. Nachdenken. Dir klar werden. Du willst sehen wie es ist, wenn Du nicht mehr da bist.

 

Vielleicht gehst Du, denn die Türe steht offen.

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„Muss das wirklich sein? Nur weil Du vor, ich weiß nicht, gefühlten 100 Jahren für den Typen geschwärmt hast, brauchst Du doch jetzt nicht auf ein Konzert zu gehen“, motzte ich unablässig, auch wenn ich genau wusste, dass es keinen Sinn hatte. Wenn Nastasja sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann blieb es dabei. Hart wie die russische Tundra.

„Hör mal, dieser Typ, wie Du Dich so despektierlich auszudrücken pflegst, war seinerzeit der beste Blues-Musiker von ganz überall, und Du weißt ja wie es mit Bluesern ist, sie sind wie Rotwein. Je älter, desto besser“, konterte sie augenblicklich, um dann noch ihren unübertroffenen Trumpf auszuspielen, „Und Du weißt, dass ich da nicht alleine hingehen kann. Willst Du mich denn wirklich im Stich lassen, Deine allerbeste Freundin?“

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„Does this really have to be? Just because you did not dare to say ‚100 years ago‘ for the guy, you do not have to go to a concert right now,” I murmured incessantly, even though I knew it was pointless. If Nastasja had once put something in the head, then it stayed there. Hard as the Russian tundra.
„Listen, this guy, the way you’re so disrespectful, used to be the best blues musician of all time, and you know how it is with bluesman, they’re like red wine. The older, the better,“ she countered instantly, and then play her unsurpassed trump, „And you know that I cannot go there alone. Are you really going to let me down, your very best friend? “
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It was on a rainy, wet-cold Monday in November at 5:40 am when the first muted message was made between the security guards of the subway.
„Attention, suspicious subject is in the third car of the set of the U6, which has just left the station Siebenhirten,“ read these and all the security guards in Vienna, they could listen to, indeed had, and were accordingly in high alert. What a blessing it was that there was now nationwide video surveillance. The new government, which by now had worn off a bit, had been right in everything, because if you did not look closely, how many of those monstrous crimes would escape you. But back to just that suspicious subject.
„The suspicious subject approaches the Perfektastraße. Should not be checked whether the speed limit is not exceeded. It moves remarkably fast,” said an overzealous security man.
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Es war an einem verregneten, deshalb auch nasskalt zu nennenden Montag im November um 5.40 Uhr, als die erste verhaltene Meldung zwischen den Sicherheitsleuten der U-Bahn gemacht wurde.

„Achtung, verdächtiges Subjekt steht im dritten Wagon der Garnitur der U6, die gerade die Station Siebenhirten verlassen hat“, lautete diese und alle, die Sicherheitsleute in ganz Wien, konnten sie mitanhören, ja mussten, und waren dementsprechend in höchster Alarmbereitschaft. Was für ein Segen war es doch, dass es nun flächendeckend Videoüberwachung gab. Die neue Regierung, die sich mittlerweile auch schon ein wenig abgenutzt hatte, hatte in allem recht behalten, denn wenn man nicht genau hinsähe, wie viele dieser ungeheuren Verbrechen würden einem entgehen. Aber zurück zu eben jenem verdächtigen Subjekt.

„Das verdächtige Subjekt nähert sich der Perfektastraße. Sollte nicht auch überprüft werden, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht überschritten wird. Es bewegt sich auffallend schnell“, erklärte ein übereifriges Sicherheitsleut.

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Carefully, he wriggled away from her embrace so as not to wake her. But his concern was unfounded. She curled up like a little kitten. She looked like an angel when she lay there in the lace-trimmed white nightgown he had given her. „Just because you do not have anything decent,“ he had not forgotten to say when he handed it over to her, and if he drove away with her over the weekend, then her sight should also delight his eye. With that, he stifled every possibility immediately in the bud, that she could misunderstand his gift. Women tend to. He knew that from his own painful experience. As soon as you give them your little finger, they devour you with skin and hair, even the vegans. That’s why he had gotten used to pouring them pure wine straight away on his true motives. But he had to admit it was excellent. For a moment he lost himself in her sight, when he finally remembered that he had something to do.
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