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Life is too short for boring stories

Martinique was led by Christian, in a part of the world, which most people would probably call inhospitable, and yet was populated.
„People are so incredibly adaptable,“ she stated.
„Adaptable and scary,“ that’s probably true, he replied with a shrug.
„What do you mean?“, She asked irritated, considering the seemingly untouched landscape and the peace that reigned around her, here on the coast of Alaska.
„Do you see the whales swimming there?“ He said, as if he had not heard the question. She stared hard at the surface of the water, and just then they were able to watch a breathtaking spectacle as a whale rose from the water and jumped into the air.
„How beautiful,“ she whispered, enraptured by this wonderful naturalness, in which life showed itself in its abundance.
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Martinique ließ sich von Christian führen, in einen Teil der Welt, den die meisten Menschen wohl als unwirtlich bezeichnen würden, und der doch besiedelt wurde.

„Menschen sind so unheimlich anpassungsfähig“, stellte sie deshalb fest.

„Anpassungsfähig und unheimlich“, das trifft es wohl, entgegnete er achselzuckend.

„Wie meinst Du das?“, fragte sie irritiert, in Anbetracht der so unberührt scheinenden Landschaft und des Friedens, der um sie herrschte, hier an der Küste Alaskas.

„Siehst Du die Wale dort schwimmen?“, meinte er bloß, als hätte er die Frage nicht gehört. Angestrengt betrachtete sie die Wasseroberfläche, und gerade in dem war es ihnen vergönnt ein atemberaubendes Schauspiel zu beobachten, da ein Wal sich aus dem Wasser erhob und in die Luft sprang.

„Wie wunderschön“, flüsterte sie, hingerissen von dieser wunderbaren Selbstverständlichkeit, in der sich das Leben in seiner überbordenden Fülle zeigte.

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Christian held Martinique’s hand gently but firmly. Involuntarily, she intertwines her fingers with his. One of his fingers followed one of her fingers so she would not lose him because she did not know the way. It was not necessary. She was sure she could trust him.
O-Erde9
„Do you see?“, He asked her, as she was still immersed in a before from which he wanted to bring her to him.
„Yes, I see,“ she answered softly, realizing that he had led her to where the ice never melted or should never melt. The rising sun made the snow crystals sparkle, and although they froze, they felt the invigorating warmth, that of the star and their togetherness, „Yes, I see,“ she repeated, entranced and lost at the same time.
„It took thousands of years for the ozone layer to be built around our earth, and it took us only decades to destroy it, and then the ice and snow will melt, sea levels rise, leaving vast areas of the coastal landscape uninhabitable Do not wait much longer, so look, as long as it still stands,“ he told her, causing her to shiver involuntarily.
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Christian hielt Martiniques Hand sanft aber bestimmt. Unwillkürlich verflocht sie ihre Finger mit den seinen. Einer seiner Finger folgte auf einen ihrer Finger, damit sie ihn nicht verlöre, weil sie den Weg nicht kannte. Es war nicht notwendig. Sie war sich sicher, dass sie sich ihm anvertrauen konnte.

O-Erde9

„Siehst Du?“, fragte er sie, da sie noch in einem Vorher versunken war, aus dem er sie zu sich holen wollte.

„Ja, ich sehe“, antwortete sie leise, denn sie wurde gewahr, dass er sie dorthin geführt hatte, wo das Eis niemals schmolz oder niemals schmelzen sollte. Die aufgehende Sonne ließ die Schneekristalle glitzern, und obgleich sie froren, spürten sie die belebende Wärme, jene des Sterns und ihres Miteinander, „Ja, ich sehe“, wiederholte sie, hingerissen und versunken zugleich.

„Jahrtausende hatte es gedauert, dass die Ozonschicht um unsere Erde aufgebaut worden war, und wir brauchten nur wenige Jahrzehnte diese zu zerstören. Nicht mehr lange, dann wird das Eis und der Schnee schmelzen, der Meeresspiegel steigen, so dass weite Teile der Küstenlandschaften unbewohnbar werden. Nicht mehr lange. Deshalb sieh hin, so lange es noch steht“, erklärte er ihr, so dass sie unwillkürlich fröstelte.

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Expectations are deceptive, because they do not have much to do with reality. Mostly we fail because of the non-transferability of wishes. In retrospect, we call these expectations. Wishes can be dismissed as something nebulous. From expectations, we claim that they are predictable and therefore must be understood or seen by the other. It becomes especially fatal when we think that it has to understand itself and the other one is just not attentive enough if he does not see it. But nothing goes without saying in life. Only that nothing understands itself should understand itself. But then Martinique runs into open doors in the one, closed with the other, which can be quite painful, as she was already allowed to experience. From this she had learned to minimize her expectations, as far as others were concerned.
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Erwartungen sind etwas Trügerisches, denn sie müssen mit der Realität nicht viel zu tun haben. Zumeist scheitern wir an der Unübertragbarkeit von Wünschen. Diese nennen wir dann im Nachhinein Erwartungen. Wünsche können als etwas Nebulöses abgetan werden. Von Erwartungen behaupten wir, dass sie vorhersehbar sind und somit auch vom Anderen verstanden oder gesehen werden müssen. Besonders fatal wird es, wenn wir meinen, es müsste sich von selbst verstehen und der Andere ist bloß nicht aufmerksam genug, wenn er es nicht sieht. Doch nichts versteht sich im Leben von selbst. Nur, dass sich nichts von selbst versteht, sollte sich von selbst verstehen. Aber da rennt Martinique bei dem Einen offene Türen ein, bei dem Anderen geschlossene, was doch recht schmerzhaft sein kann, wie sie bereits erfahren durfte. Daraus hatte sie gelernt, ihre Erwartungen, soweit es andere betraf, auf ein Minimum herunterzuschrauben.

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„You’ve done something with me,“ Martinique began straightaway, after she had gone to the living room with all naturalness, where she dropped onto the couch.
„Take a seat,“ said Christian smugly, although his audacity amused him far more than that it bothered him.
„We do not have time for games now,“ she replied unruffled.
„All right, what’s so important that it does not allow any delay,“ he added to the seemingly inevitable, „What have I done to you?“
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