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Life is too short for boring stories

That’s how Yvonne and Mark spent the night, arm in arm. Arrived. Mark was the first to wake up and had to find his way around. Was it really true that this girl was lying next to him, full of trust and without a doubt? He gently stroked her cheek with his hand as if to make sure it wasn’t just a dream. Then Yvonne opened her eyes and smiled at him as if it were the most natural thing in the world. She quickly kissed him on the lips. A shiver ran through his body and he felt this feeling of connection while she was already making plans.
„What do you think of it when we go into town, stroll a little and have breakfast? I know a great place to have the tastiest vegan breakfast in town,” she suggested. Mark hadn’t thought much about his diet until now, but you could try it. Given the agility that Yvonne was showing, he began to doubt that vegans were hardened, malnourished and dogged, as it was always said.

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So verbrachten Yvonne und Mark die Nacht, Arm in Arm. Angekommen. Mark erwachte als erster und musste sich erst zurechtfinden. War es tatsächlich wahr, dass dieses Mädchen da neben ihm lag, voller Vertrauen und ohne Zweifel? Sacht strich er mit der Hand über ihre Wange, als müsste er sich vergewissern, dass es nicht nur ein Traum war. Da schlug Yvonne die Augen auf und lächelte ihn an, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Rasch drückte sie ihm einen Kuss auf die Lippen. Ein Schauder durchlief seinen Körper und er spürte diesem Gefühl der Verbundenheit noch nach, während sie bereits Pläne schmiedete.
„Was hältst Du davon, wenn wir in die Stadt gehen, ein wenig flanieren und frühstücken? Ich weiß ein tolles Lokal, wo sie das leckerste vegane Frühstück der Stadt haben“, schlug sie vor. Mark hatte bis jetzt nicht viel über seine Ernährung nachgedacht, aber man konnte es doch mal probieren. Angesichts der Agilität, die Yvonne an den Tag legte, begann er daran zu zweifeln, dass Veganer*innen verhärmt, mangelernährt und verbissen waren, wie es immer hieß.

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Suddenly Yvonne released herself from Mark’s hug and looked at him.
„What do you think of it when we go back to the booth and I introduce you to the others. You would be a great support for our work, of course only if you want to,” Yvonne suggested.
„Do you think?“ Mark asked and there was resignation in his voice,“ I cannot imagine that the others accept me.“
„And I’m sure of it,“ said Yvonne, convinced to take him by the hand and with him. When they arrived at the LLL booth, Yvonne went to the first activist without letting go of Mark’s hand.
„Stefan, may I introduce Mark to you,“ she said, whereupon the addressed Mark held out his hand.
„Hello. Nice to meet you,” said Stefan, as if it were the most natural thing in the world.

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Unvermittelt löste sich Yvonne aus Marks Umarmung und sah ihn an.
„Was hältst Du davon, wenn wir zum Stand zurückgehen und ich Dich den anderen vorstelle. Du wärst eine tolle Stütze für unsere Arbeit, natürlich nur, wenn Du willst“, schlug Yvonne ihm vor.
„Meinst Du?“, fragte Mark und es klang Resignation aus seiner Stimme, „Ich kann mir nicht vorstellen, dass mich die anderen akzeptieren.“
„Und ich bin mir sicher“, zeigte sich Yvonne überzeugt, um ihn an der Hand und mit sich mitzunehmen. Als sie beim Stand der LLL ankamen, ging Yvonne, ohne dass sie Marks Hand losließ, zum ersten Aktivisten.
„Stefan, darf ich Dir Mark vorstellen“, sagte sie, woraufhin der Angesprochene Mark die Hand reichte.
„Hallo. Schön Dich kennenzulernen“, meinte Stefan, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

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These injuries are memorable, externally and internally, accompany and shape us. It’s just a question of how we deal with them, but also how our environment responds. With Mark, people tried to avoid him as much as possible. As dangerous as he looked, he must have been. With the absolute certainty of the prejudices, they razor-sharp concluded that his scars must have come from tangible arguments he had caused. After all, he was the prime example of a rough block, insensitive, who only knows violence. They were done with that. Had they been sitting here, like Yvonne, they could have guessed that nothing was more from reality, from Mark’s real being, than these claims. But who takes the time to not just label someone else with prejudices, put them in a drawer and leave them there? Hardly anyone. Yvonne would have done it, even without kidnapping, but she knew that Mark had been disappointed so many times that he couldn’t believe it. Yvonne was also marked by this scar, but its shape made it easy to assume that she had been the victim. That changed a lot. Of course, Yvonne had tried to hide this blemish for a while, but at some point she was ready to say, „This is my story. Either you take me as I am or you leave it. „

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Diese Verletzungen prägen sich ein, äußerlich und innerlich, begleiten und prägen uns. Es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen, aber auch wie unsere Umwelt darauf reagiert. Bei Mark war es so, dass die Menschen ihn mieden, versuchten, ihm so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. So gefährlich er wirkte, musste er es wohl tatsächlich sein. Mit der absoluten Sicherheit von Vervorurteilenden schlossen sie messerscharf, dass seine Narben von handgreiflichen Auseinandersetzungen stammen mussten, die er verursacht hatte. Schließlich war er das Paradebeispiel eines groben Klotzes, unsensibel und gefühllos, der nur Gewalt kennt. Damit waren sie fertig. Hätten sie hier gesessen, so wie Yvonne, dann hätten sie erahnen können, dass nichts von der Wirklichkeit, von Marks echten Wesen entfernt war, als diese Behauptungen. Aber wer nimmt sich schon die Zeit, jemand anderen nicht einfach mit Vorurteilen abzustempeln, ihn in eine Schublade zu stecken und dort zu belassen? Kaum jemand. Yvonne hätte es getan, auch ohne Entführung, aber sie wusste, dass Mark schon so oft enttäuscht worden war, dass er es nicht mehr glauben konnte. Wohl war auch Yvonne durch diese Narbe gezeichnet, aber bei ihrer Gestalt war es leicht anzunehmen, dass sie das Opfer gewesen war. Das änderte vieles. Natürlich hatte Yvonne eine Zeit lang versucht diese Verunstaltung zu verstecken, aber irgendwann war sie so weit, dass sie sagte „Das ist meine Geschichte. Entweder man nimmt mich so, wie ich bin oder man lässt es.“

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Mark despondently dropped his hands. Now that he was so close to Yvonne, he seemed speechless. There was this tough, energetic girl who didn’t turn away from him, but even asked him to tell his story and he, with his inner and outer mutilations. He noticed how good she smelled. He stole his gaze over her body and noticed that the skirt was slightly shifted so that he could see the top of her stockings. He quickly looked away again, as if he had been caught doing something wrong. Yvonne must have noticed, but she was still smiling at him, encouraging and motivating.

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Mark ließ mutlos die Hände sinken. Jetzt, da er so nahe bei Yvonne saß, schien es ihm die Sprache zu verschlagen. Da war dieses taffe, energische Mädchen, das sich nicht von ihm anwandte, sondern ihn sogar aufforderte seine Geschichte zu erzählen und er, mit seinen inneren und äußeren Verstümmelungen. Er merkte wie gut sie roch. Verstohlen ließ er seinen Blick über ihren Körper wandern und bemerkte, dass der Rock ein wenig verschoben war, so dass er den oberen Rand ihrer Strümpfe erkennen konnte. Rasch sah er wieder weg, als wäre er bei einer Schandtat erwischt worden. Yvonne musste es bemerkt haben, aber sie lächelte ihn nach wie vor an, aufmunternd und motivierend.

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Yvonne slowly came to herself. „Where am I? How did I get here?”, she asked herself involuntarily. The memory came back slowly. She had been tired, had not eaten all day, and had been exposed to particularly intense discussions that morning. „How quickly people feel attacked,“ she kept thinking, „They are so afraid of losing something themselves if they show empathy for other living beings.“ Yes, it was fear that she had felt. The more aggressive, the more fearful, ultimately. That was her impression. And if she managed to break open that tank, it was recognizable and she had a chance to start. She had remained calm and serene, but it had been particularly stressful that day, so she just wanted to take a few minutes off, shake off the tension, and take the bias that she was beginning to feel in a positive direction. Then there was that dark figure that appeared to appear out of nowhere. That must have been the moment she passed out, because from then on, she remembered nothing.

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Yvonne kam langsam wieder zu sich. „Wo bin ich? Wie bin ich hierhergekommen?“, fragte sie sich unwillkürlich. Langsam kam die Erinnerung wieder. Sie war ermüdet gewesen, hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und war an diesem Vormittag besonders intensiven Disputationen ausgesetzt gewesen. „Wie schnell sich doch die Leute angegriffen fühlen“, hatte sie immer wieder gedacht, „Sie haben so große Angst, selbst etwas zu verlieren, wenn sie für andere Lebewesen Empathie aufbringen.“ Ja, es war Angst, die sie gespürt hatte. Je aggressiver, desto ängstlicher, letztlich. Das war ihr Eindruck. Und wenn sie es schaffte diesen Panzer aufzubrechen, dann war es erkennbar und sie hatte eine Möglichkeit anzusetzen. Sie war ruhig und gelassen geblieben, doch es hatte sie an diesem Tag besonders angestrengt, so dass sie einfach ein paar Minuten Pause machen wollte, die Anspannung abzuschütteln und die Voreingenommenheit, die sie langsam in sich aufsteigen gespürt hatte, in eine positive Richtung zu lenken. Dann war da diese dunkle Gestalt, die wie aus dem Nichts aufgetaucht zu sein schien. Das musste der Moment gewesen sein, in dem sie ohnmächtig geworden war, denn ab da erinnerte sie sich an nichts mehr.

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