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Life is too short for boring stories

Lukas Eltern waren inzwischen alt geworden, aber dennoch war es eher ungewöhnlich, dass zwei Menschen aus demselben Grund in einer Nacht starben, so nahe sie sich auch immer gestanden haben mochten. „Als wenn sich meine Eltern je nahegestanden waren“, dachte Lukas voller Verbitterung, „Mein Vater war der Tyrann und meine Mutter eine bessere Putzfrau, die …

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Vieles, was einem im eigenen Leben selbstverständlich ist, ist es für einen anderen ganz und gar nicht. Das ist wohl alles was es über mein Leben zu berichten gibt, vorerst, denke ich. Eigentlich nicht viel, was von vierzig Jahren Leben übrigbleibt, nicht viel, was erwähnenswert scheint.„Aber wo war denn nun der gravierende Fehler?“, fragt Lana, …

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Arm in Arm gehen sie weiter, lösen sich voneinander, ohne die Berührung zu verlieren, gehen miteinander, ohne den eigenen Schritt zu hemmen, bis sie den See erreichen, in dem sich der volle, klare Mond spiegelt, gehen den Steg entlang, bis zum Ende. Sie gehen bis zum Ende, zu diesem geheimnisvollen, neuentdeckten Raum, den das Wir …

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Es war eine wunderschöne, klare Vollmondnacht, diese Nacht, als ich sie entdeckte, an den Stamm der Weide gelehnt, ganz klein, ganz versteckt, ganz in sich gekehrt. Eine beunruhigende Ruhe ging von ihr aus, und da selbst die Weide nicht sprach, da der Wind noch schlief, setzte ich mich ganz einfach zu ihr, neben sie, ohne …

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Es wird uns gesagt, dass wir immer mehr haben wollen, noch mehr an Dingen, noch mehr an Abenteuern. Doch dafür müssen wir arbeiten, denn wir müssen das Geld verdienen, um die Dinge kaufen zu können, von denen wir nichts haben, als ein Mehr an Belastung. Und wo bleibt das Leben? Zusammensitzen, plaudern, den Sonnuntergang erleben, …

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Es war doch bloß ein Wort.Es war bloß ein Wort, unbedacht vielleicht.Es war bloß ein Wort, wie jedes andere, doch wir hatten die Situation missachtet.Es war nicht mehr bloß ein Wort, in dieser Situation.Es war ein Stein, den wir zwischen uns warfen.Es war ein Stein, aus dem ein Felsen wuchs.Es wurde ein Felsen, weil wir …

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Die Berührung ist immer unmittelbar. Sie ist leise, zart und nachdrücklich, aber immer unmittelbar, ohne ein Dazwischen, ohne Vermittlung. Sie ist unmittelbar als Gabe und Annahme. Vielleicht zurückhaltend, zaghaft oder erobernd, forsch, aber immer unmittelbar. Du kannst Dich nicht vertreten lassen. Sie geschieht, zwischen mir und Dir. Die Berührung ist immer enthüllend. Nichts was Du …

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Ich möchte Dir begegnen, ja, aber nicht in der Geschäftigkeit des Tages, wo Du mit den Gedanken zurück und nach vorne wechselst, wo Du nicht bleiben kannst, weil Dich der Aktionismus in den Krallen hat und Du nicht auskommst, wenn schon ein paar Minuten körperlich, so doch nicht gedanklich. Du denkst an all das, was …

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Eigentlich liebten sie sich. Natürlich hatte es viele Jahre gegeben, in denen sie es einfach getan hatten, ohne viel darüber nachzudenken. Nein, das ist jetzt falsch. Ganz am Anfang, da taten sie kaum etwas anderes, als sich darüber Gedanken zu machen, über einander, über Dich und mich und über ihre Liebe. Damals durchforsteten sie ihr …

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Heiter bis wolkig, hatte der Wetterbericht behauptet, doch als ich gerade von einem Termin zum nächsten hetzte, kurz einen Blick Richtung Himmel warf, weil ich gezwungen war für einen Moment innezuhalten, da stellte ich fest, dass es doch eher wolkig bis heiter zu nennen war, oder eigentlich überhaupt wolkig. Aber vielleicht bildete ich mir das …

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