Dia.logue (7): There is no back

I have tasted it, the miracle of becoming You, the miracle of the becoming human, the incarnation, the flesh-born acceptance. I sat down and satiated, on the one word that made something of what I was not before. Or is it? Has not there been a time when I was it? Has not there been a time when I saw the word not as spoken, but as being, in the pre-linguistic nature of my existence, in which I was still so close to being, and yet no one had departed me from it? Has not there been a time when I was just there without having to be aware of it before? Has not there been a time of perfect innocence and closeness? Has not there been a time when I was whole?

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Dia.log (7): Es gibt kein Zurück

Ich habe es gekostet, das Wunder des Du-geworden-seins, das Wunder der Menschwerdung, der Inkarnation, der fleischgewordenen Annahme. Ich habe mich daran gesättigt und gelabt, an dem einen Wort, das etwas aus mir machte, was ich zuvor nicht war. Oder doch? Hat es nicht eine Zeit gegeben, in der ich es war? Hat es nicht eine Zeit gegeben, in dem ich das Wort nicht als gesprochenes gewahrte, sondern als seiendes, in der Vorsprachlichkeit meiner Existenz, in der ich noch so nahe am Sein war und mich noch niemand davon abgenabelt hatte? Hat es nicht eine Zeit gegeben, in der ich es einfach nur war ohne es mir zuvor bewusst machen zu müssen? Hat es nicht eine Zeit der vollkommenen Unschuld und Nähe gegeben? Hat es nicht eine Zeit gegeben, in der ich ganz war?

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Dia.logue (6): Held in life

I sit at the window and look out. The world is so vast and confusing. So completely impregnable and so disconcerting. I look out and see things that I can name, but do not know who compose in me the vastness of the lostness. That is why I go away from the window to limit my gaze, so as not to run the risk of exposing myself to this vastness of lostness, but the narrowness of the room is also unable to remove my fragmentation and alienation. So I close my eyes and turn to myself, but in me I find an empty, meager field. And the breadth of me accompanies me to the core. But where should I still flee from myself, where do I turn, where hide me?

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Dia.log (6): Im Leben gehalten

Ich sitze am Fenster und sehe hinaus. Die Welt ist so weit und unübersichtlich. So gänzlich uneinnehmbar und so befremdlich. Ich sehe hinaus und sehe Dinge, die ich benennen kann, aber nicht kenne, die in mir die Weite der Verlorenheit komponieren. Deshalb gehe ich weg vom Fenster um meinen Blick einzuschränken, um nicht Gefahr zu laufen mich dieser Weite der Verlorenheit preiszugeben, doch auch die Enge des Raumes vermag mich nicht meine Zersplitterung, meine Entfremdung aufzuheben. Deshalb schließe ich die Augen und wende mich in mich, doch in mir finde ich ein leeres, karges Feld. Und die Weite begleitet mich bis ins Innerste. Doch wohin sollte ich noch fliehen aus mir, wohin mich wenden, wo mich verstecken?

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Animal rights instead of animal protection

Protection means that I give someone who is inferior to me a kindness which I do not have to give him, but comes out of pure magnanimity, sometimes from sense of responsibility, otherwise from a mood or often for love, as the mother gives her child proves where it should be, for the child is in need of protection. Thus, images are automatically added to my head. A human mother carrying her child in her arms, a chicken mother hatching her babies under her wings, or a suckling cow standing in front of her calf. In the moment of neediness and danger it is appropriate to grant a duty, but ultimately it remains a gesture of superiority to a subordinate, one who has the power to grant protection to one who receives grace. This is, to a certain extent, appropriate in dealing with animals. In an acute case, to protect the integrity of a living being, that should be self-evident.

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Tierrecht statt Tierschutz

Schutz bedeutet, dass ich jemandem, der mir unterlegen ist, eine Gefälligkeit zukommen lasse, die ich ihm nicht zukommen lassen muss, sondern aus reiner Großherzigkeit entsteht, manchmal auch aus Verantwortungsbewusstsein, andernfalls aus einer Laune oder oftmals aus Liebe, wie sie die Mutter ihrem Kind erweist, wo es auch hingehört, denn das Kind ist des Schutzes bedürftig. So kommen auch automatisch Bilder in meinen Kopf. Eine Menschenmutter, die ihr Kind im Arm trägt, eine Hühnermutter, die ihre Babys unter ihre Flügel schlüpfen lässt oder eine Mutterkuh, die sich vor ihr Kalb stellt. Im Moment der Bedürftigkeit und der Gefahr ist es angebracht, ja eine Pflicht Schutz zu gewähren, doch letztlich bleibt es eine Geste eines Überlegenen einem Unterlegenem gegenüber, eines, der die Macht hat Schutz zu gewähren zu einem, der eine Gnade empfängt. Auch dies ist bis zu einem gewissen Grad im Umgang mit Tieren angebracht. Im Akutfall die Unversehrtheit eines Lebewesens zu schützen, das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

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Dia.logue (5): Filled with life

Man is in a position, indeed rightly called, to live and show excellence in showing empathy. In your eyes I read your joy as your mourning, your happiness as your pain, and I make it my own, go with you, live with you, cry or laugh with you, mourn or rejoice with you into the history that is yours, dive in and live with it, this your story which shaped you, who put you before you as you are, in all your touchability and vulnerability, dive into your history, in which you when you open it to me, your achievement as your failure, your loving like your hatred, your desires as your loss, your striving like your despair, in everything you are, and in everything I am you I can tell you when I let myself be captivated. I can tell you, if I get to know it, or feel distant.

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Dia.log (5): Mit Leben erfüllt

Der Mensch ist in der Lage, ja geradean dazu berufen und ausgezeichnet darin, Empathie zu zeigen, zu leben. In Deinen Augen lese ich Deine Freude wie Deine Trauer, Dein Glück wie Deinen Schmerz, und ich mache es mir zu eigen, gehe mit mit Dir, lebe es mit Dir, weine oder lache mit Dir, trauere oder freue mich mit Dir. Ich tauche ein in die Geschichte, die Deine ist, tauche ein und lebe sie mit, diese Deine Geschichte, die Dich prägte, die Dich vor mich stellte wie Du bist, in all Deiner Antastbarkeit und Verletzlichkeit, tauche ein in Deine Geschichte, in der Du Dich mir anvertraust, wenn Du es mir eröffnest, Dein Erreichen wie Dein Versagen, Dein Lieben wie Dein Hassen, Dein Wünschen wie Dein Verloren-sein, Dein Streben wie Dein Verzagen, in allem bist Du, und in allem bin ich Dir. Und wenn jetzt jemand daran geht seine Geschichte festzuhalten, in einer Weise, dass sie uns zugänglich gemacht wird, so kann ich sie annehmen, aufnehmen und weiterreichen, kann mich darin finden oder mich entfernt fühlen, kann ich Dir erzählen, wenn ich mich fesseln ließ.

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Human rights require animal rights

Whoever says that he has nothing to do with animal rights, because there is so much suffering in the world that affects people and one must first strive for human rights and their enforcement, commits a straightforward misunderstanding. Because human rights and animal rights and their implementation require that one has respect and veneration for life. Who tortures animals does not stop even in front of humans. Whoever glances at the sight of an animal only the Euro signs in the eyes, makes it also with humans. This is why it is high time to speak neither of human nor of animal rights, but of the right to live. One of these fundamental rights is that every living being has the liberty to unfold freely in its surroundings, according to its nature, in the social association which is typical of it. This alone shows how fully human rights depend on animal rights.

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Tierrechte schützen Menschenrechte

Wer sagt, er habe mit Tierrechten nichts am Hut, weil es doch so viel Leid auf der Welt gäbe, das Menschen betrifft und man müsse sich zuerst um die Menschenrechte und deren Durchsetzung bemühen, begeht eine glatte Themenverfehlung. Denn Menschenrechte und Tierrechte und deren Umsetzung setzen voraus, dass man Respekt und Ehrfurcht vor dem Leben an sich hat. Wer Tiere quält, macht auch vor Menschen nicht halt. Wer beim Anblick eines Tieres nur die Eurozeichen in den Augen glitzern hat, macht es auch beim Menschen. Deshalb wäre es höchste Zeit weder von Menschen- noch von Tierrechten zu sprechen, sondern von Lebensrechten. Eines dieser grundlegenden Rechte bestünde darin, dass jedes Lebewesen die Freiheit habe sich in seinem Umfeld, seiner Natur gemäß, in dem ihm typischen Sozialverband frei entfalten kann. Schon allein daran lässt sich zeigen wie umfassend Menschenrechte von Tierrechten abhängen.

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