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Life is too short for boring stories

Du sitzt auf der Terrasse. Die Arbeit für heute ist getan, denkst Du. All die großen und kleinen Dinge, die Du zu erledigen hattest. Manches ist wohl auch liegengeblieben, aber das ist nicht so dringend. Das kannst Du auch noch morgen erledigen, oder vielleicht doch noch heute, wenn Du Dich dazu aufraffen könntest. Du beschließt …

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Marianne war Mutter von vier Kindern. Die drei Großen waren schon rausgewurschtelt, wie man so schön sagt. Drei Mädchen waren es, 20, 18, und 16 Jahre alt. Drei brave Mädchen. Es hatte keine nennenswerten Schwierigkeiten gegeben. Alles verlief nach Plan. Rund um sie erlebte sie immer wieder Familien, die sog. „Problemkinder“ hatten, wobei sie es …

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Doch da gibt es auch die Uniformen, daneben, die nicht als solche ausgewiesen sind, aber dennoch von den, mit der Gesellschaft vertrauten, sofort eingeordnet werden können. Die Geschäftsleute, die Arbeiter*innen, die Hippen und Angesagten, die Seriösen, die Reichen und die, die so tun, die Armen, und die, die so tun, als wären sie es nicht, …

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„Du liebst mich“, denkt er, „Und eigentlich hast Du mich schon immer geliebt. Du hast es Dir nur nicht eingestanden, nicht zugestanden. Wie ein Licht in der maroden Dunkelheit, eine Positionierung inmitten der Unbestimmtheit Deines armen, trostlosen Lebens. Doch was, so hattest Du Dich sicher gefragt, was, wenn ich Dich verlassen hätte, wenn Du es …

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„Der ist doch behindert!“, ist das erste, was Du von Dir gibst, als Du Dich zu mir setzt, die Nasenflügel wie Nüstern gebläht. Ich frage mich gerade, ob Du jetzt noch ein Wiehern nachsetzt, doch Du lässt es aus und verbleibst verbal in der Menschensprache, „So blöd, das darf doch nicht wahr sein.“ Ich tue …

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Die Mauer stand, festgefügt, zwischen uns. Nahm uns den Blick zueinander und das Zueinander, nahm uns die Ansprache aufeinander und das Aufeinander-zu. Und der Waggon rollte weiter, ungelenkt, ungebremst, dem Abhang entgegen.

Der Waggon raste weiter, ungelenkt, ungebremst, dem Anhang entgegen, und niemand war da, der eine Weiche umstellen konnte. Oder wollte? Instinktiv war ich von Dir weggerückt, auch äußerlich. Instinktiv hatte ich die Arme vor der Brust gekreuzt, um mich noch unzugänglicher zu machen, mich noch mehr zu verschließen. Ein einziges Wort zu viel, löste eine …

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Was für ein Abenteuer, wenn sich der Großvater Zeit nahm und den Kindern die Verstecke im Wald zeigte, von Fuchs und Dachs, wenn der beste Standort für ein Baumhaus gesucht wurde und die Kinder die geheiligten Hallen der Werkstatt betreten durften, natürlich nur unter dem strengen Blick und der fachmännischen Anleitung des Großvaters. Vogelhäuschen bauen, …

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Für jede Kulturtechnik, die wir erlernen, geben wir eine Fähigkeit ab. Für jede Bequemlichkeit müssen wir mit dem Verlust einer Fertigkeit bezahlen. So gab es bis vor ein paar Jahrzehnten auf dem Balkan Erzähler, die Epen mit hunderten Strophen auswendig wussten, und das, weil sie nicht lesen konnten. Menschen, die nicht lesen können, wird berichtet, …

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Es wird uns gesagt, dass wir immer mehr haben wollen, noch mehr an Dingen, noch mehr an Abenteuern. Doch dafür müssen wir arbeiten, denn wir müssen das Geld verdienen, um die Dinge kaufen zu können, von denen wir nichts haben, als ein Mehr an Belastung. Und wo bleibt das Leben? Zusammensitzen, plaudern, den Sonnuntergang erleben, …

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