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Life is too short for boring stories

„Du liebst mich“, denkt er, „Und eigentlich hast Du mich schon immer geliebt. Du hast es Dir nur nicht eingestanden, nicht zugestanden. Wie ein Licht in der maroden Dunkelheit, eine Positionierung inmitten der Unbestimmtheit Deines armen, trostlosen Lebens. Doch was, so hattest Du Dich sicher gefragt, was, wenn ich Dich verlassen hätte, wenn Du es …

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„Der ist doch behindert!“, ist das erste, was Du von Dir gibst, als Du Dich zu mir setzt, die Nasenflügel wie Nüstern gebläht. Ich frage mich gerade, ob Du jetzt noch ein Wiehern nachsetzt, doch Du lässt es aus und verbleibst verbal in der Menschensprache, „So blöd, das darf doch nicht wahr sein.“ Ich tue …

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Die Mauer stand, festgefügt, zwischen uns. Nahm uns den Blick zueinander und das Zueinander, nahm uns die Ansprache aufeinander und das Aufeinander-zu. Und der Waggon rollte weiter, ungelenkt, ungebremst, dem Abhang entgegen.

Der Waggon raste weiter, ungelenkt, ungebremst, dem Anhang entgegen, und niemand war da, der eine Weiche umstellen konnte. Oder wollte? Instinktiv war ich von Dir weggerückt, auch äußerlich. Instinktiv hatte ich die Arme vor der Brust gekreuzt, um mich noch unzugänglicher zu machen, mich noch mehr zu verschließen. Ein einziges Wort zu viel, löste eine …

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Was für ein Abenteuer, wenn sich der Großvater Zeit nahm und den Kindern die Verstecke im Wald zeigte, von Fuchs und Dachs, wenn der beste Standort für ein Baumhaus gesucht wurde und die Kinder die geheiligten Hallen der Werkstatt betreten durften, natürlich nur unter dem strengen Blick und der fachmännischen Anleitung des Großvaters. Vogelhäuschen bauen, …

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Für jede Kulturtechnik, die wir erlernen, geben wir eine Fähigkeit ab. Für jede Bequemlichkeit müssen wir mit dem Verlust einer Fertigkeit bezahlen. So gab es bis vor ein paar Jahrzehnten auf dem Balkan Erzähler, die Epen mit hunderten Strophen auswendig wussten, und das, weil sie nicht lesen konnten. Menschen, die nicht lesen können, wird berichtet, …

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Es wird uns gesagt, dass wir immer mehr haben wollen, noch mehr an Dingen, noch mehr an Abenteuern. Doch dafür müssen wir arbeiten, denn wir müssen das Geld verdienen, um die Dinge kaufen zu können, von denen wir nichts haben, als ein Mehr an Belastung. Und wo bleibt das Leben? Zusammensitzen, plaudern, den Sonnuntergang erleben, …

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Du sagst, meine Augen hätten ihren Glanz verloren, seit ich Dich verlassen habe. Du fandest darin so viel sprühende Lebensfreude und Heiterkeit, Ausgeglichenheit und Verbundenheit, Verstehen und Verträumtheit, Lachen und Glück. Eben all das, was ich nur verspüren könne, wenn ich mit Dir zusammen bin. Deshalb wäre es nur folgerichtig, dass meine Augen ihren Glanz …

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Zeig mir,aus der Fülle meiner Träume einen,der sich nicht um das Du drehte,seitdem. Seit wem? Zeig mir,aus der Unzahl meiner Gedanken einen,der nicht Deinen Namen berührte,seitdem. Seit wem? Zeig mir,aus der Unentwirrbarkeit meiner Blicke einen,der Dich nicht suchte,seitdem. Seit wem? Zeig mir,aus der Unerschlossenheit meiner Worte eines,das seinen Bestand unvereinbar hielt mit Dir,seitdem. Seit wem? …

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Nachts war es,die Tür ward geschlossen,als sie mich zu bleiben bat,nur mich. Nachts war es,der volle Mond schien,als sie mich mitnahm,hinaus auf den Hof,nur mich. Nachts war es,die Erregung groß,als sie ihre Röcke hob,mir ihre Lippen zu öffnen,nur mir. Nachts war es,das Feuer ward entzündet,als ich mich in ihr fand,das Geheimnis zu empfangen,nur ich.

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