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Life is too short for boring stories

Seit einigen Wochen nun gingen Sybille, Lukas und Rolf regelmäßig miteinander spazieren, so dass sie sich näher kennenlernten. So erfuhr Rolf, dass Sybille nach Abschluss ihres Studiums der Philosophie als freiberufliche Journalistin zu arbeiten begann. Nachdem ihr Vater gestorben war, zog sie zu ihrer Mutter, zurück in ihr Elternhaus in dieser Straße. Lukas wiederum erzählte …

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Lukas Eltern waren inzwischen alt geworden, aber dennoch war es eher ungewöhnlich, dass zwei Menschen aus demselben Grund in einer Nacht starben, so nahe sie sich auch immer gestanden haben mochten. „Als wenn sich meine Eltern je nahegestanden waren“, dachte Lukas voller Verbitterung, „Mein Vater war der Tyrann und meine Mutter eine bessere Putzfrau, die …

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Von klein auf sind wir gefangen in Narrativen, die sinn- und identitätsstiftend wirken. Diese müssen weder logisch noch begründet sein. Es genügt, dass sie erzählt werden. Es sind genau diese Narrative, die uns in die Situation brachten, in der wir nun sind. Dennoch sind sie veränderbar. Wie, das möchte ich in dieser Episode am Beispiel …

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„Ich brauche Dich“, sagtest Du – ich sagte nichts.„Ich brauche Dich, wie die Luft zum Atmen“, sagtest Du – ich sagte nichts.„Ich brauche Dich wie das Wasser, um nicht auszutrocknen“, sagtest Du – ich sagte nichts.„Ich brauche Dich, wie die Pflanzen die Sonne brauchen, um zu wachsen“, sagtest Du – ich sagte nichts, nur wurde …

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Marianne fand ihren Mann geistesabwesend auf der Couch sitzend vor, als sie von der Arbeit nach Hause kam, den Brief immer noch in Händen haltend, den Blick ins Leere gerichtet. Sanft nahm sie ihm das Schriftstück ab und las es sorgfältig. Dann setzte sie sich neben ihn, strich ihm zärtlich über den Rücken und meinte: …

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Willi Worschak lebte seit er denken konnte in einer Wohnung, mit Wasser und Clo am Gang. Zuerst mit seinen Eltern, dann als er geheiratet hatte, mit seiner Frau Marianne. Gemeinsam hatten sie drei Kinder bekommen, die mittlerweile so alt waren, dass sie ihr eigenes Leben führten. Zimmer-Kuchl-Kabinett. Die Standardausführung. Acht Parteien am Gang. Man wusste …

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Zwei Minuten später stehen Nona und Lana wieder in der Türe.„Da ist noch was, was uns interessieren würde“, sagt Nona atemlos, „Ist es nicht seltsam, dass eine kriminelle Vereinigung ein Zeichen trägt, noch dazu so ein auffälliges an einer Stelle, an der es jeder sehen kann?“„Hat doch einige Zeit gedauert bis ihr das bemerkt habt“, …

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Diese Angst hatte etwas Lähmendes, denn ich konnte niemals sagen, wann sie zuschlagen. Doch die Gefahr war immer präsent, und es musste auch nicht heute oder morgen sein. Oft konnten viele Jahre vergehen. Zeit genug, um sich in Sicherheit zu wiegen, doch dann kam es, wie ein Schlag aus heiterem Himmel, wenn man nicht mehr …

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Ich genieße den Tee. Earl Grey, denke ich, aber so sicher bin ich mir nicht. Dazu gibt es englisches Teegebäck.„Sind die etwa selbstgemacht?“, frage ich, als ich bei den Scones zugreife und feststelle, dass sie noch warm sind, wie frisch aus dem Ofen.„Ja, klar“, erklärt Nona, und will wohl schon ansetzen mir die Zubereitungsweise zu …

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Ich höre wie ein Tablett abgestellt wird, auf dem niedrigen Tisch, der neben der Couch steht. Langsam öffne ich die Augen.„Möchtest Du auch eine Tasse Tee mit uns trinken?“, fragt die Frau, die neben mir gelesen hatte.„Ich denke, ich mag Tee“, antworte ich und setze mich vorsichtig auf, um den Herrn mit dem Presslufthammer in …

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