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Life is too short for boring stories

Wie bauen wir uns eine neue Welt, wenn die, die wir hatten, die einzige ist, die wir kannten? Nehmen wir uns nicht immer mit, in das Neue, selbst wenn wir inmitten des wilden, unberührten, haltlosen Chaos sitzen und eigentlich nichts haben, als uns im Miteinander? Nichts anderes? Doch so viel, doch alles, wenn Du so …

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Der Waggon war in den Abgrund gestürzt, war aufgeschlagen und zersplittert, zerborsten. Ich hatte zwar die Augen geschlossen, mich in das scheins Unausweichliche fallen lassen, in der stummen Erwartung, dass mir das gleiche widerfahren würde, doch als der Knall verklungen war und wieder Ruhe einkehrte, fühlte ich mich immer noch ganz und heil. Irgendetwas musste …

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Deine Welt und meine Welt – wie zwei Kreise, die nebeneinanderliegen, sich vielleicht berühren, doch niemals ineinander, niemals Übereinstimmung und vor allem niemals Verstehen finden. Was kann es auslösen, ein Wort, ein einziges Wort zu viel? Wie viel Schaden kann es anrichten? Und wie schnell ist Zwietracht gesät zwischen Dir und mir? Dieses eine, einzige …

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Für jede Kulturtechnik, die wir erlernen, geben wir eine Fähigkeit ab. Für jede Bequemlichkeit müssen wir mit dem Verlust einer Fertigkeit bezahlen. So gab es bis vor ein paar Jahrzehnten auf dem Balkan Erzähler, die Epen mit hunderten Strophen auswendig wussten, und das, weil sie nicht lesen konnten. Menschen, die nicht lesen können, wird berichtet, …

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Du hast natürlich recht, es ist lange her. Wenn ich jetzt versuche mich zu entsinnen, so ist es, als würde ein ganzes Leben zwischen dem Damals, in dem Du mir Du warst, und dem Heute, da Du aus dem Du herausgetreten warst und mich als leere Du-Hülle zurückließt, liegen. Und ist dem nicht wirklich so? …

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Es war doch bloß ein Wort.Es war bloß ein Wort, unbedacht vielleicht.Es war bloß ein Wort, wie jedes andere, doch wir hatten die Situation missachtet.Es war nicht mehr bloß ein Wort, in dieser Situation.Es war ein Stein, den wir zwischen uns warfen.Es war ein Stein, aus dem ein Felsen wuchs.Es wurde ein Felsen, weil wir …

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Die Berührung ist immer unmittelbar. Sie ist leise, zart und nachdrücklich, aber immer unmittelbar, ohne ein Dazwischen, ohne Vermittlung. Sie ist unmittelbar als Gabe und Annahme. Vielleicht zurückhaltend, zaghaft oder erobernd, forsch, aber immer unmittelbar. Du kannst Dich nicht vertreten lassen. Sie geschieht, zwischen mir und Dir. Die Berührung ist immer enthüllend. Nichts was Du …

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Leben ist Präsenz. Wenn Leben lebendig ist, dann ist es in der Annahme des Moments, des Augen-blickes, der sich bietet, mit all seinen Annehmlichkeiten, mit all seinen Unannehmlichkeiten. Ist angenommen zu sein, annehmlich oder unannehmlich? So gesehen gibt es kein unannehmlich, es sei denn, wir negieren die einzige Zeit, die uns als lebendige geschenkt ist, …

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Das Glitzern zieht weiter, das Glitzern der Blauen Blume. Es führt mich zu einer Bank. Zwei Gestalten nehme ich aus, die offenbar nicht ruhig sitzen können. Immer wieder hüpfen sie auf, hinter die Bank, unter die Bank, verharren in kurzer Beobachtung, um wieder um die Bank herumzulaufen, wieder etwas Neues zu entdecken. Kurz halte ich …

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Ich lasse die Bank hinter mir und folge dem glitzernden Blau, das mich weiterführt zu der Bank, auf der Du sitzt. Meine Gefühle sind zwiespältig. Du wirkst abwesend, beachtest mich gar nicht. Ich verspüre den Wunsch Dich her zu holen, hierher zu mir, automatisch erwacht dieser Wunsch, doch im letzten Moment nehme ich mich zurück. …

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