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Life is too short for boring stories

Keine Eskapaden, keine extremen Situationen, keine Gefühlsausbrüche, keine Gewalt und kein Verbrechen, nicht einmal das kleinste bisschen Unstimmigkeit. Davon gibt es nichts zu berichten, weil es weder hörens- noch lesenswert erscheint.   Wenn ich darüber nachdenke, dann fällt mir ein, wie es ist. Einfach ist. Ich wache auf. Der Wecker hat geklingelt. Im Halbschlaf schon …

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Es war eine jener seltenen Gelegenheiten, da ich unverhofft Zeit für mich hatte. So ging ich in mein Lieblingscafé und freute mich schon darauf in Ruhe zu lesen. Ich hatte gerade das Buch aufgeschlagen, als ich hinter mir die typischen Geräusche einer herannahenden Mädchengruppe vernahm. Leises Stimmengeflimmer, dazwischen Gekicher, das Rascheln der Gewänder und die …

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Sarah und Jonas Wegener hatten mich nach Hause begleitet, bis vor die Haustüre hatten sie mich gebracht bevor sie sich von mir verabschiedeten, damit ich sie am nächsten Tag an eben jener Stelle wieder begrüßen konnte. Ich hatte Tee und Kuchen vorbereitet, das Feuer brannte im Kamin, als das Ehepaar eintrat.   Während der nächsten …

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Nach einer unruhigen Nacht auf See und etlichen Stunden in einem mindestens genauso heftig schüttelnden Bus, erreichte ich endlich mein Ziel, Ballydavid, einen Ort an der Westküste der Halbinsel Dingle gelegen, im County Kerry in der Provinz Munster. Nach langem Suchen hatte ich endlich ein passendes Haus gefunden, ein rundes, mit Blick auf den Atlantik …

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Es war mittlerweile dunkel geworden, während wir uns im Restaurant der Fähre mit dem wohlklingenden Namen „Oskar Wilde“ einfanden. Die Iren werden ganz offensichtlich nicht müde sich mit ihren berühmten Namen zu schmücken, wobei geflissentlich darüber hinweggesehen wird, dass der Träger dieses klingenden Namens zwei Jahre wegen homosexueller Handlungen im Gefängnis saß, woran er auch …

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Am späten Nachmittag hatte die Fähre abgelegt. Die See war ruhig und der Himmel wolkenlos. Meine Gefühle waren eher gemischt, als ich Barnabas einpacken musste und der Spedition übergab. Allzu oft hatte ich schon darauf vergessen, dass er ja letztendlich doch kein Mensch war, dass er weder Hunger noch Durst, weder Kälte noch Hitze erleiden …

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Sarah Wegener schüttelte traurig und auch ein wenig irritiert den Kopf. Ihr vormals dunkles Haar, das nun mit grauen Strähnen durchsetzt war, hatte sie in einem strengen Knoten zusammengebunden. Mit ihren fast fünfzig Jahren hatte sie nicht nur Jahre, sondern mehr Lebenserfahrung gesammelt als manch einer in zwei Leben nicht geschafft hätte. Gemeinsam mit ihrem …

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