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Life is too short for boring stories

„Jetzt erzähl endlich!“, forderte mich meine Freundin ungeduldig auf, „Wie bist Du bloß an den schrägen Vogel wieder geraten?“ Ich muss eingestehen, ich hatte sie schon lange darben lassen, während der Autofahrt und dem Weg zum Café hatte ich kein Wort gesagt. Erst als wir meinen Lieblingsplatz eingenommen, bestellt hatten und der Kellner unseren Tisch …

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Wäre ich nicht praktisch in Dich hineingelaufen, sondern hätte Dich rechtzeitig gesehen, so hätte ich mich in irgendeiner Kabine versteckt oder in einem Geschäft, in das Du garantiert nicht gehen würdest, wie einen von diesen Maskierungs- und Verschönerungsläden, aber ich konnte mich nicht retten. Wahrscheinlich war ich auch unaufmerksam. Einkaufszentren sind kein Ort, an dem …

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Man gewöhnt sich. Onto war ein Teil unserer kleinen Familie geworden, denn wir hatten uns vertraut gemacht, einander kennengelernt und angenommen in unserem jeweiligen So-Sein. „So wie Du bist“, sagte ich zu mir, um sofort zu ergänzen, „und wirst. In dem, in dem Du beständig bist und in dem, in dem Du wächst, so nehme …

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Rabe Onto, wie er von uns genannt wurde, hatte sich eingelebt. Er nahm sein Schicksal, vorübergehend nicht fliegen zu können, mit bewunderungswürdiger Gleichmut, hin. Immerhin konnte er noch gehen. Das tat er. Neugierig und wissbegierig, wie intelligente Lebewesen nun mal sind, erkundete er die Umgebung, untersuchte verschiedenste Materialien auf deren Belastbarkeit, bevorzugt mit dem Schnabel, …

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Aufrecht stolzierte der Rabe durch unser Wohnzimmer, am Abend des Tages, an dem wir ihn gefunden und ärztlich versorgen hatten lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch keinen Namen. Ich beobachtete ihn. Stolzieren war durchaus das passende Wort für die Art seiner Fortbewegung. Ab und an hielt er inne. Dann stand er da. Es schien, …

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