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Life is too short for boring stories

Rasch sah ich mich nochmals um, bevor ich es wagte, meinen Schatz in Augenschein zu nehmen. Es handelte sich tatsächlich um ihr Buch. Ich schlug es auf. Vielleicht würde ich einen Namen darin finden, zumindest das. Doch da war noch mehr, mehr als ich mir erträumen ließ, da stand nämlich nicht nur ihr Name, Vor- …

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Ich begann also darüber nachzudenken, sie anzusprechen. Doch es war nicht leicht. Es hatte sich ein gewisser Rhythmus eingestellt. Sie bestieg den Zug, ging zu ihrem Platz, lächelte mir zu, nickte wohl kurz zur Begrüßung, zumindest angedeutet, setzte sich und nahm ihr Buch zur Hand. Dasselbe Prozedere geschah jeden Morgen. Sobald sie in ihre Lektüre …

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Es geschah an einem bitterkalten Tag Ende November, als ich sie zum ersten Mal sah, in dem Zug, in dem ich seit Kurzem fuhr. Die Firma, für die ich arbeitete, war umgezogen. Günstiger gelegen für mich als zuvor, denn so konnte ich beinahe von Haus zu Haus mit dem Zug fahren. Der Bahnhof in der …

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Sue Sullivan war ein zierliches Mädchen von gerade mal 20 Jahren. Sie hatte die Lehre zur Buchdruckerin und -binderin absolviert, allen Unkenrufen zum Trotz. Schließlich handelte es sich um einen Beruf, den es eigentlich nicht mehr gab. Das machten jetzt alles Maschinen. Sie würde ihr Leben damit nicht bestreiten können, hatte man zu ihr gesagt. …

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Fenella kam nun jeden Tag, um mit Tinka spazieren zu gehen. Edgar war sehr dankbar dafür, denn er merkte, dass er körperlich immer schwächer wurde. Aber nicht nur das, Fenella half ihm auch im Laden aus, so dass sie immer mehr Teil seines Lebens wurde, auch wenn es sich bisher nur um einige Tage handelte. …

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Die alte Welt lassen sie hinter sich. Vielleicht werfen sie noch einmal einen Blick zurück, auf das andere Ufer, das sie hinter sich ließen, auf das Gestern und das Gewesene, doch sie haben entschieden und stehen in dieser Entscheidung. Darin wollen sie bleiben. Sie lassen nicht alles zurück, denn ganz egal, wohin es sie auch …

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Einen Schritt zurück, weg von der Treppe. Sie tasten an der Glaswand entlang, ob da nicht doch irgendwo ein Durchlass ist, den sie bisher übersehen hatten, bloß übersehen, einen Durchlass, der sie zueinander kommen lassen würde. Ja, es war gut, miteinander zu gehen, den Blick nach vorne und die eine Hand gebettet in die Hand …

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Sie treten hinaus in die klare, kalte Winternacht. Das Schneegestöber hat sich gelegt. Weiß angezuckert liegt die Landschaft vor ihr, unberührt und jungfräulich. Es ist ihr, als wären sie die einzigen Menschen, hier mitten im Jetzt und Da, die einzigen Menschen im Jetzt-Sein und Da-Sein.

An diesem Samstag im Mai beschloss meine Mutter Lotto zu spielen, zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben, denn eigentlich war sie eine sparsame Frau und ein klein wenig mathematisch begabt. Sie pflegte zu sagen, dass die Wahrscheinlichkeit von einem Flugzeug in der U-Bahn getroffen zu werden größer sei, als die einen Lottogewinn zu …

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… durch den Wald zu gehen, mit Dir, die frische, klare Winterluft einzuatmen und diese ganz besondere Atmosphäre wirken zu lassen. Es ist nichts weiter, als eine Ansammlung von Bäumen. Da tut sich doch nichts. Das ist doch langweilig. Es ist so schrecklich unhektisch und unspektakulär. Aber wer es atmen und riechen und fühlen kann, …

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