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Life is too short for boring stories

Ein Blick auf die Uhr ließ mich aufatmen. Eine ganze Stunde hatte ich noch Zeit zu arbeiten, bevor Du aufstehen würdest. Deshalb schrieb ich weiter, als mich Deine Stimme aufhorchen ließ. „Guten Morgen“, sagtest Du. „Wieso bist Du schon auf?“, fragte ich, ein wenig irritiert. „Das nenne ich doch einmal eine nette Begrüßung am frühen …

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Die Wissenschaftlerin in Grete war sofort Feuer und Flamme, auch wenn ihr nicht gefiel, was sie zu lesen bekam. „Liebe Grete“, las sie Gregors Nachricht, „Es ist sehr löblich von Dir, dass Du Dich für mich einsetzen möchtest, aber ich will das nicht und kann es auch nicht zulassen. Ich bin, so wie ich jetzt …

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Grete hatte sich viele Szenarien ausgemalt, von einer Verstümmelung bis zu einem schrecklichen Ekzem, das Gregor über Nacht überfallen hatte. Doch, was sie tatsächlich sah, das übertraf ihre kühnsten Vorstellungen. Nichts hatte darauf hingewiesen, nichts sie darauf vorbereitet, was sie zu sehen bekam. Der Schrei steckte in ihrer Kehle und wollte sich unbedingt Bahn brechen, …

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… durch den Wald zu gehen, mit Dir, die frische, klare Winterluft einzuatmen und diese ganz besondere Atmosphäre wirken zu lassen. Es ist nichts weiter, als eine Ansammlung von Bäumen. Da tut sich doch nichts. Das ist doch langweilig. Es ist so schrecklich unhektisch und unspektakulär. Aber wer es atmen und riechen und fühlen kann, …

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Onto kam und ging, wie es ihm gefiel. Manchmal flog er auf unseren Spaziergängen ein Stück mit und verschwand wieder. Es war schön ihn zu beobachten, in seiner Kraft und Freude, die das junge Leben schenkt. In welcher Intensität war er doch dem Leben verbunden, kostete, schöpfte es aus, ohne dass dessen Strom je weniger …

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Man gewöhnt sich. Onto war ein Teil unserer kleinen Familie geworden, denn wir hatten uns vertraut gemacht, einander kennengelernt und angenommen in unserem jeweiligen So-Sein. „So wie Du bist“, sagte ich zu mir, um sofort zu ergänzen, „und wirst. In dem, in dem Du beständig bist und in dem, in dem Du wächst, so nehme …

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Tschanigraben, das ist ein Ort mit knapp 60 Einwohnern, im südlichen Burgenland nahe Güssing und der ungarischen Grenze gelegen, malerisch, idyllisch und vor allem nicht überlaufen. Dorthin wollte ich fahren, umweltbewusst wie ich nun mal bin, mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachdem mir die offizielle Fahrplanauskunft eine Reisezeit von 11 Stunden und 45 Minuten angegeben hatte, immerhin …

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