novels4u.com

Life is too short for boring stories

Ich lasse die Bank hinter mir und folge dem glitzernden Blau, das mich weiterführt zu der Bank, auf der Du sitzt. Meine Gefühle sind zwiespältig. Du wirkst abwesend, beachtest mich gar nicht. Ich verspüre den Wunsch Dich her zu holen, hierher zu mir, automatisch erwacht dieser Wunsch, doch im letzten Moment nehme ich mich zurück. …

weiterlesen

Die Schönheit des Moments ist sein Erblühen.Die Tragik des Moments ist sein Ersterben.Leben vollzieht sich zwischen Erblühen und Ersterben.Nichts wird ihn wiederbringen.Nichts wird ihn hindern.Aber immer habe ich die Wahl.Jedes Mal aufs Neue. Im Rosengarten erscheint das Glitzern der Blauen Blume, die mir den Weg weist. Im Erwachen in die Nacht entdecke ich es, laufe …

weiterlesen

„Und was soll daran besser sein, wenn man in einem bestimmten Land geboren wird? Da kann man ja nichts dafür?“, warf Raphael ein. „Völlig richtig“, gab Lilith ihm Recht, „Aber es war auch so, dass es damals ganz viele arme Länder gab und ein paar reiche. Österreich war zum Beispiel eines der reichsten Länder der …

weiterlesen

Gedankenverloren sah Lilith in den sternenklaren Himmel, ihren Kopf in Adams Schoß gebettet, der am Stamm einer hohen Birke lehnte, auf dem ein Huhn sein Nachtquartier bezogen hatte. Bis vor Kurzem waren noch alle aus dem Häuserverband zusammengesessen, also alle, die Lust dazu hatten und zumeist hatten alle Lust, hier zu sitzen und zu plaudern. …

weiterlesen

Eigentlich liebten sie sich. Natürlich hatte es viele Jahre gegeben, in denen sie es einfach getan hatten, ohne viel darüber nachzudenken. Nein, das ist jetzt falsch. Ganz am Anfang, da taten sie kaum etwas anderes, als sich darüber Gedanken zu machen, über einander, über Dich und mich und über ihre Liebe. Damals durchforsteten sie ihr …

weiterlesen

„Meine liebe Luise“, begann er, in gewohnt sachlichem Ton, der ihm eigentümlich war, so wie der tadellos sitzende Anzug im dezenten Grau oder Dunkelgrau und die stets blank geputzten schwarzen Schuhe. Niemals versäumte er es, pünktlich um 17.00 Uhr die braunen Tagschuhe gegen die schwarzen Abendschuhe zu tauschen, wobei er – nur nebenbei bemerkt – …

weiterlesen

Es war noch früher Nachmittag. Die Sonne stand strahlend am Himmel, und ich war schon munter. Das durfte eigentlich nicht sein, denn es war die Dämmerung, in die ich erwachen sollte, und nicht in die Fänge der frühen Nachmittagssonne. Ziemlich zerknautscht und wohl auch verärgert überlegte ich, was mich geweckt haben könnte. Ich könnte doch …

weiterlesen

Das Sonnenlicht lässt die Luft flirren. Ich erwache unter dem Olivenbaum, unter dem wir uns betteten. Wie lange wir wohl geschlafen hatten? Ich weiß es nicht. Es ist Sommer. Mehr weiß ich nicht. Mehr brauche ich nicht zu wissen. Wir leben mit dem Wechsel der Jahreszeiten. Der Frühling geht und der Sommer kommt. Der Sommer …

weiterlesen

Wir wollen den Mond fangen, wie er sich im Wasser spiegelt und seine Spiegelung von den Wellen glätten und verzerren lässt. Wir wollen den Mond fangen, wie er sich leuchtend und funkelnd im Wasser ergießt, wie er sich neckend und spielend mit der Unbeständigkeit des Wassers vereint und wieder trennt. Wir wollen den Mond fangen, …

weiterlesen

Ich musste wohl eingeschlafen sein. Trotz allem war ich eingeschlafen, versunken in die Wärme Deiner Berührung und die der Nacht, versunken in Dich und in meine Gedanken. Ich musste wohl eingeschlafen sein, hinein in die aufgehende und untergehende Sonne, denn die Nacht war wiedergekehrt, und ich erwachte in Deine Arme.

%d Bloggern gefällt das: