Ausnutztiere (2)

Ausnutztiere (2) – Aktivismus

Fortsetzung der Liste der Ausnutztiere vom 02.07:

  1. Insekten: Wiederum finden wir diese in Zoofachhandlungen, als Futtertiere, zusammengepfercht in kleinste Behältnisse, gezüchtet, um verfüttert zu werden. Neuerdings werden sie auch in Intensivtierhaltung für den menschlichen Verzehr vermehrt, mit all den Nebenwirkungen jeder anderen Intensivtierhaltung.
  2. Bienen: Ausgebeutet als Honiglieferanten, der ihnen weggenommen wird und dafür minderwertiges Zuckerwasser verabreicht wird. Zerstörung der Lebensarbeit für die Gemeinschaft, allerdings für das Bienenvolk nicht dem Menschenvolk.
  3. Kaninchen: Werden auch sehr gerne für Experimente genutzt, allerdings auch als Haustiere, da sie nicht viel Aufwand bedeuten und vom hoffnungsvollen Menschennachwuchs allzu bald, als langweilig angesehen, ignoriert werden, um dann ein jämmerliches Dasein zu fristen. Aber auch zum Essen werden sie gezüchtet, sog. Fleischkaninchen, riesengroß und fleischlastig, natürlich. Aber auch für die Qualzucht werden sie hergenommen, wovon man sich auf Kleintierschauen überzeugen kann. Angorakaninchen werden für ihre Wolle ausgenutzt. Unter schrecklichen Schmerzen werden die Haare entfernt, entweder geschoren oder lebendig gerupft. Und natürlich werden tausende jedes Jahr von Jäger*innen zur Strecke gebracht. Nicht zu vergessen, die Jagd, wo die Damen und Herren diese Tiere völlig zweck- und sinnfrei massenhaft hinrichten.
  4. Schafe: Schafe sind nach wie vor fester Bestandteil der Küche, vor allem Lämmer zu Ostern bei den Christen und für die Gruppen, die nur geschächtetes Fleisch essen dürfen, sind sie die wesentlichsten Ausnutztiere. Geschächtet heißt übrigens betäubungsloses Töten. Daneben sind die Schafe so gezüchtet, dass ihr Fell immer nachwächst, so dass sie geschoren werden müssen. Diese Qualzucht ist ohne den Menschen nicht überlebensfähig. Schafmilch wird auch verwendet und zu Käse verarbeitet, so dass diese Schafmütter genauso leiden wie alle anderen Säugetiere, die für ihre Milch ausgebeutet werden.
  5. Ziegen: Ziegen trifft ein ähnliches Schicksal wie Schafe. Man denke an den Ziegenkäse und die Merino-Wolle. Wobei bei letzterer der perfide Verstand des Menschen wieder besonders viel Qual hineingezüchtet hat, um noch mehr, noch feinere Wolle zu bekommen. Da schreckt man auch nicht davor zurück, ihnen für mehr Wolle eine faltige Haut anzuzüchten, die sie anfällig macht für Überhitzung und Parasitenbefall. Immer wieder großartig zu erfahren, was der Mensch mit seinem großen Kopf so alles tolles erfindet.
  6. Kühe: Kühe werden weltweit in vielfältigster Weise ausgenutzt. Natürlich für ihr Fleisch, miserabelst auf Vollspaltenboden gehalten, am besten noch in Anbindehaltung. Aber da geht noch mehr, viel mehr. Kühe für Milch (Milchkühe gibt es nicht, nur Mütter mit Milchproduktion) haben so riesige Euter, dass der Mensch sie melken muss. Also muss er sie melken, weil er sie so gezüchtet hat. Ein typischer Fall von, ich habe etwas verschuldet, was ich dann als Grund vorschiebe, die weitere Ausnutzung zu rechtfertigen. Aber auch für die Lederindustrie werden sie massenhaft eingesetzt und bestialisch ermordet. Noch was? Die Stierkämpfe, nicht nur in Spanien, sondern auch in anderen Ländern wie Frankreich, Portugal, Mexiko, Venezuela und Peru, lassen Menschen diese wunderbaren Tiere grausamst ermorden. Oder ein Mordsspektakel auf Kosten der Stiere zum wiederholten Male in Pamplona stattfindet. Unter der Begeisterung der Zuschauer*innen werden die Stiere durch die Straßen getrieben. Und wofür das alles? Für den Adrenalinkick.
  7. Gänse: Diese Tiere werden lebend gerupft, schnell und brutal, so dass sie mit offenen Wunden weiterleben müssen, für eine kuschelige Daunendecke oder eine Polsterfüllung.
  8. Füchse: Füchse dürfen in unseren Breiten das ganze Jahr geschossen werden. Selbst zu der Zeit, zu der sie Junge haben, so dass diese, falls die Eltern erschossen werden, elendig verhungern. Die geschossenen Füchse werden nicht genutzt, sondern zum Großteil entsorgt. Gerechtfertigt werden die 45.000 toten Füchse in Österreich damit, dass sie Rehe reißen. Werden die Füchse geschossen, nimmt das Rehwild überhand, das die Jäger*innen dann schießen müssen. Wieder ein Fall von, ich hebe eine Grube aus, stelle fest, es ist ein Loch da, das ich dann leider wieder zuschütten muss. Außerdem gibt es auch immer noch sog. Schliefenanlagen, in denen – illegal – Füchse eingesperrt werden, um dann mit dem Hund die Baujagd zu trainieren. Auch die traditionelle Fuchsjagd in England, wird trotz Verbot immer noch durchgeführt, bei der Jäger*innen noch zu Ross, eine Meute Hunde einen Fuchs quasi zu Tode hetzen. Fuchspelz gibt es trotzdem. Der kommt aber nicht aus der Jagd, sondern von Pelztierfarmen, wo die Tiere auf engstem Raum grausamst gehalten und bestialisch ermordet werden.
  9. Enten: Enten werden in Österreich immer noch für die Jagdmordbelustigung gezüchtet, ausgesetzt und hingemetzelt.
  10. Auerhähne: Werden wieder beschossen, wegen einer hübschen Feder.
  11. Bären: Nicht nur in Zoos, auch für ihre Galle werden sie in Minikäfigen gehalten.

Fortgesetzt im nächsten Teil. Da gibt es noch sehr viele …

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