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Life is too short for boring stories

Liebe Freunde! Liebe Mitstreiter! Liebe Leidensgenossen! Wir alle wissen, wem wir unsere Misere zu verdanken haben. Seit mindestens 50 Jahren lassen wir diese Radikalemanzen nun tun was sie wollen, ohne sie in ihre angemessenen Schranken zu weisen. Eigentlich hätten wir damals, respektive unsere Väter, beim ersten Aufkeimen solchen Gedankenguts, wie es jetzt geradezu schick ist, …

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„Also das war so, Frau Rat“, begann der Angeklagte Viktor Z. zu berichten, „Ich besuchte mein Stammkaffee um zu frühstücken. Wie jeden Morgen. Da schaue ich mir halt auch immer die Leute an. Das macht doch jeder, Sie doch auch, Frau Rat?“ „Schildern Sie nur die Begebenheiten“, ermahnte ihn die Richterin. „Jawohl, Frau Rat“, zeigte …

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„Ich muss mit Ihnen sprechen!“, erklärte ich Melchior Mandl, so aufrecht wie möglich, denn dieser Mann war wirklich ein Koloss. Er war gerade in ein Gespräch eingebunden, aus dem ich ihn rüde herausriss. Sofort verstummten alle. Missmutig musterte er mich von oben bis unten, „Jetzt!“ fügte ich deshalb hinzu, um meiner Aufforderung noch mehr Gewicht …

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Die Soiree machte ihrem Namen alle Ehre. Verschiedenste Künstler*innen, mehr noch welche, die sich dafürhielten, bestritten das Programm. Verschiedentlich wurde rezitiert und gesungen. Es war mir völlig unmöglich, mich auf irgendetwas zu konzentrieren, außer auf sie. Es war, als wäre die ganze restliche Welt versunken und es gab nur mehr sie und mich. Dann endlich …

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Anna war unabhängig, sowohl finanziell als auch emotional. Ihr Leben war erfüllt von Tätigkeiten, die ihr nicht nur Spaß machten, sondern diesem – aus ihrer Sicht – auch Sinn gaben, begleitet von guten Freunden, die ihre Ansichten und Wertvorstellungen teilten. Sodass sie es nicht notwendig hatte, zusätzliche Bestätigung zu erhalten, indem sie sich einen Mann …

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Lintschi war mit ihren Bemühungen um die Verbesserung ihres Aussehens durchaus zufrieden, wie sie mit einem abschließenden Blick in den Spiegel in ihrem kleinen, aber feinen Hotelzimmer, das sie sofort nach der Ankunft in Paris bezogen hatte, feststellte. Das Kleid schmeichelte ihrer Figur und ließ ihr ausladendes Dekolleté zur Geltung kommen, ohne anzüglich zu wirken. …

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Mit der Zeit und dem Abstand verblasste die Erinnerung an die Frauen mit den Kopftüchern in Tschanigraben, ebenso wie ihr „da sei der Herrgott vor“, während Lintschi sich immer öfter der Lektüre der sog. Groschenromane hingab. Als erst war sie skeptisch gewesen. „Das hat doch nichts mit dem Leben zu tun“, doch als sie sich …

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