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Life is too short for boring stories

Es war einer jener Abende, die ich gerne mit einem Single Malt Whiskey ausklingen lasse, bedächtig und in Ruhe. Einfach nur zurücklehnen und den herben Geschmack des Gerstengetränks wirken lassen. Als Du Dich zu mir setztest. Es war mir nicht entgangen, dass Du Dich in der Öffentlichkeit immer wie ein Pfau in der Balzzeit benimmst. …

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Liebe Freunde! Liebe Mitstreiter! Liebe Leidensgenossen! Wir alle wissen, wem wir unsere Misere zu verdanken haben. Seit mindestens 50 Jahren lassen wir diese Radikalemanzen nun tun was sie wollen, ohne sie in ihre angemessenen Schranken zu weisen. Eigentlich hätten wir damals, respektive unsere Väter, beim ersten Aufkeimen solchen Gedankenguts, wie es jetzt geradezu schick ist, …

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Ich war zu Gericht geladen. Nicht als Angeklagte, nicht als Anklägerin, sondern als Zeugin. Es war nicht das erste Mal und wird wohl schwerlich das letzte Mal sein, doch jedes Mal überfällt mich schon beim Betreten des Gerichtsgebäudes eine ungeheure Anspannung. Nicht, weil ich mich schuldig fühlte, sondern weil man nie weiß, wie einem das …

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„Warum sagst Du nichts?“, kommt es spitz von einem der beiden Partner*innen, wenn man sich einmal in die sog. traute Zweisamkeit verirrt hat. „Weil ich gerade nichts zu sagen habe“, wäre die wohl ehrliche Antwort, aber sicherlich verfehlt, denn darauffolgt, ebenso unausweichlich, wie das Amen im Gebet, die Antwort: „Du meinst wohl, weil Du mir …

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„Also das war so, Frau Rat“, begann der Angeklagte Viktor Z. zu berichten, „Ich besuchte mein Stammkaffee um zu frühstücken. Wie jeden Morgen. Da schaue ich mir halt auch immer die Leute an. Das macht doch jeder, Sie doch auch, Frau Rat?“ „Schildern Sie nur die Begebenheiten“, ermahnte ihn die Richterin. „Jawohl, Frau Rat“, zeigte …

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Die Wissenschaftlerin in Grete war sofort Feuer und Flamme, auch wenn ihr nicht gefiel, was sie zu lesen bekam. „Liebe Grete“, las sie Gregors Nachricht, „Es ist sehr löblich von Dir, dass Du Dich für mich einsetzen möchtest, aber ich will das nicht und kann es auch nicht zulassen. Ich bin, so wie ich jetzt …

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Grete hatte sich viele Szenarien ausgemalt, von einer Verstümmelung bis zu einem schrecklichen Ekzem, das Gregor über Nacht überfallen hatte. Doch, was sie tatsächlich sah, das übertraf ihre kühnsten Vorstellungen. Nichts hatte darauf hingewiesen, nichts sie darauf vorbereitet, was sie zu sehen bekam. Der Schrei steckte in ihrer Kehle und wollte sich unbedingt Bahn brechen, …

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