Fortsetzung der Liste der Ausnutztiere vom 09.07.
- Hunde: Hier sind wir bei einer Spezies, von der in unseren Breiten so viele meinen, dass sie doch so geliebt werden. Das Herz und die Augen gehen den meisten über, wenn sie die Geschichten von geretteten Hunden sehen, egal woher. Was für ein Glück, dann kommt der Hund in ein liebevolles Heim. Und das gilt dann als Happy End. Dabei ist die Grausamkeit an Hunden kaum zu überbieten. Angefangen von sog. Hundeliebhaber*innen, die die Tiere emotional missbrauchen als Kinder- oder Partnerersatz. Auch zur Überbrückung der Pandemie wurden sie genutzt – und danach ins Tierheim abgeschoben. Oftmals ist man sich nicht im Klaren darüber, dass Hunde eine jahrelange Verpflichtung bedeuten, die nicht beim nächsten Urlaub endet. Aber sie stören dann und werden ausgesetzt oder ebenfalls ins Tierheim gebracht. Als Jagdhund und Spürhund, für das Militär werden sie ebenfalls verwendet. Besonders brutal ist das Hinmetzeln der Galgos in Spanien nach einer Jagdsaison, entweder, indem man sie aufhängt oder einfach verhungern lässt. Qualzuchten sind auch nicht unüblich. Rassen werden gezüchtet, deren Nasen so kurz sind, dass sie ihr Leben lang an Atemnot leiden. Schäferhunde werden immer noch so gezüchtet, dass eine Hüftdysplasie sehr wahrscheinlich ist. Hunde mit Merle Effekt erfreuen sich auch großer Beliebtheit, der oft zu Blind- oder Taubheit führt. Dackel mit ihrem in Vergleich zu den Beinen langen Rücken, gezüchtet, um sich bei der Baujagd mit Füchsen oder Dachsen anzulegen. Uvm. Sehr beliebt sind sie auch bei Tierexperimentator*innen, in erster Linie Beagles, die den grausamsten und zumeist völlig unnötigen wissenschaftlichen Versuchen unterzogen, gezüchtet, um pervers misshandelt zu werden, unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Natürlich werden auch Hunde gegessen, nicht nur in China. Und sie werden zu Pelz verarbeitet. Der beste Freund des Menschen – und diese Freundschaft wird ihm mit Grausamkeit, Ausbeutung, Misshandlung und einem gewaltsamen Tod gedankt. Nicht zuletzt gibt es immer noch Hundekämpfe und illegale Zuchten, bei der sog. Rassehunde am Fließband unter widrigsten Bedingungen gezüchtet werden.
- Katzen: Qualzuchtobjekte, Ziel von Sadist*innen, Experimentiertiere und gezüchtet für ihren Pelz. Immer wieder verschwinden auch bei uns Katzen und tauchen als Katzenfelle oder ganze Decken wieder auf. Massenvermehrer*innen züchten unter widrigsten Umständen am Fließband.
- Pferde: Pferde, der kleinen Mädchen liebstes Tier, der meisten zumindest, wird für den Reitsport in jeder Ebene missbraucht. Sei es als Trainingsobjekt der bezeichneten kleinen Mädchen, die oft nur in der Box stehen und warten, dass die Gnädigste Zeit hat. Aber auch im Spitzensport dient dieses Tier als Sportgerät. Egal ob Hindernislauf, beim Wettlauf, bei der Dressur bis hin zur Wiener Hofreitschule, diese Tiere werden zu Leistungen angetrieben, die weder gesund noch artgerecht sind, weil der Mensch daran Spaß hat. Geht es noch perfider? Klar, mehr geht immer noch. Pferdefleisch ist gerade in Italien eine Delikatesse, wird aber in Österreich auch noch immer angeboten. Als Fiaker- oder Droschkenpferde müssen sie dekadente Tourist*innen durch brennheiße Städte ziehen, die sich so wie die Sissi und ihr Franzl fühlen wollen, inmitten neumodischer Automobile. Was für eine Farce. Geht es noch perfider? Ja, sehr viel sogar. Die Blutstuten werden geschwängert, um ihnen Blut abzuzapfen, da dieses ein Hormon mit Namen PSMG, das in der Schweinezucht eingesetzt wird. Dann werden die Föten abgetrieben, um die Tiere neuerlich zu schwängern. Ebenso schwanger sind die sog. Urinstuten, weil in ihrem Urin ein Hormon gebildet wird, das dekadenten, überkandidelten, wehleidigen Frauen über die Menopause helfen soll. Diese werdenden Mütter werden angebunden, fast bewegungslos gehalten und bekommen viel zu wenig zu trinken.
- Schweine: Schweine sind wohl die Tiere, die am meisten ausgebeutet werden, zumindest was die Anzahl betrifft. Gehalten unter miesesten Bedingungen, auf Vollspaltenböden, umgeben von Artgenoss*innen und Exkrementen, hochgezüchtet innerhalb von sechs Monaten. Fast jedes dieser Tiere ist krank. Augenentzündungen von den Ausdünstungen der Exkremente und anhaltender Husten, bis hin zu Lungenentzündungen. Verletzte Gelenke vom scharfkantigen Boden. Ohren- und Schwanzbisse aus Langeweile.
All diese Lebewesen werden aus einem einzigen Grund vom Menschen inhaftiert, malträtiert, ausgebeutet, misshandelt, missbraucht und getötet: weil er es kann und Spaß daran hat, seine Macht zu demonstrieren. Mit den Mitteln des Menschen ist er jedem anderen Tier überlegen und nutzt diese Überlegenheit. Dabei wäre er durchaus in der Lage, genau das Gegenteil zu tun. Aber er hat sich, oder der Großteil davon, dafür entschieden, andere Tiere als Geschöpfe zu sehen, die er nach Belieben behandeln kann. Viele sind Täter*innen, der weitaus größte Teil stille Zuschauer*innen der Gewalt und natürlich Nutznießer*innen. Nur wenige treten dagegen auf, fordern Freiheit und Selbstbestimmung für diese Lebewesen, ein Ende der Nutzung und des Missbrauchs. Erstere werden als normal, gute Bürger*innen gesehen, während die, die gegen Schmerz und Leid sind, als extrem, radikal und militant beschimpft und diskreditiert werden.
Es ist eine lange Liste geworden. Deshalb habe ich sie auch in drei Abschnitte unterteilt. Es scheint auf den ersten Blick vielleicht ein wenig Durcheinander, aber ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass diese Liste keine Wertung enthält, sondern so, wie es mir eingefallen ist. Falls noch ein Tier fehlt, einfach schreiben an hello@novels4u.com.

