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Life is too short for boring stories

Nachdenklich betrat sie ihre Wohnung. Trotz des Zuspruchs, den sie erfahren hatte, fühlte sie sich schuldig, ihrem Freund gegenüber, der das doch so gewollt hatte und jetzt wer weiß was machte, dem Mann gegenüber, mit dem sie aus gewesen war, und der trotz allem ihre Freundschaft suchte, aber vor allem sich selbst gegenüber. Irgendwie hatte …

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Du wandtest Dich mir zu, als Du weitersprachst, in jener Vollmondnacht, wo wir den Regen endlich hinter uns gelassen hatten. „Ich zitterte vor Kälte und Anspannung. Nun wusste ich alles, alles, was ich nicht wissen durfte. ‚Nun wirst Du sterben und das, was Du gehört hast, wird für immer in Vergessenheit geraten’, sagte meine Tante …

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Lange verharrtest Du in dieser Stille, die ich nicht zu durchbrechen wagte. Es war mir, als müsstest Du Kraft schöpfen um weiter erzählen zu können. „Tante Morgana hatte mich mit dem Schürhaken so unglücklich getroffen, dass ich ohnmächtig geworden war. Ich erwachte, weil mir kalt war. Ein rauer Wind ging, dort oben auf der höchsten …

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Und Du lagst neben mir und erzähltest von den Ereignissen jener entscheidenden Nacht. „Den nächsten Tag verbrachte ich alleine. Mochridhe hatte sich in sein Zimmer zurückgezogen. Er wollte nachdenken. Vielleicht hatte er Hoffnung, dass es nicht sein könnte, was ich dachte, doch es war alles passend und stimmig. Doch für ihn bedeutete es eine Schuld …

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Ruhig und gleichmäßig ging Dein Atem. Sollte es nun doch endlich gelungen sein, dass Du angekommen warst an einem Ort, an dem Du Ruhe finden konntest? Ich ließ Dich weiterschlafen, auch wenn es mir nicht leicht fiel, denn ich wollte nur allzu gerne hören wie es weiterging. Vielleicht weil ich noch auf ein ganzes Happy …

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Immer war es dasselbe Bild. Wie Du das nur ertrugst, immer im Regen zu sein? Nach und nach fror ich immer mehr, aber meine Begierde mehr zu hören war größer als mein sich immer mehr steigernder Unwille gegen den Regen. Und Du kamst, verlässlich mit dem Regen.

Sie arbeitete. Ihre Hände waren zerfurcht. Der Ausblick aus ihrem Zimmer in den Hinterhof war trist. Heute hatte sie von Menschenrechten gelesen, in einer Zeitung. Recht auf Leben – das wahre Leben? Recht auf freie Meinungsäußerung – Recht auf Gehört-werden? Recht auf Gottesverehrung – das Angenommen-sein? Jeder hat ein Anrecht auf sein Stück vom Glück …

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war ich eigentlich zunächst mit dem Vorsatz angetreten, nun endgültige alle Belanglosigkeiten aus meinem Leben zu streichen. Dinge ohne Belang, sind all die kleinen Unwichtigkeiten, die alltäglichen Wiederholungen und die ganze Stupidität des Redundanten. Also, nicht aus meinem Leben, sondern aus meinen Mitteilungen. Zumindest aus diesen, denn es bleibt keine andere Wahl als sich ihnen …

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Inspiriert von Kieran Halpin “Farewell to pride” Gefangen in den Alltäglichkeiten, vereinnahmt von all den Dingen, die zu tun sind, zusammengepresst vom Druck des Faktischen, hatte ich keine Wahl, weil ich sie nicht haben wollte. Keine Zeit. Keine Geduld. Keine Notwendigkeit.

Ich folge gehorsam den Anweisungen meines Navigationsgeräts. Was soll ich sonst tun, in einem Land, in dem ich nicht mal die Straßenschilder lesen kann, weil die Ortsbezeichnungen kyrillisch geschrieben sind. Zumindest da, wo ich es brauche. Auf den Hauptverkehrswegen stehen sie auch in vertrauten Zeichen. Wie ein Analphabet fühlt man sich da, und das einzige, …

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