Sie folgen dem Stern, den Weg, der ihnen geschenkt wurde, wie das Erkennen und Erfahren des Moments, des Je-Jetzt, ohne zu wissen, wohin er sie führen würde, um doch voll Vertrauen und Zuversicht ihre Schritte zu setzen.
Doch ganz gleich, wohin sie ihre Schritte setzen, wohin auch immer dieser Weg führt, wohin auch immer sie der Stern leitet, sie haben die Einladung zum Du angenommen, sind eingetreten in den Raum, der ihnen im Du eröffnet wurde, und haben darin Heimat gefunden.
Und wenn sie von der Liebe sprechen, so meinen sie das betörende, verwegene Glück im Du beheimatet zu sein.
Du, das ist der Raum, in den sie eintreten, in dem sie Schutz und Wärme finden.
Du, das ist der Raum, in den hin, von dem aus sie sich frei entfalten können.
Du, das ist der Raum, der sich ihnen eröffnet, wenn sie nichts von sich zurückbehalten, sich öffnen und sich zu erkennen geben, als sich selbst, als Du-sagend Du-seiend, ganz und gar und restlos, ohne etwas zurückzubehalten, ohne die geringste Einschränkung.
„Ich liebe Dich“, sprechen sie sich, und meinen die Be-Haustheit, die sie sich schenken.
Wie sich der gestirnte Himmel über ihnen wölbt, so ihr Du-Sagen und Du-Leben, schützend und doch nicht beengend.
Egal, wohin sie gehen, egal, was sie beginnen, Du bist mit mir.
Sie gehen aus vom Du, im Du bleibend, ins Du zurückkehrend.
„Ich liebe Dich“, sprechen sie sich, und meinen die Be-Haustheit, die sie wärmt, wie ein Mantel, wirkt, gegen die Kälte und den Wind, doch ohne zu belasten, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.
„Ich liebe Dich“, sprechen sie sich, und meinen die Be-Haustheit, die ihnen ein zu Hause bereitet, wie ehemals der Mutterschoß, mit ihnen wachsend, Leben, Atem und Wärme schenkend.
Ganz egal wohin der Weg sie führt oder wohin der Stern sie leitet, sie sind vom Du ins Du freigesetzt, sind sich ihrer bewusst, ohne sich ins Selbst-bewusstsein zu verlieren, erkennen sich selbst im Angenommen-sein, ohne in den Niederungen der Selbst-erkenntnis herumtümpeln zu müssen, verwirklichen sich selbst im Blick der Augen, im Augen-blick des Du, ohne sich in Selbstverwirklichung verkapseln zu müssen.
„Ich liebe Dich“, sprechen sie sich, und meinen die Be-Haustheit im Schein der zweiundzwanzig Kerzen.
Aus dem Buch: Adventreise ins Miteinander
Adventkalenderbücher

Auf der Suche nach dem Sinn von Weihnachten



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