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Life is too short for boring stories

Der Großteil der Menschen ist sich einig, wir bleiben brav zu Hause, so weit es möglich ist, fahren die Sozialkontakte auf ein Minimum herunter, weil es logisch ist, dass einer Krankheit, die durch direkte Kontakte übertragen wird, am einfachsten dadurch Einhalt geboten wird, indem man eben jene unterlässt. Und wenn man niemanden treffen soll, dann braucht man auch kaum mit dem Auto fahren, schon gar nicht wegfliegen. Nach wenigen Tagen sind die positiven Effekte dieser Einschränkungen bereits deutlich. Die Luft wird sauberer, so wie die Kanäle Venedigs. Die angestammten, aber durch die Verschmutzung vertriebenen, Bewohner*innen, kehren zurück. Gesagt wäre es schon lange worden, doch so lange es die Menschen nicht in dieser Unmittelbarkeit betrifft, rühren die meisten kein Ohrwaschel. Man merke auf, wie von Zauberhand ist plötzlich möglich, was zuvor undenkbar war. Schade nur, dass es nicht intendiert war, sondern eben auch passiert ist.

Das größte Problem ist jedoch, dass nun alle Hoffnung auf einen Impfstoff gesetzt wird, nach dem jetzt fieberhaft geforscht wird. Wenn der dann einmal verfügbar ist, dann lassen wir uns alle impfen und können wieder weitermachen wie bisher. Dann kommt die nächste Pandemie und wir werden nach dem gleichen Muster verfahren, wenn es noch möglich ist. Eine Pandemie zu überstehen, bedeutet quasi, alles wieder auf Normalbetrieb, noch mehr Zerstörung und noch mehr Ausbeutung. Man muss ja schließlich auch das Versäumte nachholen. Das bedeutet, wir betreiben bloße Symptombekämpfung, ohne uns um die Ursachen zu scheren, denn egal ob E.Coli, HIV, Salmonellen, Influenza, Pocken, Tuberkulose, Vogelgrippe, Ebola oder Covid-19, alle diese Krankheiten haben tierischen Ursprung, entweder durch die krankmachenden Lebensbedingungen unserer Mitgeschöpfe in der sog. Nutztierindustrie oder durch die Verschmutzung der natürlichen Lebensräume von Wildtieren. Jede dieser Pandemien ist direkt auf den Verzehr von toten, nicht-menschlichen Geschöpfen zurückzuführen. Gezüchtet in den Fäkalienhaufen der abscheulichsten Ausbeuterindustrie, werden sie ungebrochen weitergegeben, weil unser Hunger nach Kadavern gleichmäßig hoch ist, wenn nicht sogar steigt. Und selbst wenn es uns gelingen sollte, diese Pandemie zu überstehen, so arbeiten wir bereits seit Jahren sehr hart daran, unseren Untergang noch mehr zu beschleunigen, ebenfalls in den vollgestopften Ställen, denn auf diese Weise vegetierende Lebewesen müssen mit Antibiotika gefüttert werden, zumeist prophylaktisch. Ca. 70% des weltweiten Verbrauchs an Antibiotika ist auf die Intensivtierhaltung zurückzuführen. Dadurch werden nebenbei Keime gezüchtet, die durch Antibiotika nicht mehr bekämpft werden können, weil sie zu multiresistenten mutierten. Damit nehmen wir uns die letzte Möglichkeit gegen diese vorzugehen. Schon jetzt beginnen die Auswirkungen bemerkbar zu werden, da immer mehr Menschen auf Antibiotika nicht mehr ansprechen. So lange wir nicht aufhören, Leichen zu essen, die auf viel zu engen Raum, unter den miesesten Bedingungen, innerhalb der kürzest möglichen Zeit, herangezogen wurden, so lange wird es immer schlimmer werden, statt besser.

Obwohl die Zusammenhänge längst bekannt sind und auch publiziert werden, geht der Leichenschmaus nicht nur ungehindert weiter, er wird sogar intensiviert. Fühlende Wesen werden nach wie vor wie Sachen in großen Transportern herumgekarrt und die Schlachthöfe laufen auf Hochbetrieb. Und niemanden von den Verantwortlichen sieht eine Veranlassung, über diesen Zusammenhang auch nur zu sprechen. Und was wird passieren? Wenn alles vorüber ist, werden wir weitermachen wie bisher, nur vielleicht noch ein wenig mehr von allem, denn schließlich haben wir was nachzuholen. Die direkte Gefahr wird besiegt sein, aber die Zerstörung geht ungebremst voran, im Namen der Tradition und der Wirtschaft und der Ignoranz. So gesehen ist es wohl angebracht, den Menschen als einen Parasiten zu bezeichnen, der seinen Wirten nach und nach zerstört, denn der Mensch ist viel, aber vor allem ist er lernresistent.

2 Gedanken zu “Und was dann?

  1. oma99 sagt:

    Nur zu wahr, leider.
    Ob sich mal jemand die Arbeit auf vgt.at von Dr. Kurt Schmidinger dazu angesehen hat (ausser uns)?
    aber Dein Text ist wichtig großflächig und immer wieder zu verbreiten – es sollte eigentlich jede(r) Leser*in verstehen und umzudenken anfangen…

    Gefällt 1 Person

    1. novels4utoo sagt:

      Ich werde heute an die Medien schreiben, mit Text von Dr. Kurt Schmidinger, dass es Wahnsinn ist, dass darüber nichts berichtet wird. Wäre toll, wenn das möglischst viele machen

      Gefällt 1 Person

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