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Life is too short for boring stories

Oder wir machen uns daran alle Stacheldrähte niederzureißen, die Stille der Niemandsländer zu befreien und sie in die Lebendigkeit der Menschlichkeit zu wandeln, in dem wir sagen können, ganz schlicht und einfach, ich bin.

Ich bin. Nicht mehr und nicht weniger. Das Alles kann nicht mehr oder nicht weniger sein. Es kann nur Alles sein. Oder Nichts. Ich nichte. Selbstnegation. Aber ich bin. Selbstbejahung. In allen Fasern, in allen Gedanken, in aller Zuwendung. Ich bin. Nichts mehr. Alles. In der Bejahung. Der immerwährende Schrei des Lebens. Mitten im Leben. Leben seiend. Und es genügt zu sagen. Ich bin.

Ich bin. In der Liebe. Grenzen-, vorbehalts-, rückhaltlos. Es gibt keine Kompromisse. In vielem anderen. Vielleicht. Das höhlt das Leben aus, macht es bedeutungs- und kraftlos. In der Liebe kann es keine Kompromisse geben. Keine. Nicht die kleinste Einschränkung. Liebe mich oder hasse mich. Nichts dazwischen. Ich bin oder ich nichte. Auch im Lieben. Du hast es nicht getragen. Nicht ertragen. Es war Dir zu viel. Ich war Dir zu viel. Dann bist Du nicht stark genug. Mich zu tragen und mich loszulassen. Ich bin. Du hast es auch nicht begriffen, dass es nicht mehr ist, was die Welt umspannt, was mich davon abhält großmächtig von Existenz oder Verbundenheit oder Allumfasstheit zu sprechen. Weil es immer noch zu wenig ist und Du es nicht trägst. Auch nicht mich. Erträgst. Nicht einmal in meinem Ich bin. Es bedarf der Vollständigkeit, es tragen zu können. Du hast Dich längst verraten an all die Zugeständnisse und den vorauseilenden Gehorsam an das was von Dir erwartet werden könnte. Wünschen zu entsprechen, noch bevor sie ausgesprochen wurden, auch wenn es nicht Deine sind. Was sind Deine Wünsche? Ich habe Dich gefragt. Du bist geflüchtet. Vor der Frage. Vor der Antwort. Du hattest nur die Frage, die an Dich herangetragen wurde und die Antwort, von der Du meintest, sie geben zu müssen, weil sie erwartet wurde. So schrumpelt die Liebe in eine emotionale Verwischung, wie die Schrift, die der Regen wegwäscht von der Mauer. Liebe habe ich geschrieben. Die rote Farbe rinnt. Die Liebe blutet. Blutet sich aus. Matt rosa Überreste. Mehr ist nicht zu ertragen. Es ist zu viel. Auch. Ich bin.

Ich bin. Im Leben. Grenzen-, vorbehalts-, rückhaltlos. Das Leben, das sich darbringt, mir darbringt, mit voller Wucht. Dich wirft sie um. Du kriechst darunter hinweg. Ich lege mich hinein, lasse mich tragen, umgarnen, durchdringen. Ich bin. Leben in meiner Annahme, im Rausch des Verlierens. Auch in Dir. Es war ein Versuch. Ich habe Dich gesprengt. Es war zu einbetoniert. Nichts verändert sich. Nichts ist veränderbar. Starr. Leblos. Da kannst Du das Leben nicht aushalten. In dieser Form, in dieser Kraft, in dieser Vollkommenheit. Ich bin. Das Leben. Auch im Zorn, der Verzweiflung, dem Nichtverstehen all der Leblosigkeit zwischen Geburt und Tod. Das Leben ist oder ist nicht. Leben ist kein Kompromiss. Keine halben Leben. Oder viertel. Oder achtel. Kein Dazwischen. Nichten von Geburt bis zum Tod. Oder sein von der Geburt bis zum Tod. Wie ein Wirbelwind bin ich durch Dich gefahren, doch es war immer noch zu schwach, Dich zum Leben zu erwecken. Betonierte, einzementierte, zentrifugierte Eingleisigkeit. Ich ging in Dich hinein und hindurch, weil da nichts war. Einfach Nichts. Es passt nicht. Es kann nicht passen. Du hältst es nicht aus. Es gibt kein Verstehen. Auch keine Annäherung. Auch wenn wir so tun als ob. Das als ob des Lebens. Es verfällt. Nur allzu schnell. Weil ich es nicht aushalte. Deine Leblosigkeit. Deine durchgehende Normalität. Es gibt keine Schattierungen. Keine Abweichungen. Das macht sie aus. Aber ich bin. Du nicht. Es passt nicht.

Ich bin. Im Miteinander. In einem, in dem Du auch sagen kannst, ich bin. Kannst Du es? Nimmst Du es? Mein ich bin in Dein ich bin. In der Liebe. Im Leben. Grenzen-, vorbehalts-, rückhaltlos. Wo sich ein Wirbelwind zum anderen begibt. Tanz des Lebens. Sich zu durchdringen, eins zu werden, loszulösen, wieder zu begegnen. Entgrenzend bis in die Unendlichkeit des Schmerzes und des Glückes. Es zerreißt mich. Kleine Fetzen. Es setzt mich zusammen. Völlig neu. Jedes Mal völlig neu. Wir tanzen. Unermessliche Kräfte freisetzend. Alle Ketten sprengend. Die übriggebliebenen. Die Mauern einzureißen. Die noch da sind. Erlösung zu sein. Verderben zu sein. Du mir. Ich Dir. Weil Du sagen kannst, ich bin. Und das ist das Alles. In dem wir uns sind.

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