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Life is too short for boring stories

Die letzte Nacht, also die sogenannte Sylvesternacht, war eine der schlimmsten Nächte meines Lebens. Eigentlich eine ganz normale Nacht. Das einzige was sie auszeichnet ist, dass sie die letzte Nacht des Jahres ist. Aber was bedeutet das? Dass am nächsten Tag statt eine andere Jahreszahl geschrieben wird. Das ist alles. Der Rest ist purer Aberglaube – soweit zum aufgeklärten modernen Menschen. Wenn wir an diesem nächsten Tag aufwachen, dann ist die Sonne aufgegangen, wie an jedem anderen Tag. Und wir sind dieselben Menschen, als die wir am letzten Abend schlafen gingen, oder eben nicht schlafen gingen. Es ändert nichts an unseren Persönlichkeiten, an unseren Sorgen oder Problemen, an unseren Stärken und Schwächen. Es wird an unserem Leben nichts ändern. Natürlich können wir was ändern, aber das ist völlig egal, ob es der 01. Januar oder der 12. April oder sonst irgendein Datum am Kalender ist.

Während ich also die Nacht lang versuchte meine Hunde zu beruhigen, während viele liebe Menschen dafür sorgten, dass alle Lebewesen ihren Spaß hatten, nicht nur an Lautstärke, sondern auch an einer besonders hohen Menge an Feinstoffbelastung und Dreck, während ich an all die Wildtiere dachte und die Tiere in den Massenhaltungen, die auch eine ganz besondere Freude an dem Lärm hatten, beginnend um drei Uhr nachmittags und um drei Uhr morgens war es immer noch nicht vorbei, dachte ich auch über etwas anderes nach. Über die Bedeutung dieser Nacht und des kommenden Tages.

 

Eigentlich eine ganz normale Nacht und ein ganz normaler Tag. Und doch ist diese Nacht und der kommende Tag so sehr mit Erwartungen überfrachtet. Völlig zu Unrecht meiner Meinung nach. Wenn ich mit meinen Freunden feiern möchte, dann kann ich das in jeder Nacht, an jedem Tag des Jahres machen. Wenn ich etwa in meinem Leben ändern möchte, dann kann ich das an jedem Tag des Jahres machen und wenn ich etwas besser machen möchte, dann muss ich auch nicht auf Sylvester warten.

 

Wenn Du etwas tun möchtest, dann mach es gleich. Jeder Tag des Jahres ist ein Geschenk, ein einmaliges Geschenk, das Du nie wiederbekommst. Wenn Du es einfach verschwendest, weil Du auf irgendein Datum wartest, dann ist es für immer verschwendet. Sage nicht, später oder dann oder dann, sondern jetzt. Wenn Du jemandem danken möchtest, dass es ihn gibt in Deinem Leben, dann tu es und warte nicht auf den „richtigen“ Moment. Wenn Du für jemanden da sein möchtest, dem es nicht gut geht, dann tu es gleich, denn er braucht Dich jetzt. Und wenn Du jemanden vermisst, dann sag es. Wenn Dir danach ist, dass Du jemanden umarmst, dann mach es.

 

Mach es einfach. Warte nicht auf Sylvester oder dass Weihnachten auf Ostern fällt oder sonst einen Unsinn, um etwas zu tun, was Du schon immer tun wolltest, sondern mach es jetzt. Sei dankbar für das, was Dir das Leben schenkt, und hör auf darüber zu lamentieren, was es Dir angeblich vorenthält. Jeder Tag, jeder Moment bietet Dir die Chance das zu tun, was Du tun kannst. Es liegt an Dir diesen Moment zu ergreifen und ihn zu Deinem besonderen Moment zu machen.

 

Mach es einfach – und deshalb sage ich Danke an all die wunderen Menschen, die mein Leben bereichern und deren Begegnung mich erweiterten und beschenkten.

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