Wieder einmal ist Weltmilchtag, mittlerweile zum 69 Mal und dient immer noch der Propaganda, um die Milchlüge unter die Menschen zu bringen. Wer nur ein wenig nachdenkt erkennt, es geht wie immer nur ums Geld. Bloß, dass in diesem Fall das Geld mit einem Lebewesen verdient wird, das man wie eine Maschine Leistung erbringen lässt. Und die Kuh macht mit. Sie lässt sich ausbeuten und unterdrücken, bis sie nicht mehr kann. Nun dachte ich, an diesem Weltmilchtag, ich probiere einmal an die Logik der Menschen zu appellieren, so dass die Einsicht, Kuhmilch ist Muttermilch von Kuhmüttern für Kuhbabies und nicht für Menschen, von ihnen selbst kommt.
Ich begann also mit dem offensichtlichen und etwas, dem wohl niemand widersprechen kann, weil es biologische Evidenz hat. Natürlich gibt es immer Menschen, die dann meinen, ich glaube das trotzdem nicht, aber die wollen wir mal vorerst ausklammern. Da ist sowieso nichts mehr zu machen. Es gibt unter anderem eine Tierart, die als Säugetiere qualifiziert sind. Diese Tiere werden deshalb so genannt, weil es ein Merkmal gibt, das hervorsticht und sie zu einer Gruppe eint, nämlich, dass sie ihren Nachwuchs säugen. Daher auch das Wort Säugetier, was wohl nicht allzu schwer zu erraten ist. D.h. es handelt sich um eine Gruppe von Tieren, die nach der Geburt des Babies diese mit etwas ernähren, was ihr Körper selbst produziert. Wenn der Körper was produziert, werden dafür Ressourcen in Anspruch genommen, die sonst anderweitig verbraucht werden. Die Natur ist höchst weise beim Einsatz von Ressourcen, denn die notwendige Menge daran kann über Leben oder Tod unterscheiden. Deshalb wird diese Säuglingsnahrung nur so lange und in jenem Ausmaß produziert, wie sie vom Säugling benötigt wird. Sehr spannend ist auch, dass sich die Produktion danach richtet, wieviel der Säugling davon zu sich nimmt. Am Anfang wird es weniger sein und sich mit der Zeit steigern. Die Natur hat es also so eingerichtet, dass genau das produziert wird, was von Nöten ist. So ist es auch möglich, zwei Säuglinge und mehr gleichzeitig zu säugen, wenn der Bedarf gegeben ist. Nach einiger Zeit beginnt der Säugling sein Säuglingsein abzustreifen, indem er zu fester Nahrung wechselt und die Nahrung, die der Körper der Mutter produziert, nicht mehr benötigt. Der Säugling wird sukzessive immer weniger trinken und je weniger er zu sich nimmt, desto weniger wird produziert, bis der Nahrungsstrom ganz versiegt. Wie anstrengend dies ist, kann man auch daran ersehen, dass Mütter während dieser Zeit abnehmen. Aber das ist kein Problem, weil sie sich erholen können, wenn die Stillzeit vorbei ist. Das ist normal und sinnvoll, zweierlei daran. Erstens, dass der Körper der Mutter Nahrung in einer Zusammensetzung produziert, die genau auf die Bedürfnisse ihres Babies abgestimmt ist. Das leuchtet jedem automatisch ein, wenn man dabei an Katzen, Hunde, Mäuse, Igel oder sogar Giraffen denkt. Eine Maus hat andere Bedürfnisse als eine Giraffe. Deshalb wird die Milch anders zusammengesetzt sein. Auch beim Menschen scheint uns klar zu sein, dass es so ist. Nur bei einem Tier scheint unsere Hirnleistung exorbitant nachzulassen, nämlich wenn man diese logische Tatsache auf die Kuh überträgt. Die Kuh ist natürlich auch ein Säugetier, doch nur bei der Kuh scheinen die Menschen zu meinen, ja, die gibt einfach Milch, weil sie eine Kuh ist. Schließlich haben wir sie deshalb auch Milchkuh genannt. Und wenn man dann fragt, warum sollte die Kuh immer Milch geben, also eine Milchkuh sein? Dann kommt die entschiedene Antwort, weil der Mensch sie melkt und braucht. Die nächste Frage kommt automatisch: Und warum sollte die Natur ein Säugetier so gemacht haben, dass es für den Menschen Milch gibt? Weil der Mensch eben so wichtig ist und so intelligent. Man ist versucht zu sagen, ja, dieser Diskurs ist ein beeindruckendes Beispiel dafür. Nun hat der Mensch aber tatsächlich einiges an der Kuh herumgezüchtet. Er hat es zwar nicht geschafft, eine Kuh zu kreieren, die tatsächlich eine Milchkuh ist, also immer Milch gibt, ihr Leben lang, einfach, weil sie eine Kuh ist. Nach wie vor muss diese jedoch ein Baby bekommen. Dafür ist es dem Menschen gelungen, diese Kühe so zu züchten, dass sie das Vielfache der Milch geben, die ihr Kälbchen benötigt. D.h. nicht nur, weil es trinkt, wird das Baby der Mutter entrissen, weil es geht ja nicht an, dass das Kälbchen die Milch trinkt, die der Körper der Mutter für dieses und niemanden sonst produziert. Gleichzeitig trinkt es aber zu wenig. Die Euter der Hochleistungskühe sind so voll, dassAber das Baby wirklich nur einen Teil davon braucht und trinkt. Würde nur das Baby trinken, würde die Leistung sehr schnell nachlassen. Deshalb werden Kühe in der Industrie auch so oft wie irgend möglich gemolken, um den Milchfluss aufrecht zu halten. Auch wenn uns die Industrie etwas anderes erzählt, so ist die Zusammensetzung der Milch der Kuh nicht auf den Menschen, sondern auf den eigenen Säugling ausgelegt. Ein Kalb wiegt bei der Geburt rd. 40 kg. Innerhalb eines Jahres wird es bis zu 450 kg auf die Waage bringen, d.h. das Gewicht wird sich mehr als verzehnfachen. Um dieses Wachstum möglich zu machen, enthält die Milch jede Menge Wachstumshormone, die super sind für das Kalb, es stark und groß werden lassen. Aber wenn sie ein erwachsener Mensch trinkt, an dem nichts mehr wachsen soll, kann man die Arbeit der Hormone nicht einfach abstellen. Deshalb bringen sie auch im menschlichen Körper was zum Wachsen und das sind Zellen. Übermäßiges Zellwachstum führt zu Krebs. So einfach wäre es, wenn man nur ein wenig nachdenkt. Aber so lange die Industrie verkaufen will, werden die Menschen brav nachplappern wie gesund doch die Milch ist. Schade, dass genau hier das Hirn aussetzt. Aber vielleicht bessert es sich noch. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.


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