Ich lade Dich – ja genau Dich – zu meiner Lesung in Eisenstadt am 01. Mai um 16.00 Uhr ein!
Lesung, das klingt auf den ersten Gedanken mal recht langweilig. Schließlich hast Du das schon erlebt. Da ist eine Autorin, die sich in ihr eigenes Buch vertieft und vielleicht noch nicht einmal richtig vorlesen kann, vielleicht nicht die Stelle findet, die sie wollte, überhaupt sehr desorganisiert ist und im Ganzen zum Gähnen bringt. Aber selbst, wenn sie vorlesen kann, warum solltest Du Dich hinsetzen und Dir das anhören, wo Du es doch gut und gerne selbst lesen kannst, auch wenn Du Dir insgeheim eingestehst, dass Du es eh nicht tust, weil immer die Zeit fehlt.
Also warum hingehen?
Zum Ersten, es sind gute Geschichten, die ich zum Besten geben werde. Das würde wohl jede Autorin von ihren eigenen Werken behaupten. Es wäre auch traurig, wenn sie selbst nicht überzeugt davon wäre. Wer, wenn nicht sie selbst? Deshalb behaupte ich weiter, dass diese Geschichten, die quasi mitten aus dem Leben gegriffen sind, doch zum Schmunzeln, wenn nicht gar zum Lachen einladen, aber auch ein wenig Skurrilität nicht vermissen lassen.
Ein paar Einblicke gefällig?
Ich starte mit einer Eröffnungsrede. Schließlich handelt es sich um eine viertägige Ausstellung, in dessen Rahmen ich lesen darf. Die Begrüßung lautet: „Liebe Kunstliebhaber*innen, Gönner*innen und Interessent*innen! Liebe Möchtegern-VIPs!“, um dann das Kunstgeschehen im allgemeinen und besonderen zu besprechen, was natürlich einiges an Insider*innenwissen voraussetzt. Ich plaudere quasi aus dem Nähkästchen. Oder ist es doch eher verzerrt? Davon kannst Du Dir selbst ein Bild machen.
Im Anschluss besuchen wir ein Paar, das eine Vernissage besuchen möchte, wobei der männliche Part sich einem strengen Verhör ausgesetzt sieht, warum er denn nicht hingehen will, aber dann plötzlich doch. Ein sehr eingängiges Beispiel für eine typische Beziehungs-Kommunikation.
In der nächsten Geschichte besuchen wir eine Autorenkollegin, die bei einer Vernissage eine Lesung hält, was uns weniger interessiert, denn im Mittelpunkt steht eine Begegnung mit einem frühen Kindheitstrauma. Sie hat mir diese Begebenheit unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertraut. Deshalb erzähle ich sie auch nur Dir. Sie findet sich auch im Buch „Anonym“, das natürlich auch völlig geheim ist.
In der nächsten Geschichte, die aus dem Buch „Ungezähmt. Anleitung zum Widerstand“ stammt belauschen wir das Gespräch von kunstbeflissenen Besucher*innen einer Ausstellung. Die Lauschende ist die Künstlerin selbst, die es äußerst spannend findet, was die kunstaffinen Menschen in ihr Bild hineinlesen, das nichts ist, als ein roter Strich.
Doch warum, so frage ich mich in der nächsten Geschichte, soll man sich mit dem Pöbel gemein machen, mit Kreti und Pleti und auf einer Vernissage gehen, wenn man das doch quasi im Haus haben kann. Wer es sich leisten kann, der geht diesen Weg. Welchen? Das erfährst Du in der Geschichte „Ich halte mir einen Künstler“.
Zuletzt begeben wir uns aus den Räumlichkeiten, in denen Vernissagen im Allgemeinen stattfinden, hinaus auf die Straße und beobachten zwei Menschen, die sich erlauben, das Grau der Straßen und Plätze mit Farbe und Freude aufzuhellen, was nicht jeder gefällt, wie sich zeigt. Schließlich gibt es so vieles, was sich nicht gehört, zum Beispiel Lebensfreude.
Und, konnte ich Deine Neugierde wecken?
Na dann sehen wir uns hoffentlich am
01. Mai 2025 um 16.00 Uhr
Esterházyplatz 6, 7000 Eisenstadt.
Und wenn Du meinst, Eisenstadt sei weit weg, na dann mach doch an diesem Wochenende einen Städtetrip in die burgenländische Hauptstadt. Schließlich geht die Ausstellung
„Kunst schafft Begegnung“
vom 01. bis zum 04. Mai 2025, täglich von 13:00 bis 20:00 Uhr
und nimm das Motto ernst, begegne den Künstler*innen.
Ich freue mich auf Dich – ja genau Dich!


Kommentar verfassen