Dies ist der erste Teil einer epischen Serie. Verfolge das Abenteuer weiter!
Verbundenheit
Das Glas,
zersplittert in tausend Teile,
wandelt sich,
wenn Du Dich bĂĽckst,
eines an Dich nimmst.
Schenkst die Farbe,
in der BerĂĽhrung,
Deine Farbe,
so dass es ein StĂĽck wird,
das sich verbindet zu einem Mosaik,
StĂĽck um StĂĽck,
nicht mehr zersplittert,
sondern verwoben zu einer neuen Einheit,
aus dem Chaos in die Verbundenheit,
wird zur Komposition aus Gedanken,
Erinnerungen, Empfindungen und Eingebungen,
entlassen der ursprĂĽnglichen Form
in ein neues Gesamtsein,
reiht sich StĂĽck um StĂĽck,
Ton, in dem das Lied schwingt,
Wort, aus dem sich die Geschichte entwickelt,
Farbe, die sich in ein Bild fortsetzt,
ein buntes, farbenprächtiges, einzigartiges Mosaik
aus Worten und Tönen und Farben,
sich ergänzend zur Symphonie der Eintracht,
wie es nur sein kann,
wenn wir achtsam sind,
fĂĽr Deinen Ton, fĂĽr Dein Wort, fĂĽr Deine Farbe,
einfĂĽgen,
ohne die Selbständigkeit zu verlieren,
ganz werden,
ohne die Teile verschmelzen zu lassen,
Individualität wahrend in der Einheit,
in der das Ganze nichts ist ohne das Einzelne,
aber das Einzelne nicht verstehbar ist,
auĂźerhalb der Ganzheit.
So reihen wir Stein neben Stein,
die zuvor nichts weiter waren,
als zerborstenes Glas,
und jetzt Vielfalt erstehen lässt,
weil wir uns einbringen,
jede auf ihre Weise,
jeder auf seine Weise,
in die Freiheit der Verbundenheit.
Entzweiung
Das Glas,
zersplittert in tausend Teile,
bleibt zerborstenes Glas,
bloĂź das,
wenn Du darin nichts weiter siehst,
keine Möglichkeit und keine Wandlung,
keine Zuwendung und kein Verstehen,
wenn Du fĂĽr Dich bleibst,
für Dich behältst,
weil Du nur meins und Deins kennst,
in der Abtrennung,
in der Entzweiung.
Wenn Du den Splitter mit Silber bestreichst,
so dass er nichts spiegelt,
als Dich selbst,
in Deiner SelbstgenĂĽgsamkeit,
der Ton, er klingt nach Kälte und Isolierung,
das Wort, es findet kein Verstehen,
die Farbe, sie wirkt matt und kalt,
weil Du Dich zurĂĽcknimmst,
nichts gelten lässt,
auĂźer Dich,
in der Technik perfekt,
aber ohne Seele,
in der Umsetzung einwandfrei,
aber ohne Empfindung,
in der AusfĂĽhrung untadelig,
aber ohne Verbundenheit,
zwischen Dir und mir,
wenn Du Dich für Dich behältst,
in Deinem Ton, in Deinem Wort, in Deiner Farbe,
verwehrend,
ohne die Möglichkeit einander zu erreichen,
Individualität mit Solipsismus verwechselnd,
in dem Du Dich nicht preisgibst,
in der es nur die Vereinzelung gibt,
weil Du es nicht wagst,
die Angst unterzugehen,
Dich zu verlieren,
Dich treibt
die Möglichkeiten eines Miteinander missachtend,
dem Du nicht traust,
in keinster Weise,
konzentriert auf nichts als Dich,
in die Gefangenschaft der Entzweiung.
Das Leben literarisch ergrĂĽnden

Ungezähmt. Anleitung zum Widerstand


Der Weg ist das Ziel ist der Weg
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