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Life is too short for boring stories

Stillhalten, angesichts des Glitzerns der Sterne und des Schimmern des Mondes, angesichts des Funkelns der Spiegelung im Wasser des Teiches, angesichts der inneren Beständigkeit, und in Bewegung bleiben, angesichts des Stegs, der dazu einlädt darüber zu balancieren, angesichts der satten Wiese, die mit nackten Füßen erlebt werden will, angesichts des inneren Dranges der Freude körperlichen Ausdruck zu schenken. Während wir uns in der Stille halten und in Bewegung bleiben, werden weder Ernst noch Fröhlichkeit vernachlässigt, und wir lachen und weinen.

 

Schweigen, angesichts der klaren, warmen Nachtluft, die uns sanft streichelt, angesichts der beruhigenden Stimmen der Nachtvögel und des Zirpens der Grillen, angesichts der sich zur Ruhe begebenden Natur, und erzählen, angesichts der Überfülle an Eindrücken Ausdruck zu suchen und zu finden, angesichts der Freude berührt werden zu können, trotz allem und außerdem, die den Weg ins Wort findet, angesichts der unerschöpflichen Ansprache aneinander. Während wir in der Offenheit des Schweigens und in der unaufhörlichen Beredsamkeit bleiben, wenden wir uns einander zu, und das Lachen trägt das Weinen, wie das Weinen das Lachen.

Weggehen, angesichts der gelebten Momente, die wir uns schenkten und lebten, angesichts der Augenblicke, die wir mit uns füllten und zu erfüllten werden ließen, angesichts des Weges, der uns Schritt um Schritt, immer tiefer in die Begegnung führte, und bleiben, angesichts des gelebten Momentes, der immer nur Jetzt sein kann, angesichts des Augenblickes, den wir uns eröffnen und geöffnet halten, angesichts des Punktes, an dem wir uns befinden und uns einander zuwenden. Während wir weggehen und bleiben, merken wir, dass selbst im Weggehen das Bleiben liegt, weil die Vergangenheit, das Bisher der Begegnung, wie sie gerade eben jetzt geschieht, ermöglicht, und das Jetzt des Erlebens durchwoben ist von dem was War, und das Lachen ist durchwoben vom Weinen, wie das Weinen vom Lachen.

 

Vergehen, angesichts der Notwendigkeit, auch im Fortschreiten im Leben, angesichts der Natur, die um und in uns ist, die wir sind, angesichts des Freigebens für das Neue, das darin seinen Ort findet, und werden, angesichts der Gedanken, die wir uns schenken, die sich ineinander verweben und trennen, wieder zusammensetzen und Neues eröffnen, angesichts der Berührungen, in denen wir uns über die Wortgrenzen hinaus mitteilen, eingefügt in jenes Ganze, das sich Leben nennt. Während wir das Vergehen und das Werden immer und immer wieder durchleben, in ihm leben, fügt sich das Weinen und das Lachen, das Lachen und Weinen zu einem spiralförmigen Kreislauf.

 

Lassen, angesichts der Überfülle dessen, was wir uns sein können, im Zu-lassen selbst zu sein, im Ein-lassen auf diese begeisternde Individualität, die eigentlich keiner weiteren Bezeichnung bedurfte, als Du, weil wir es verstehen, im Frei-lassen der Gedanken, die, sich treffend, zu sprühenden, pulsierenden Ideen werden, und im Ver-lassen auf die sich immerfort erneuernde Zusage dessen, was wir uns sind, und Halten, angesichts der Bedürftigkeit nach dem Du, das uns bereichert und erweitert, angesichts des Schmerzes, den wir immer in uns tragen, in dem wir uns vertrauensvoll offenbaren können. Während das Lassen vom Halten, ohne zu begrenzen oder einzuschränken, umfangen ist, ist es das Weinen vom Lachen.

 

Lieben, angesichts der Welt, die immer da ist und sich einmischt in unsere Begegnung, in unser Miteinander, angesichts der Versuchung sich trotz allem auf die Bequemlichkeit einer Selbstverständlichkeit zurückzuziehen, angesichts der Tragik, dass sich das Denken immer wieder in die Kategorien von Besitz und Eigentum reduziert, und lieben, angesichts der Vertrautheit, in der wir umeinander wissen, weil wir uns uns zusprachen und zusprechen. Während wir lebendig und liebend sind, fügen sich das Weinen und das Lachen ineinander, weil das Leben so ist, und auch die Liebe.

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