Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

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© 2021 Daniela Noitz
www.novels4u.com
1. Auflage November 2021
Cover-Illustration: Daniela Noitz

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Herstellung und Verlag:
BoD – Books on Demand, Norderstedt


Vegan ist Körperverletzung & Die Zukunft ist vegan

Daniela Noitz


Inhaltsverzeichnis

  1. Vegan ist Körperverletzung ……………………………………….. 7
    • Kinderernährung …………………………………………………. 9
    • Krankheitssystem ………………………………………………… 14
    • Fleischersatz ……………………………………………………… 18
  2. Die Zukunft ist vegan …………………………………………… 23
    • Stufen der Wahrheit …………………………………………… 25
    • Die Re-Biedermeierisierung der Gesellschaft ……………. 30
    • Es kann keine nicht-vegane Zukunft geben ……………… 34
    • Feminismus ist vegan ………………………………………….. 38
    • Unsere Kinder sind die Zukunft …………………………….. 42
  3. Weitere Informationen ………………………………………… 47

Vegan ist Körperverletzung

Kinderernährung

Vegane Ernährung ist extrem, radikal und nährstoffarm. So lautet immer noch die vorherrschende Meinung, die auch kräftig unterfüttert wird. Dass diese Aussagen falsch sind und falsch sein müssen, sollte sich jedem, der sich nicht von der Pharma- oder Fleischlobby indoktrinieren lässt, schon deshalb logisch erscheinen, weil sogar die allseits anerkannte Ernährungspyramide bei einer ausgewogenen Ernährung einen Anteil von 75 % vegan für gut erklärt.

Sieht man sie sich genauer an, so erkennt man auf den ersten Blick, dass tierliche Produkte nur ganz in der Spitze vorkommen. Das bedeutet, sie sollen in Maßen genossen werden. Demgegenüber wird der tägliche Verzehr von pflanzlichen Ölen, Nüssen, Samen, Gemüsen, Hülsenfrüchten und Obst empfohlen. Diese Lebensmittel machen den Hauptanteil der veganen Ernährung aus.

Das wird gerne geflissentlich übersehen, und Fakten scheren die Durchschnittskonsument*innen nicht, weil die eigentlichen Beweggründe, die Pyramide auf den Kopf zu stellen, sich vor allem aus Gewohnheit, Tradition und vor allem anhaltender Indoktrination zusammensetzen – in die die entsprechenden Industriezweige viel Geld investieren.

Nun können sich die meisten gerade noch dazu durchringen zu sagen, dass Erwachsene tun sollen, was sie wollen, aber bei den Kindern hört sich der Spaß auf. Schließlich könnten sie sich nicht wehren, und vegane Eltern würden den armen Hascherln ihre Ernährungsweise aufzwingen.

Der Satz an sich ist dubios. Natürlich zwingen vegane Eltern ihren Kindern ihre Ernährungsweise auf. Fleischessende Eltern tun das auch. Ich hätte aber noch nie gehört, dass man das sagt.

Genauer gesagt zwingen Eltern ihren Kindern immer ihren Lebensstil auf. Sie müssen es auch tun. Schließlich kann man schwer darauf warten, bis die Kinder alt genug sind, sich selbst entscheiden zu können. Bis dahin wären sie schlicht verhungert.


Krankheitssystem

Vegan ist Körperverletzung – zumindest für die Fleisch-, Pharma- und Chemieindustrie. Deshalb sind sie auch die ersten, die es schaffen, selbst Wissenschaftlerinnen oder Ärztinnen dafür zu gewinnen, die vegane Ernährung als ungesund darzustellen.

Reißerische Überschriften dienen dazu, vom eigentlichen Inhalt abzulenken, der sich dann oft als viel harmloser herausstellt, als es den Eindruck macht. Das ist selbstverständlich gewollt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs gehören zu den sog. Volkskrankheiten, die dazu führen, dass uns regelmäßig vorgebetet wird, dass das Gesundheitssystem nicht mehr finanzierbar ist. Alleine die Dickleibigkeit und deren Folgekrankheiten kosten den österreichischen Steuerzahler rund 12 Milliarden Euro pro Jahr.

Mittlerweile sind diese Krankheiten so normal, dass man sich ab einem gewissen Alter misstrauisch anschauen lassen muss, wenn man gesund ist. Dabei wäre es so einfach:

✔️ Raus an die frische Luft statt Kaufhausduft
✔️ Mehr soziale Kontakte statt Online-Frust
✔️ Gesunde Ernährung statt Fast-Food-Dreck

Aber wenn es tatsächlich so simpel wäre, warum wird es uns dann unterschlagen?

Nun, ganz unterschlagen wird es nicht – nur nicht laut ausposaunt. Denn das Problem daran ist, dass letztlich niemand an gesunden Bürger*innen interessiert ist. Ganz im Gegenteil: Verdienen kann man nur an kranken Menschen.

Was wären die Folgen, wenn sich die Menschen auf eine gesunde Ernährung umstellen würden?

❌ Weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen → Weniger Arbeit für Ärzte
❌ Weniger Medikamentenverbrauch → Schlechte Bilanzen für die Pharmaindustrie
❌ Weniger industriell verarbeitete Lebensmittel → Weniger Profite für die Chemieindustrie

Die Wahrheit ist: Gesunde Menschen sind das Schreckensbild jedes auf Wirtschaftswachstum bauenden Systems.

Nun könnte sich die Pharmaindustrie immer noch damit beruhigen, dass die meisten Medikamente nicht von Menschen eingenommen werden, sondern in der Intensivtierhaltung landen – immerhin fast 50 Tonnen Antibiotika allein in Österreich.

Würden die Menschen ihren Fleischkonsum drastisch verringern oder vielleicht sogar ganz beenden, wäre das ein harter Schlag für die Pharmaindustrie. Aber auch die chemische Industrie würde massiv darunter leiden.

Deshalb gibt es auf Seiten der Industrie nur Verlierer, wenn die Menschen weitgehend gesund sind. Das macht es unabdingbar, dass die vegane Lebensweise verteufelt wird – gerade weil sie für den Menschen gut ist, ihn gesünder und energiegeladener werden lässt.


Wenn man also in diese Unkenrufe einstimmt und weder Fleischproduzent noch Aktionär einer Pharma- oder Chemiefirma ist, dann lässt man sich zum willenlosen Werkzeug einer korrupten Lobby machen.

Man könnte es auch als die Herrschaft und das Diktat des neoliberalen Kapitals bezeichnen.

Darin besteht die wahre Körperverletzung. Nicht nur an menschlichen, sondern an allen lebendigen Wesen, einschließlich der Erde.

Sie gehen über Leichen – nur damit der Profit stimmt.

Es ist allerhöchste Zeit, uns aus dieser Herrschaft zu befreien und die wahren Diktatoren zu entmachten.

Es wäre so einfach:

Aufhören mit allem, was unsere Erde, unsere Mitgeschöpfe und uns selbst nachhaltig zerstört.
Hingegen alles tun, was dem Leben dient.

Natürlich ist es eine Umstellung, aber eine aufregende – eine, die uns aufblühen lässt, zu wahrer Lebendigkeit und zu uns selbst befreit.

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