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Life is too short for boring stories

Die Kaffeetasse in der Hand geht er die paar Meter vom Küchentisch zum Schreibtisch, um sich in sein Büro zu Hause zu begeben. Home Office nennt sich das Neudeutsch. Warum kann man nicht einfach heimatliches Büro sagen? Aber das ist nur eine periphere Frage, die ihn sofort wieder verlässt, weil eine andere Erkenntnis dazwischentritt. Eigentlich, so wird ihm klar, ist alles wie immer. Er steht in der Früh auf. So wie er es gewohnt ist. Wegen der Disziplin ist es, weil man sich nicht gehen lassen darf. Es ist schließlich nicht egal, ob man mit seiner Arbeit um acht oder neun beginnt. Das sind die ersten Zeichen des Schlendrians, die ohne Wenn und Aber dazu führen, dass man sich mit der Zeit nur mehr gehen und alle schleifen lässt. Das ist weder gut für die eigene Psyche noch für den Parkett. Deshalb sitzt er nach dem Frühstück auch zur gewohnten Zeit am Schreibtisch. Bloß, dass er die Wohnung nicht verlassen muss, um seinen Arbeitsplatz zu erreichen. Deshalb war er in den ersten Tagen auch zu früh dran, weil er vergessen hatte, dass er nur so einen kurzen Weg hatte.

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