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Life is too short for boring stories

Adventkalender-Bücher-Präsentation

Adventkalender, sind heute ein fester Bestandteil des Advents, und das nicht nur für Kinder. Ganz gleich ob nur mit Bildchen versehen, mit Schokolade gefüllt und fertig gekauft oder selbst gebastelt, sie dienen dazu, uns die Wartezeit auf den Heiligen Abend zu verkürzen. Zumal kleine Kinder können es oft kaum erwarten bis der große Tag da ist, während die Erwachsenen unter der Last der Anspannung und dem Vorbereitungsdruck stöhnen. Da ist weit und breit keine Stille oder Besinnlichkeit in Sicht. Wenn man mitten drinnen sitzt, in diesem Vorbereitungsstress, dann hat man keine Zeit und wohl auch keine Geduld darüber nachzudenken, ob es denn nicht auch anders ginge, ob man diese Zeit des Jahres wirklich nur damit verbringen will von einem Geschäft zum anderen zu hetzen um viel Geld auszugeben für Dinge, die sowieso niemand braucht.

So saß ich also eines Abends, nachdem der Heilige Abend vorbei war und alle aufatmeten, weil man nun endlich wieder zum normalen Leben zurückkehren konnte, und dachte nach, ob es nicht auch anders ginge. Aber wie sollte das denn aussehen? Ich schon wieder mit meinen Hirngespinsten. Oder waren es doch keine Hirngespinste? Vielleicht sollte man an dem Punkt ansetzen, der den meisten Stress verursacht. Und diesen Punkt sah ich im Geschenke kaufen. Ist es denn wirklich notwendig das mitzumachen? Ginge es nicht auch anders? Wie jeder von uns weiß, lassen sich angestammte Traditionen kaum ändern. Zumal, wenn es alle machen. Deshalb nutzte ich die Gunst der Stunde, da allen der Stress noch erinnerlich war, und fragte einmal vorsichtig nach was meine Familie von meiner Idee hielt, sich nächstes Jahr nichts zu schenken, was nicht Selbstgemacht oder auf andere Weise Nichtgekauft war. Zuerst war da ein fragendes Schulterzucken. Aber als ich es näher erläuterte, waren alle einverstanden.

So verstrich ein Jahr, und in den letzten Wochen vor Weihnachten merkte man deutlich, wie die Anspannung unter den Beteiligten stieg. Allen stand die bange Frage ins Gesicht geschrieben, ob sich wirklich alle an die Vereinbarung hielten. Denn wenn der andere dann doch heimlich was kauft, dann steht man da, bloß mit irgendetwas Selbstgebastelten oder einer einfachen Idee. Da war schon fast so etwas wie Argwohn zu spüren, aber das galt es durchzustehen. Und tatsächlich, es gelang. Da war ein großes Aufatmen vor dem Christbaum, und es wurde einer der schönsten Feste, die ich in Erinnerung habe. Seitdem wird das mit aller Selbstverständlichkeit gemacht.

Für alle, die sich jetzt um die armen Kinder Sorgen machen, die waren von der Regelung ausgenommen. Allerdings galt auch für sie, dass sie nur was Selbstgebasteltes schenken durften. Ich weitete meinen Teil auch auf den Adventkalender für die Kinder aus, so dass sie jeden Tag eine kleine Geschichte darin vorfanden, abgestimmt auf das Lebensalter. Aber warum, so fragte ich mich, sollte ich das nur meinen Kindern zuteil werden lassen. So entstand 2011 die erste Geschichtenreihe zum Advent, und seitdem gibt es diese in jedem Jahr. Denn vielleicht gelingt es sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, zur Ruhe zu finden und sich einzulassen. Ein paar Minuten als Geschenk an sich selbst, um aus der Ruhe neue Kraft zu tanken.

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