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Life is too short for boring stories

„Was ist passiert? Wie bist Du nach Montpellier gekommen?“, fragte Diana, als Kendra endlich mit ihr telefonierte. „Mit dem Auto“, antwortete diese lapidar. „Was heißt mit dem Auto?“, zeigte sich Diana überrascht. „Ich habe ja ein Auto“, meinte Kendra. „Ja, aber keinen Führerschein, also wie bist Du dahingekommen und warum“, insistierte ihre Mutter. „Eine Freundin …

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„Wo soll ich anfangen?“, überlegt der Mann, der behauptet mein Vater zu sein. Er spürt wohl meinen Widerstand. Es muss mir ins Gesicht geschrieben stehen, dass ich ihm am liebsten ins Gesicht schleudern würde, dass ich ihn all die Jahre nicht gebraucht hatte, und jetzt erst recht nicht. Niemals war er mir abgegangen, nicht eine …

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Wiederum folgen sie der Treppe, immer weiter hinauf, bis sie ausläuft in eine satte, grüne Wiese, bis sie den Turm hinter sich lassen. Hier führt der Weg weiter, ein Weg, der sie so viele Hindernisse überwinden ließ, der von einem fraglos selbstverständlichen in ein bewusst bejahtes, erobertes Miteinander geführt hatte, den Weg, den der Zufall …

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Einen Schritt zurück, weg von der Treppe. Sie tasten an der Glaswand entlang, ob da nicht doch irgendwo ein Durchlass ist, den sie bisher übersehen hatten, bloß übersehen, einen Durchlass, der sie zueinander kommen lassen würde. Ja, es war gut, miteinander zu gehen, den Blick nach vorne und die eine Hand gebettet in die Hand …

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Wie bauen wir uns eine neue Welt, wenn die, die wir hatten, die einzige ist, die wir kannten? Nehmen wir uns nicht immer mit, in das Neue, selbst wenn wir inmitten des wilden, unberührten, haltlosen Chaos sitzen und eigentlich nichts haben, als uns im Miteinander? Nichts anderes? Doch so viel, doch alles, wenn Du so …

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Der Waggon war in den Abgrund gestürzt, war aufgeschlagen und zersplittert, zerborsten. Ich hatte zwar die Augen geschlossen, mich in das scheins Unausweichliche fallen lassen, in der stummen Erwartung, dass mir das gleiche widerfahren würde, doch als der Knall verklungen war und wieder Ruhe einkehrte, fühlte ich mich immer noch ganz und heil. Irgendetwas musste …

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Das Sonnenlicht lässt die Luft flirren. Ich erwache unter dem Olivenbaum, unter dem wir uns betteten. Wie lange wir wohl geschlafen hatten? Ich weiß es nicht. Es ist Sommer. Mehr weiß ich nicht. Mehr brauche ich nicht zu wissen. Wir leben mit dem Wechsel der Jahreszeiten. Der Frühling geht und der Sommer kommt. Der Sommer …

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„Ja, meine Großmutter und mein Großvater, und wieder war es ein Abschied – der nächste Krieg, die nächste Einberufung. Kurz zuvor erst hatten sie geheiratet, entgegen allem Widerstand, denn schließlich hätten sie ja bis nach dem Krieg warten können. Wollte sie denn unbedingt eine Soldatenwitwe werden, hatte sie sich fragen lassen müssen. Doch die junge …

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Inspiriert von Kieran Halpin „Foreigners“   Von Ferne dringt der Ruf zu mir. Es ist der Wind, der ihn zu mir trägt. Und die Wolken. Und das Wasser. Der Wind erzählt mir, dass er es gesehen hat, das Land, in dem meine Seele Heimat fand. Über sanfte grüne Hügel wehte er, über scharfe, steile Klippen. …

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