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Life is too short for boring stories

„Warum sagst Du nichts?“, kommt es spitz von einem der beiden Partner*innen, wenn man sich einmal in die sog. traute Zweisamkeit verirrt hat. „Weil ich gerade nichts zu sagen habe“, wäre die wohl ehrliche Antwort, aber sicherlich verfehlt, denn darauffolgt, ebenso unausweichlich, wie das Amen im Gebet, die Antwort: „Du meinst wohl, weil Du mir …

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Es gibt viele Menschen, die erzählen gerne von sich selbst. So wird zumindest behauptet. Dabei gibt es eine zumindest weitgehende Übereinstimmung darüber, was dieses “über sich erzählen” bedeutet, nämlich eine Aneinanderreihung von Geschichten, die in einem individuellen Leben geschahen. Anekdotenhaft oder pointiert erzählt, je nach Temperament, kann es auch recht amüsant sein. Und es wird …

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„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, lässt Johannes (14,6) in seinem Evangelium Jesus sagen. Der Weg, den wir gehen, die Wahrheit, die wir verkünden und das Leben, das wir achten sollten. Doch die meisten Christen, egal ob in der Hierarchie oben oder unten, scheren sich nicht darum. Doch was haben die Christen …

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Von vielen Dingen haben wir ganz bestimmte Bilder im Kopf. Z.B. denken die meisten Menschen beim Begriff „Tisch“ an eine rechteckige Platte mit vier Füßen, habe ich mal gelesen, so als wäre es eine Metavorstellung, unter der alle anderen Tischarten subsummiert werden. Nicht unbedingt eine aufsehenerregende Neuigkeit, wenn man sich nicht gerade in der Situation …

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„Du, Bauer?“ „Ja, Schweinderl.“ „Lande ich auch mal als Schinken auf Deinem Teller?“ „Ja, natürlich.“   Dieses Zwiegespräch zwischen dem lustigen Bauern, der die Biolehrerin heimlich verehrt, die wiederum mehr Augen für die wunderbaren Bioprodukte des Bauern hat, ist mittlerweile fester Bestandteil der Werbung für die „Ja, natürlich“-Linie eines der größten Lebensmittelkonzerne in Österreich. Dieses …

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„Wir sitzen in der Höhle, doch wir sind nicht festgebunden. Es ist nicht notwendig. Wir fesseln uns selbst. Gefangene, die sich selbst die Fesseln anlegen, ein eigentlich perverser Gedanke“, meinte Christian sinnend. „So wie Du mich jetzt fesselst“, entgegnete Martinique lächelnd, ohne den Ernst seiner Worte in Mitleidenschaft zu ziehen, da er sie in seinen …

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Vor Zeiten waren, so heißt es bei den Gebrüdern Grimm, und ich habe es darselbst nachgelesen und bestätigt gefunden, ein König und eine Königin, die sich sehnlichst ein Kind wünschten, aber ihr Wunsch ging nicht und nicht in Erfüllung, bis die Königin einmal im Bade saß und ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch …

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Zum Tag der Milch am 01. Juni fanden nicht nur österreichweit Werbeaktionen statt, die den Verzehr von Muttermilch anderer Spezies durch den Menschen propagierten, sondern auch eine durchaus aufmerksamkeitswirksame Menschenmelk-Aktion auf der Wiener Mariahilfer Straße statt. Menschenfrauen wurden dabei gemolken um ein Kalb zu füttern. Grotesk? Vielleicht. Aber warum ist die umgekehrte Situation nicht grotesk?

war es nicht mehr möglich es zu negieren. Ich kann nicht zurück, hinter eine einmal gemachte Erfahrung zurück. Ich kann es nicht mehr länger ignorieren und nicht mehr so tun, als wäre nichts. Das schön verpackte Schweinekotelett, sauber und adrett ist der Teil eines Kadavers, der zu einem Schwein gehörte, das von Anfang bis zum …

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