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Life is too short for boring stories

„Du kannst doch nicht!“, hätten viele andere gesagt, viele, die ich kenne und die sich selbst wohl nicht als schlechte Menschen bezeichnen würden. Ganz im Gegenteil, sie würden sich als moralisch integer ansehen. Schließlich schlugen sie ihren Partner nicht, waren nicht alkoholkrank und raubten auch keine Handtaschen. Moralisch integre Menschen, in ihrem Verständnis, die ihr …

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Der Buschauffeur nennt mir den Preis. Ich beginne meine Taschen zu durchsuchen. Hinter mir ist ein deutliches Murren der Einsteigewilligen zu vernehmen, als eine Hand von hinten nach vorne gestreckt wir und etliche Münzen klimpern. „Ich zahle für den jungen Mann mit.“, sagt eine, offensichtlich zur Hand gehörige, Stimme. Ich drehe mich um. Eine ältere …

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Es war am frühen Morgen, da fanden wir sie, ein kleines, weißes Wollknäuel mit kurzen, graugesprenkelten Ohren, das im Gras saß und nicht weglief. Ein Kaninchen. Aber warum lief sie nicht weg? Warum versuchte sie nicht einmal wegzulaufen? Nach Kaninchenart. Vorsichtig hoben wir sie auf. Sie lebte. Ganz eindeutig, doch das Näschen war blutrot und …

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Eine Blume am Rand des Weges. Eine kleine unscheinbare Blume, die jemand gepflückt hatte, weil sie ihm gefiel. Dann hatte er sie eine Weile mitgenommen. Es war ihm zu viel geworden, wohl auch, weil sie die Kraft verlor und die Schönheit. Schließlich hatte er sie von ihren Wurzeln getrennt. Sie hörte auf ihm zu gefallen. …

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Es war, als hätte sich das Leben aufgelöst, alle Verlässlichkeit verloren. Gestern noch war alles ganz anders gewesen. Gestern noch. Und heute. Lachen und scherzen in der Verbundenheit und im Miteinander. Es war gewesen. Dann bin ich gegangen. Ein paar Stunden nur. Es war bereits morgen gewesen, also eigentlich gar nicht mehr gestern, sondern schon …

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„Bevor Du gehst, muss ich Dir noch was ganz Wichtiges sagen“, presste sie atemlos hervor, während sie die Treppe gerade hinunter hechtete. Sie hatte es geschafft, quasi in allerletzter Minute, da er die Türschnalle bereits in der Hand hatte, bereit die Türe zu öffnen und hinaus ins Freie zu treten. Langsam wandte er sich zu …

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Je näher der große Tag kam, desto unruhiger wurde ich. Der große Tag, was immer das auch bedeuten mochte. Irgendwo in mir machte sich Widerstand breit, denn erst dadurch, dass ich mir so viele Gedanken darüber machte, Tag für Tag, nun seit fast drei Wochen, kaum etwas anderes thematisierte, wurde er immer größer, ja beinahe …

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