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Life is too short for boring stories

„Wie herrlich es sein muss, nur einmal möchte ich dort sein“, dachte sie, während sie die Postkarte in ihrer Hand betrachtete, voller Sehnsucht und Verzweiflung. Die abgewetzten Ecken, die verschmierte Schrift auf der Rückseite zeigten wie lange diese Postkarte schon in ihrem Besitz war und wie oft sie sie zur Hand genommen hatte. Manchmal dachte …

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Er stand am Tor, reglos, in jener Nacht, als sie ging. Es war noch nicht lange her, da hatte er alles verloren, alles, was für ihn in dieser Welt von Bedeutung war, alles und jeden, auf einen Schlag, entwurzelt und verloren, in der Unendlichkeit der Welt, die doch nichts weiter war, als dieser eine Straßenzug, …

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Max Mank war alt. Doch erst seit seine Frau gestorben war, fühlte er es deutlich. Bis dahin war es ihm nicht wirklich aufgefallen. Zuerst waren die Kinder aus- und weggezogen. Nach und nach verließen sie die Freunde, und zuletzt auch seine Frau. Sie war seine letzte Stütze gewesen, zumindest seit der Pensionierung vor nunmehr zehn …

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Ganz klein war sie noch, doch sie wollte nicht alleine sein, wollte mit mit den Großen, auch wenn sie ihre kurzen Beinchen noch nicht so schnell vorwärtstrugen. Es spielte keine Rolle. Sie gab ihr Bestes. Nur nicht alleine sein. So hoppelte sie hinter den anderen her. Ganz gleich wohin. Auch auf die Straße, wenn es …

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Und dann war alles anders. Von einem auf den anderen Moment schien nichts mehr zu sein wie es gerade eben noch war. Oder doch nicht? Der Mond stand voll und satt am Himmel, und doch stand er anders für mich. Die Nachtluft war lau und warm, und doch war sie anders für mich. Sogar ich …

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Es gibt den Schmerz, dem man einen Namen geben kann. Zum einen ist es der handfeste, körperliche Schmerz. Da kann ich dann mit dem Finger darauf weisen und mein Weisen noch mit den Worten bekräftigen, „Da sitzt er, der Schmerz!“ Das ist sehr praktisch, denn man selbst weiß genau was los ist. Die anderen, denen …

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Und Gott, der aus dem In-Sich-ruhen in der Ewigkeit als Wort aus sich herausgetreten war um Schöpfung zu sein, der das Wort selbst Fleisch werden ließ, nahm es auf sich, selbst Wort seiend, in die Wortlosigkeit verstoßen zu werden.

The empty store

9. Das Kästchen   Lilith hatte ein Kästchen vor sich stehen, als Ruben an diesem Morgen das Geschäft betrat. Das Kästchen stand dort und Liliths Blick ruhte darauf. Es war nichts weiter als ein Kästchen, ein kleines, unscheinbares Kästchen aus Pappe, braun und ein wenig abgenutzt. Weder Aufschrift noch Verzierung fanden sich darauf. Und doch …

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The empty store

2. Die Umarmung   Krachend wurde die Türe aufgestoßen. Krachend fiel sie ins Schloss. Ruben und Lilith saßen bei einer Tasse Tee. Er war gegangen und wiedergekommen. Er blieb und er ging. Vielleicht ein wenig länger an diesem Tag. Es war gut gehen zu können, denn sonst kann man nicht wiederkommen. Eine Vertrautheit zu genießen, …

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