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Life is too short for boring stories

„Nur noch 700 km“, dachte ich, um mich selbst zu motivieren, „700 km und wir sind endlich zu Hause.“ Zu Hause? Das waren zwei abgelegene Häuser im Südburgenland. Dorthin zogen wir uns zurück, wenn wir nach zehnmonatigen Konzert-, Auftritts- und Publicitymarathon die zweimonatige Sommerpause antraten. Das hört sich zwar nach viel Spaß an, zumal, wenn …

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Es war einer jener seltenen Nachmittage, an denen ich mich, bewaffnet mit Laptop und Tee auf der Couch verkriechen konnte, um nichts weiter zu tun, als zu schreiben. Ich vermeinte in meinem Tun versunken zu sein, als ich aus dem Augenwinkel ein Vorbeihuschen wahrnahm. Es war irritierend, insofern, als dass ich in diesen Momenten unter …

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Plötzlich standst Du neben mir, auf dieser Vernissage, auf der ich mich schon genug gelangweilt hatte. Doch dass Du nun neben mir standst, das versprach amüsant zu werden. Zwei Gläser Bier hieltst Du in Händen und strahltest übers ganze Gesicht. Das ist eines der Dinge, die ich an Dir sehr schätzte, diese unverstellte, unprätentiöse Lebensfreude. …

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“Die Premiere war wirklich beeindruckend. Die Skizzierung der Charaktere, die in diesem Stück eine besonders große Rolle spielt …”, konnte ich gerade noch zu einer mir bekannten Regisseurin sagen, als eine gewisse Dame, die mir bereits von anderen Veranstaltungen in besonders angenehmer Erinnerung war, plötzlich und nachhaltig einwarf,

„Hallo!“, melde ich mich am Telefon, als es mir endlich gelingt, sie zu erreichen, doch weiter komme ich nicht, denn sofort werde unterbrochen. „Stell Dir vor, was mir heute passiert ist“, doch ich komme gar nicht dazu mir irgendetwas Schreckliches vorzustellen, denn sie fährt auch schon fort. „Ich habe mir, als ich die Strümpfe richtete, …

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Ich stehe am Spielfeldrand, im Dunklen, in der Kälte. Grell wird der Platz von der Flutlichtanlage erleuchtet. Nicht mehr als zehn Menschen, die das Spiel verfolgen. Freunde, Verwandte, Bekannte in erster Linie, denn hier spielen die Frauen Fußball. Das Schicksal einer Randsportart. Wobei Fußball selbst alles andere als am Rand angesiedelt ist. So lange er …

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„Mens sana in corpore sano“, bemühen wir mal wieder den Lateiner, den wir doch sonst nicht brauchen, weil wir ihn für überflüssig halten. Bloß da, wo wir uns genötigt sehen und zu rechtfertigen warum wir solch einen Kult um unseren Körper bauen, da soll er uns denn doch Schützenhilfe leisten, denn Autorität hat er ja, …

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