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Life is too short for boring stories

„Hast Du gesehen, ich habe uns ein Dach gebaut, dort neben der Weide, wo wir unterschlüpfen können, wenn wir wollen?“, begrüßte ich Dich in der nächsten Regennacht, und Du wolltest, kamst zu mir unter das Dach und setztest Deine Erzählung fort.

Bei allen Versuchen Dich zu halten blieb meine Hand leer. Niemand lässt sich halten, nur von sich aus kann man bleiben, und doch trieb es auch Dich zu mir, wenn der Regen kam, einen Platz zu finden, zu erzählen. Hattest Du sonst keinen?

Immer noch hieltst Du es nicht aus, außerhalb des Regens, immer noch konntest Du die Wärme nicht ertragen, wolltest Du nicht vor dem Feuer erstarren, diesem inneren Bild, aber vielleicht würde Dir das Erzählen dazu verhelfen es wieder zu können. Und es kam der Regen. Und Du kamst, beharrlich und ungehindert.

„Nun schau Dir mal das an!“, forderte Frau Ehrgeizig ihren Mann auf, der im Garten stand und grillte. Sie selbst hatte einen guten Blick von der Terrasse auf die umliegenden Grundstücke, „Wer sich heutzutage mit wem einlässt, ist sagenhaft. Manche Menschen haben absolut kein Standesbewusstsein.“„Darling, sei doch nicht schon wieder so unsozial“, erwiderte er, während …

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Eigentlich lese ich gerne in der Badewanne. Eigentlich lese ich fast überall gerne, so lange es nicht Leib und Leben gefährdet. Aber in der Badewanne besonders, zumindest wenn ich nicht gerade Migräne habe. Schließlich kann man sich nicht einfach irgendwo hinsetzen, nicht einmal in warmes Wasser und einfach nichts tun. Das ein oder andere Buch …

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„Nur noch 700 km“, dachte ich, um mich selbst zu motivieren, „700 km und wir sind endlich zu Hause.“ Zu Hause? Das waren zwei abgelegene Häuser im Südburgenland. Dorthin zogen wir uns zurück, wenn wir nach zehnmonatigen Konzert-, Auftritts- und Publicitymarathon die zweimonatige Sommerpause antraten. Das hört sich zwar nach viel Spaß an, zumal, wenn …

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Es war einer jener seltenen Nachmittage, an denen ich mich, bewaffnet mit Laptop und Tee auf der Couch verkriechen konnte, um nichts weiter zu tun, als zu schreiben. Ich vermeinte in meinem Tun versunken zu sein, als ich aus dem Augenwinkel ein Vorbeihuschen wahrnahm. Es war irritierend, insofern, als dass ich in diesen Momenten unter …

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Plötzlich standst Du neben mir, auf dieser Vernissage, auf der ich mich schon genug gelangweilt hatte. Doch dass Du nun neben mir standst, das versprach amüsant zu werden. Zwei Gläser Bier hieltst Du in Händen und strahltest übers ganze Gesicht. Das ist eines der Dinge, die ich an Dir sehr schätzte, diese unverstellte, unprätentiöse Lebensfreude. …

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“Die Premiere war wirklich beeindruckend. Die Skizzierung der Charaktere, die in diesem Stück eine besonders große Rolle spielt …”, konnte ich gerade noch zu einer mir bekannten Regisseurin sagen, als eine gewisse Dame, die mir bereits von anderen Veranstaltungen in besonders angenehmer Erinnerung war, plötzlich und nachhaltig einwarf,

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