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Life is too short for boring stories

So viele Friedenstauben wir auch fliegen lassenund damit dem Tod preisgeben.So viele Denkmäler wir auch errichten,zum Gedenken und Eingedenken.So oft wir auch wiederholen,wir wollen keinen Krieg mehr.So lange schließen wir die Augenvor dessen Unausweichlichkeit.So lange wir uns selbst täuschenwerden wir getäuscht sein.

Die Gitter sind gefallen, sie haben es endlich geschafft, aufeinander zu zu gehen, unbeirrt und zielstrebig, aufeinander zu, die wenigen Meter, die sie trennen, zu überwinden. Sehen sich schon im Miteinander und strecken sich die Arme entgegen, Hände mit geöffneten Handflächen, offenen, verwundbaren Handflächen, die Offenheit verheißen, im Schein der elf Kerzen. Sehen sich schon …

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Sie gehen die paar Schritte, nähern sich dem Schein der zehn Kerzen, die dort den Gang beleuchten, sie den Ansatz einer Treppe erkennen lassen, einer Treppe, die hinauf- und wohl hinausführt, erkennen die Chance, aufzubrechen und aufzusteigen, erkennen den Ausblick, jetzt, da sie sich nicht mehr selbst im Weg stehen, jetzt, da ihnen nichts mehr …

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Da war einmal eine Türe, die er für sie geöffnet hatte. Da war einmal ein Weg, den sie gemeinsam gegangen waren. Da war einmal ein Zaun, der sie getrennt hatte, und doch noch mehr zusammenfinden ließ, und da sind die Bäume, die sie vereinzeln, jeden für sich kämpfen lassend, und die Kälte, die sie bisher …

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Verbundenheit Das Glas,zersplittert in tausend Teile,wandelt sich,wenn Du Dich bückst,eines an Dich nimmst.

Ich lag am Steg, in jener Nacht, nackt und langgesteckt auf dem Rücken, und kleine Wassertropfen schimmerten wie Perlen auf meiner Haut, da sie das Mondlicht reflektierten. Ich hatte den See durchschwommen, war eingetaucht in das klare Wasser, schwerelos, umschmeichelt und getragen. Die Wassertropfen schimmerten auf meiner Haut wie der Tau am Morgen auf die …

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Ich war mir so sicher, so, so, so, so sicher. Oder war ich mir mal gerade so sicher, wie ich mir meiner selbst gewiß bin, eben immer nur so vage? Nein, ich war mir ganz sicher, so sicher, wie ich mir sicher sein konnte, dass am nächsten Abend der Mond wieder aufging, so sicher, wie …

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Ich saß auf dem Steg, wieder auf dem Steg, in jener Nacht. Du bist weg gegangen, irgendwann davor bist du weg gegangen, in Deine Welt und hast mich hiergelassen, hier in meiner Welt, die wir sprechend dem Fluss des Chaos entrissen haben. Jetzt, da sie wieder vollständig war, jetzt konntest Du Dich zurückziehen. Und ich …

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Der Waggon raste weiter, ungelenkt, ungebremst, dem Anhang entgegen, und niemand war da, der eine Weiche umstellen konnte. Oder wollte? Instinktiv war ich von Dir weggerückt, auch äußerlich. Instinktiv hatte ich die Arme vor der Brust gekreuzt, um mich noch unzugänglicher zu machen, mich noch mehr zu verschließen. Ein einziges Wort zu viel, löste eine …

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Du hast natürlich recht, es ist lange her. Wenn ich jetzt versuche mich zu entsinnen, so ist es, als würde ein ganzes Leben zwischen dem Damals, in dem Du mir Du warst, und dem Heute, da Du aus dem Du herausgetreten warst und mich als leere Du-Hülle zurückließt, liegen. Und ist dem nicht wirklich so? …

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