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Life is too short for boring stories

Der Waggon raste weiter, ungelenkt, ungebremst, dem Anhang entgegen, und niemand war da, der eine Weiche umstellen konnte. Oder wollte? Instinktiv war ich von Dir weggerückt, auch äußerlich. Instinktiv hatte ich die Arme vor der Brust gekreuzt, um mich noch unzugänglicher zu machen, mich noch mehr zu verschließen. Ein einziges Wort zu viel, löste eine …

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Du hast natürlich recht, es ist lange her. Wenn ich jetzt versuche mich zu entsinnen, so ist es, als würde ein ganzes Leben zwischen dem Damals, in dem Du mir Du warst, und dem Heute, da Du aus dem Du herausgetreten warst und mich als leere Du-Hülle zurückließt, liegen. Und ist dem nicht wirklich so? …

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Jede*r hat es schon erlebt und es ist nichts außergewöhnliches, und doch gehört es zu den schmerzvollsten Erfahrungen im Leben, von einem Menschen, den man liebt, verlassen zu werden. Man meint, nie wieder vertrauen, nie wieder lieben zu können. In meinen Geschichten erzähle ich von diesen Erfahrungen, aber auch über einen Weg, durch diesen Schmerz …

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Dir zu bereiten, einen Ort, an den Du zurückkehren kannst, wenn Dich das Leben ausgelaugt hat, dann findest Du ein Kissen Dich zu betten und eine Decke Dich zu wärmen, dann findest Du Ruhe und Stille und Raum zum Atmen. Mich Dir zu bereiten, als den Ort, an den Du zurückkehren kannst, wenn Dich das …

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„Du bist die schönste Rose, die ich je gesehen habe.“ „Ich bin nichts Besonderes, einfach nur eine Rose unter vielen anderen.“ „Du bist auch eine von denen, die den „Kleinen Prinzen“ nicht gelesen haben, aber egal, ich sage, Du bist eine ganz besondere Rose unter all den anderen. Auch wenn man glaubt, ihr seht alle …

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Vorsichtig legt sie das Buch auf den Nachttisch, streckt den Arm aus und löscht das Licht, denn er ist eingeschlafen, in ihrem Arm, den Kopf auf ihre Schulter gebettet. Sie widersteht dem Impuls, ihm mit den Fingern durchs Haar zu streichen, als würde das genügen, ihn zu wecken. Er atmet ruhig und gleichmäßig, endlich die …

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Man gewöhnt sich. Onto war ein Teil unserer kleinen Familie geworden, denn wir hatten uns vertraut gemacht, einander kennengelernt und angenommen in unserem jeweiligen So-Sein. „So wie Du bist“, sagte ich zu mir, um sofort zu ergänzen, „und wirst. In dem, in dem Du beständig bist und in dem, in dem Du wächst, so nehme …

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Der Morgen wirkt wie jeder Morgen. Dass mir das Aufstehen nicht leicht fällt, das war schon immer so, daran habe ich mich gewöhnt und nehme es hin, wie den Nieselregen, der gegen die Fensterscheibe klopft. Fast zart, doch es ist die Zeit, da ich viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt bin, als dass mir …

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Es war Sonntag im Jahre 1938. Das Fräulein, das durch Emsigkeit und Umsicht das Wohlwollen der ansässigen Hausfrauen als Verkäuferin im hiesigen Gemischtwarenhandel zu erwerben suchte, war auf dem Weg ins Kino. Jeden Sonntag verließ sie kurz vor 15.00 Uhr das Haus um ins Kino zu gehen. Adrett, mit ihrem Sonntagskleid und duftenden Strümpfen angetan, …

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Vom ersten Tag an sterben wir. Nicht metaphorisch, nicht allegorisch, sondern wirklich. Mit jedem Tag, der vergeht, haben wir einen Tag weniger. Jeden Tag ein kleiner Tod. Natürlich, am Anfang, da gibt es noch einen Aufbau, die Illusion eines Werdens. Wie lange? Ein paar Jahre? Eineinhalb Jahrzehnte? Und doch nur Illusion, denn mit jedem Morgen, …

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