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Life is too short for boring stories

Andernorts gebiert auch eine Mutter. Vier Säuglinge, ohne Hilfe, ohne Ratgeber und Anweisungen, wie sie atmen soll. Sie kann es einfach. Sie leckt die Kleinen sauber, bis das Fell glänzt. Ganz von alleine finden sie die Brüste, um zu trinken. Es geschieht mit aller Selbstverständlichkeit, in der Wärme der Geborgenheit, des Angenommen-Seins. Niemand darf den …

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Gedankenverloren lasse ich den Blick durch den Raum schweifen. Unkontrollierbar ist dieses Schweifen. Es wird Zeit zu gehen. Sobald ich ausgetrunken habe, denke ich, als Du Dich zu mir setzt. „Hallo!“, sagst Du und ich erwidere den Gruß, merke, wie ich mich an einem Lächeln versuche. Das geschieht, ganz automatisch.„Schön Dich zu sehen“, fährst Du …

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Der Waggon war in den Abgrund gestürzt, war aufgeschlagen und zersplittert, zerborsten. Ich hatte zwar die Augen geschlossen, mich in das scheins Unausweichliche fallen lassen, in der stummen Erwartung, dass mir das gleiche widerfahren würde, doch als der Knall verklungen war und wieder Ruhe einkehrte, fühlte ich mich immer noch ganz und heil. Irgendetwas musste …

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Wolken hatten sich vor den Mond geschoben, tiefe, dunkle Wolken, so dass ich Dich kaum mehr zu erkennen vermochte. Finsternis, pechschwarze Finsternis überlagerte sogar noch das Grau, nahmen selbst diesem noch die Nuancierungen. Doch ich spürte, dass Du mich ansahst, intensiv und fordernd.

„Ich will bei Dir bleiben, Dir bleiben.“, sagtest Du, als Du erwachtest und sich nichts geändert hatte, am Fortgang nicht und auch nicht am Bleiben. „Dann bleib bei mir, bleib mir.“, antwortete ich, als Du mir wiedergegeben warst, aus den Armen des Schlafs, in diesen Moment. „Ich kann bleiben, so lange Du mir erzählst.“, sagtest …

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Du wandtest Dich mir zu, als Du weitersprachst, in jener Vollmondnacht, wo wir den Regen endlich hinter uns gelassen hatten. „Ich zitterte vor Kälte und Anspannung. Nun wusste ich alles, alles, was ich nicht wissen durfte. ‚Nun wirst Du sterben und das, was Du gehört hast, wird für immer in Vergessenheit geraten’, sagte meine Tante …

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Du hattest den Regen hinter Dir gelassen und kamst in der nächsten Nacht, obwohl die Sonne alles aufgetrocknet hatte. Ich verlangte keine Erklärung, war nur froh, dass Du da warst, um fortzusetzen.

Diese Verletzungen prägen sich ein, äußerlich und innerlich, begleiten und prägen uns. Es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen, aber auch wie unsere Umwelt darauf reagiert. Bei Mark war es so, dass die Menschen ihn mieden, versuchten, ihm so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. So gefährlich er wirkte, musste er …

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Wie versteinert steht sie da, überfliegt das Chaos aus Flüssigkeiten und Scherben, das sich da auf dem Boden ausbreitet. Die Heftigkeit seiner Reaktion schüchtert sie ein. Irgendetwas ist passiert, aber sie kann sich keinen Reim darauf machen. Hat sie irgendetwas falsch gemacht? Und wenn ja, was? In seinen Augen zeigt sich Verlegenheit, aber auch etwas …

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Grete hatte sich viele Szenarien ausgemalt, von einer Verstümmelung bis zu einem schrecklichen Ekzem, das Gregor über Nacht überfallen hatte. Doch, was sie tatsächlich sah, das übertraf ihre kühnsten Vorstellungen. Nichts hatte darauf hingewiesen, nichts sie darauf vorbereitet, was sie zu sehen bekam. Der Schrei steckte in ihrer Kehle und wollte sich unbedingt Bahn brechen, …

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