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Life is too short for boring stories

Bei allen Versuchen Dich zu halten blieb meine Hand leer. Niemand lässt sich halten, nur von sich aus kann man bleiben, und doch trieb es auch Dich zu mir, wenn der Regen kam, einen Platz zu finden, zu erzählen. Hattest Du sonst keinen?

Immer war es dasselbe Bild. Wie Du das nur ertrugst, immer im Regen zu sein? Nach und nach fror ich immer mehr, aber meine Begierde mehr zu hören war größer als mein sich immer mehr steigernder Unwille gegen den Regen. Und Du kamst, verlässlich mit dem Regen.

Immer noch hieltst Du es nicht aus, außerhalb des Regens, immer noch konntest Du die Wärme nicht ertragen, wolltest Du nicht vor dem Feuer erstarren, diesem inneren Bild, aber vielleicht würde Dir das Erzählen dazu verhelfen es wieder zu können. Und es kam der Regen. Und Du kamst, beharrlich und ungehindert.

Und Du verlorst Dich im Regen, so wie der Regen Dich zu mir getragen hatte. Woher auch immer, aus welcher Zeit auch immer. Ich hatte nie gefragt. Warst Du präsent oder ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten? Kamst Du von hier oder aus einer Utopie, Nichtort und Allerort? Es gibt nichts zu deuten. Nur zuzuhören.

In meinen Träumen sah ich es vor mir, immer dasselbe Bild, alles verloren, alles ein Raub der Flammen, und Du standst davor, vor dem, was einmal euer Haus war, mit nichts als dem, was Du auf dem Leib trugst und was Du in Deiner Tasche hattest, die Du mit zu Deiner Freundin genommen hattest. Lange …

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Onto kam und ging, wie es ihm gefiel. Manchmal flog er auf unseren Spaziergängen ein Stück mit und verschwand wieder. Es war schön ihn zu beobachten, in seiner Kraft und Freude, die das junge Leben schenkt. In welcher Intensität war er doch dem Leben verbunden, kostete, schöpfte es aus, ohne dass dessen Strom je weniger …

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