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Life is too short for boring stories

Ganz sanft berührte Ontos Schnabel das Gefieder von Logos. Ich hielt sie, spürte das Blut, aber auch die Wärme ihres Körpers und plötzlich wurde ich mir bewusst, dass ihr Herz schlug. Ganz schwach nur, aber eindeutig. Das war es, was Onto mir sagen wollte. Ich musste mich beeilen. So schnell ich konnte ging ich zurück …

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Man gewöhnt sich. Onto war ein Teil unserer kleinen Familie geworden, denn wir hatten uns vertraut gemacht, einander kennengelernt und angenommen in unserem jeweiligen So-Sein. „So wie Du bist“, sagte ich zu mir, um sofort zu ergänzen, „und wirst. In dem, in dem Du beständig bist und in dem, in dem Du wächst, so nehme …

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Rabe Onto fühlte sich bei uns wohl und zu Hause, soweit ich mir als Mensch anmaßen kann, dies beurteilen zu können. Es hatte gar nicht lange gedauert, bis sich feste Strukturen etabliert hatten. Und warum sollte man nicht wiederholen, was sich bewährt hat. Das schenkt dem Leben eine gewisse Verlässlichkeit inmitten der Unwägbarkeiten. Fatal wird …

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Rabe Onto, wie er von uns genannt wurde, hatte sich eingelebt. Er nahm sein Schicksal, vorübergehend nicht fliegen zu können, mit bewunderungswürdiger Gleichmut, hin. Immerhin konnte er noch gehen. Das tat er. Neugierig und wissbegierig, wie intelligente Lebewesen nun mal sind, erkundete er die Umgebung, untersuchte verschiedenste Materialien auf deren Belastbarkeit, bevorzugt mit dem Schnabel, …

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Tschanigraben, das ist ein Ort mit knapp 60 Einwohnern, im südlichen Burgenland nahe Güssing und der ungarischen Grenze gelegen, malerisch, idyllisch und vor allem nicht überlaufen. Dorthin wollte ich fahren, umweltbewusst wie ich nun mal bin, mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachdem mir die offizielle Fahrplanauskunft eine Reisezeit von 11 Stunden und 45 Minuten angegeben hatte, immerhin …

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Aufrecht stolzierte der Rabe durch unser Wohnzimmer, am Abend des Tages, an dem wir ihn gefunden und ärztlich versorgen hatten lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch keinen Namen. Ich beobachtete ihn. Stolzieren war durchaus das passende Wort für die Art seiner Fortbewegung. Ab und an hielt er inne. Dann stand er da. Es schien, …

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Es war ein grauer Herbsttag, als meine Hündin mich auf ihn aufmerksam machte. Er saß im Gras und schrie missvergnügt. Zumindest hörte es sich für mich missvergnügt an. Meine Hündin stand daneben, neugierig, aber auch ein wenig ängstlich. Sie wollte näher hin, traute sich aber nicht so recht. Deshalb beließ sie es dabei, den Hals …

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