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Life is too short for boring stories

„Das ist wunderbar“, erwiderte Hr. Dr. Schön, „Ich hatte nie gewusst, dass Du solche Ambitionen hast.“„Du hast viel von mir nicht gewusst“, sagte Fr. Schön knapp, „Menschen verändern sich, lernen dazu und man merkt es nicht. Oder sie haben große Träume und Pläne und behalten sie für sich, weil sie Angst haben, dass man sie …

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Angenehm war es dem Stoßverkehr entkommen zu sein. Seit sie später zu arbeiten begann, stand sie kaum noch im Stau. Dafür nahm sie es auch in Kauf, später nach Hause zu kommen. Was auch keine Rolle spielte, denn egal ob es sechs oder acht Uhr abends war, immer fand sie ihren Angetrauten vor dem Fernseher …

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Ich stand auf in der Früh. Egal wo ich war und mit wem, in der Früh stand ich auf, putzte mir die Zähne, machte mir Kaffee. Mitunter auch Frühstück, wenn ich nicht alleine war. Für mich nicht. Frühstück ist nicht meine Mahlzeit. Das geht an mir vorüber. Kaffee genügt. Es ist auch nicht meine Zeit, …

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„ Schläfst Du?“, frage ich vorsichtig. Schweigen, sich verkriechen, so gut als möglich, in uns selbst. Dieses Bett ist das Nadelöhr, um das wir nicht herumkommen. Entkommen ist nur in den Schlaf möglich, auch wenn man nur so tut. So liegen wir, Nacht um Nacht, im selben Bett, tunlichst an der äußersten Kante, um uns …

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Tief verwurzelt in der Erde. Sie hatten Zeit, sich auszubreiten, unter der Erde, dass sie dem keimenden Stamm Kraft und Stütze sind, dort, an der äußeren Mauer meiner Burg, tief verwurzelt, dass sie sich erheben können, sich ausdehnen, ihren Stamm treiben und wachsen, an der Mauer sich stützend, immer weiter und weiter empor bis zu …

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Der Heilige Abend war harmonisch verlaufen – und vorübergegangen. Maria und Uwe hatten eine Entscheidung getroffen und blieben. Auf dem kleinen Hof ging das Leben seinen normalen Gang weiter. Die beiden Neuankömmlinge waren aufgenommen worden und integriert. Erst als der Schnee weggeschmolzen war und der Frühling sich Bahn brach, konnte man die Veränderungen auch spüren. …

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Ein Auto war vorgefahren. Es war ungewöhnlich, denn es verirrte sich kaum jemand hierher. Wohl gab es immer mehr, die sich ab und an aus dem Trubel verabschiedeten und die Abgeschiedenheit aufsuchen wollten. Es hatte doch eine eigene Ausstrahlung, das Waldviertel, mit seiner Weite und auch Verlassenheit. Natürlich gab es auch Städte, aber auch viele …

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„Ich habe den Eindruck, Du gehst Deiner Verantwortung aus dem Weg“, sagte Uwe zu Maria an diesem neuen Tag. „Wie kommst Du darauf?“, entgegnete Maria ausweichend, „Ich mache doch alles was zu machen ist.“ „Nein, das meine ich nicht, und das weißt Du ganz genau“, erwiderte Uwe, „Da steht nun Dein Auto und darin liegen …

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Jeden Tag gingen sie hier spazieren, seit Jahren schon, er auf seiner Seite des weitläufigen Parks, der die Stadt in zwei Hälften zerteilte, und sie auf ihrer. Niemals wären sie sich wohl begegnet, wenn sie nicht beschlossen hätten, unabhängig voneinander, den bekannten, immer gegangen Weg zu verlassen, und einen Seitenweg einzuschlagen. Auf einer Bank ließ …

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The empty store

19. Seifenblasen im Wind   Ruben und Lilith hatten angeregt diskutiert. Angeregt, aber nicht aufgeregt. Über dies und das. Nichts was wirklich betroffen hätte. Nichts weiter. Manchmal ist es gut. Manchmal ist es eine Ablenkung.   „So vieles scheint schief zu laufen, und doch, es bleibt keiner stehen um zu sehen, wie es richtig laufen …

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