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Life is too short for boring stories

Heitere, lächelnde, mit dem Leben zufriedene Frauen, die sich um den Haushalt und die Kinder kümmerten, des Abends den Ernährer mit einem schmackhaften Essen in einer sauberen, hellen Wohnung empfingen, das war das Idealbild der Zeit. Auch Antonia träumte davon, wie alle Mädchen um sie herum, die mit ihr tagtäglich in die Fabrik gingen, um …

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Tobias zählte zu jenen Männern, von denen die Frauen nicht zu wissen schienen, dass sie überhaupt Männer waren. Er war Vertrauter, Seelentröster, Helfer in der Not, aber keine konnte sich ihn offenbar als Liebhaber oder Partner vorstellen. Sie kamen zu ihm, wenn sie etwas brauchten. „Tobilein“, sagten sie dann, weil es sich eingebürgert hatte, und …

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Das nackte Entsetzen erfasste Joël, als sie an diesem Morgen nach Hause kam und ihre Zahnbürste aus der Tasche nehmen wollte, die sie, wie stets, wenn sie die Nacht außer Haus verbrachte, eingesteckt hatte. Sie war aber nicht da. Das ließ nur einen Schluss zu, sie hatte ihre Zahnbürste in einem fremden Badezimmer vergessen. Anderen …

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Lautstarkes Hupen ließ Sebastian aufschrecken. Wo war er? Was war los? Warum war es so laut in seinem Kopf? Da erst merkte er, dass das Hupen nicht aus seinem Kopf kam, sondern von ungeduldigen Fahrern hinter ihm verursacht wurde. Als wenn es tatsächlich eine Rolle spielte, ob man die Ampel bei dieser Grünphase oder bei …

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„Du hast etwas getan mit mir“, begann Martinique ohne Umschweife, nachdem sie sich mit aller Selbstverständlichkeit ins Wohnzimmer begeben hatte, wo sie sich auf die Couch fallen ließ. „Nimm doch Platz“, meinte Christian süffisant, obwohl ihn ihre Dreistigkeit weit mehr amüsierte, als dass es ihn störte. „Wir haben jetzt keine Zeit für Spielchen“, erwiderte sie …

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Martinique und Christian hatten ein Erlebnis, das ihnen gehörte, ganz alleine ihnen. Sie würden es für sich behalten. Alles andere wäre Verrat. Mehr noch, es würde so vieles kaputt machen. Wie ein zartes Pflänzchen, das man vor grobem Zugriff schützen musste und im Verborgenen reifte. Bis es stark genug war. Stark genug wofür?   Es …

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Eigentlich. Doch das Eigentlich des Genügens führt unweigerlich zu einem Uneigentlich. Sacht nahm er ihre Arme von seinen Schultern und setzte sich auf. Strahlend wie der junge Frühling und der Mond im Winter waren ihre Augen, bezaubernd wie ihr Lächeln. Als hätte ihr das Leben noch niemals übel mitgespielt. Wenn er sich darin verlor, dann …

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