novels4u.com

Life is too short for boring stories

Rasch sah ich mich nochmals um, bevor ich es wagte, meinen Schatz in Augenschein zu nehmen. Es handelte sich tatsächlich um ihr Buch. Ich schlug es auf. Vielleicht würde ich einen Namen darin finden, zumindest das. Doch da war noch mehr, mehr als ich mir erträumen ließ, da stand nämlich nicht nur ihr Name, Vor- …

weiterlesen

Ich begann also darüber nachzudenken, sie anzusprechen. Doch es war nicht leicht. Es hatte sich ein gewisser Rhythmus eingestellt. Sie bestieg den Zug, ging zu ihrem Platz, lächelte mir zu, nickte wohl kurz zur Begrüßung, zumindest angedeutet, setzte sich und nahm ihr Buch zur Hand. Dasselbe Prozedere geschah jeden Morgen. Sobald sie in ihre Lektüre …

weiterlesen

Es geschah an einem bitterkalten Tag Ende November, als ich sie zum ersten Mal sah, in dem Zug, in dem ich seit Kurzem fuhr. Die Firma, für die ich arbeitete, war umgezogen. Günstiger gelegen für mich als zuvor, denn so konnte ich beinahe von Haus zu Haus mit dem Zug fahren. Der Bahnhof in der …

weiterlesen

Nana, die Frau auf der Klippe, will ihrer Hündin die letzten Wochen ihres Lebens so angenehm wie möglich gestalten. Deshalb zieht sie nach Irland, um mit ihr gemeinsam zu leben, doch auch dort holt sie die Vergangenheit ein, in Form eines Mannes, der es nicht akzeptieren kann, dass er kein Recht auf sie hat. Bis …

weiterlesen

Jasmin rührt in ihrem Kaffee um. Es ist, als wäre sie verloren darin, als möchte sie weder zurück noch nach vorne sehen, ja als würde sie sich wünschen, dass sie jetzt und jetzt aus diesem Alptraum geweckt werden würde. „Wie soll ich das nur den Kindern erklären?“, denkt sie betrübt, „Was gibt es daran überhaupt …

weiterlesen

Wenn Du den Raum betrittst, geht ein Raunen durch die Reihen der anwesenden Damen. „War für ein gutaussehender Mann“, kann man ihnen förmlich von den Lippen ablesen, doch diese Reaktion ist nicht unbedingt nur dem Aussehen geschuldet, nicht einmal in der Hauptsache, sondern der Art des Auftritts. Das Hemd bis unter das Brustbein geöffnet, sieht …

weiterlesen

Andernorts gebiert auch eine Mutter. Vier Säuglinge, ohne Hilfe, ohne Ratgeber und Anweisungen, wie sie atmen soll. Sie kann es einfach. Sie leckt die Kleinen sauber, bis das Fell glänzt. Ganz von alleine finden sie die Brüste, um zu trinken. Es geschieht mit aller Selbstverständlichkeit, in der Wärme der Geborgenheit, des Angenommen-Seins. Niemand darf den …

weiterlesen

Gedankenverloren lasse ich den Blick durch den Raum schweifen. Unkontrollierbar ist dieses Schweifen. Es wird Zeit zu gehen. Sobald ich ausgetrunken habe, denke ich, als Du Dich zu mir setzt. „Hallo!“, sagst Du und ich erwidere den Gruß, merke, wie ich mich an einem Lächeln versuche. Das geschieht, ganz automatisch.„Schön Dich zu sehen“, fährst Du …

weiterlesen

Er: Entschuldigung, ist der Stuhl hier frei?Sie: (schaut verwundert von ihrer Zeitung auf) Ja, so wie viele andere auch. (Und weist bedeutungsvoll auf das fast leere Kaffeehaus)Er: Aber das ist der schönste Stuhl im ganzen Café.Sie: (sieht den Stuhl genau an vermag aber offenbar keinen Unterschied feststellen) Warum?Er: Was warum?Sie: Ich kann nicht sehen, dass …

weiterlesen

Bekanntermaßen verschickt Amor, der kleine, freche Gott, der nie erwachsen wird, seine Pfeile und versetzt diejenigen, die sie treffen in heftigen Liebestaumel. Nun scheint er eher unkontrolliert mit dieser Gabe umzugehen. Kann aber auch sein, dass er tatsächlich den Menschen Streiche spielt, die nicht selten fatal enden. Praktisch wäre es, wenn er sich zwei Menschen …

weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: