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Life is too short for boring stories

Sie wandten sich von mir ab, meine Kolleg*innen. Wenn ich direkt jemanden ansprach, so bekam ich eine knappe, ausweichende Antwort. Peinlich berührt schienen sie durch meine Anwesenheit zu sein. Ich durchlief in Gedanken die letzten Tage, prüfte ob irgendetwas vorgefallen war, was dieses Verhalten rechtfertigen konnte, doch ich fand beim besten Willen nichts. Mein Gewissen …

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Unversehens hatte sie sich in ihn verliebt. Wie das eben so passiert, immer und überall auf der Welt, mit Schmetterlingen im Bauch, begleitet von Appetitlosigkeit und dem ständigen Wunsch bei ihm zu sein, nichts weiter, als bei ihm zu sein. Ihm erging es wohl genauso, denn sie verbrachten wirklich jede freie Minute miteinander. Sie überschütteten …

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Du wandtest Dich mir zu, als Du weitersprachst, in jener Vollmondnacht, wo wir den Regen endlich hinter uns gelassen hatten. „Ich zitterte vor Kälte und Anspannung. Nun wusste ich alles, alles, was ich nicht wissen durfte. ‚Nun wirst Du sterben und das, was Du gehört hast, wird für immer in Vergessenheit geraten’, sagte meine Tante …

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Lange verharrtest Du in dieser Stille, die ich nicht zu durchbrechen wagte. Es war mir, als müsstest Du Kraft schöpfen um weiter erzählen zu können. „Tante Morgana hatte mich mit dem Schürhaken so unglücklich getroffen, dass ich ohnmächtig geworden war. Ich erwachte, weil mir kalt war. Ein rauer Wind ging, dort oben auf der höchsten …

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„Aber damit das nicht mehr passiert, möchte ich nachsehen.“, sage ich im einschmeichelndsten Ton, der mir möglich ist. Das scheint sie zu überzeugen. Auf jeden Fall tritt sie zur Seite und lässt mich eintreten. Sie geleitet mich zur hauseigenen Bibliothek. Vorsichtig öffne ich die Türe und erstarre. Vom Boden bis zur Decke, alle Wände voller …

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„Aber was ist ein Knurx?“, reiße ich mich aus meinen Gedanken. „Nicht jetzt, Papi.“, höre ich noch, und schon fällt die Haustür ins Schloss. Was wollte ich jetzt? Ach ja, ich schaue auf den Bildschirm und meine Finger greifen in was Klebriges, als sie auf die Tastatur sinken. Das war die kleine, verärgert gesenkte Schokoriegel-Hand. …

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Ein üblicher, ein gewöhnlicher, ein Jeder-Tag-Morgen. Ich stelle mich unter die Dusche. Ein Schauer. Toll – kein warmes Wasser. Ich werfe einen Blick auf den Boiler. Kein Lebenszeichen. Ich sollte den Installateur anrufen, denke ich mir, und als ich gewohnheitsmäßig den Laptop einschalte, habe ich es auch schon wieder vergessen. Jetzt ist mir schließlich nicht …

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„Was machst Du da?“, fragtest Du, als Du, wie immer völlig überraschend, den Kopf bei der Türe hereinstecktest, und so wie immer wirktest Du getrieben, so dass ich mich wiederum getrieben fühlte so schnell wie möglich zu antworten. Immer musste alles wie aus der Pistole geschossen klingen.„Ich denke nach“, antwortete ich, um ein wenig Raum …

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