novels4u.com

Life is too short for boring stories

Die Kaffeetasse in der Hand geht er die paar Meter vom Küchentisch zum Schreibtisch, um sich in sein Büro zu Hause zu begeben. Home Office nennt sich das Neudeutsch. Warum kann man nicht einfach heimatliches Büro sagen? Aber das ist nur eine periphere Frage, die ihn sofort wieder verlässt, weil eine andere Erkenntnis dazwischentritt. Eigentlich, …

weiterlesen

Sacht waren ihre Berührungen, sacht und fordernd zugleich. Ich schloss die Augen, um mich gänzlich auf das Fühlen einzulassen. Ihre Finger wirkten wie eine Aufforderung, stießen Nerv um Nerv an, die sich in Schwingung versetzten, lösten kleine Funken aus, wie einen Sprühregen, der sich über das weitverzweigte Netz der Nervenbahnen, ergoss, ausgehend von meiner Klitoris, …

weiterlesen

„Es braucht einen Namen, weil es sonst fremd bleibt“, versuchte ich mich endlich an einer Antwort, „Und wenn es kein allgemein gültiger Name ist, dann bleiben wir uns untereinander fremd, so wie vielen überhaupt ihr Körper fremd ist.“ „Ich denke, ich komme sehr gut mit meinem Körper zurecht“, warf meine Freundin rasch ein, „Das ist …

weiterlesen

Und dann war alles anders. Von einem auf den anderen Moment schien nichts mehr zu sein wie es gerade eben noch war. Oder doch nicht? Der Mond stand voll und satt am Himmel, und doch stand er anders für mich. Die Nachtluft war lau und warm, und doch war sie anders für mich. Sogar ich …

weiterlesen

erwachte auch die Natur zu neuer Blüte. Vielleicht war es nur ein Zufall, oder auch nicht. Es spielt keine Rolle, vor allem, weil wir aus derselben fielen. Rollen, Masken, Vorstellungen von uns selbst, denen wir entsprechen oder auch nicht, von denen wir eine Ahnung haben oder auch nicht, die wir uns selbst gegeben haben oder …

weiterlesen

Und wir sehen einander an, die Blicke finden sich, und die Welt um uns wird endgültig verschlungen von diesen Gräben, diese Welt der Taxierungen und Vorverurteilungen, diese Welt des Es und des Man, diese Welt des Habens und Besitzens, diese Welt der Kategorien und Schubladen, diese Welt der Kälte und Ferne, diese Welt der Geworfenheit …

weiterlesen

Es war an einem jener Abende, an denen man meint nichts mehr zu erwarten zu haben. Wie glanzvoll das klingt, ein Ball, in der nobelsten Destination dieser Stadt. Streng ging es zu. Gedämpfte Farben und ebensolche Gespräche beherrschten die Szene. Selbst das Lachen war verhalten, wenn überhaupt vorhanden, künstlich und plastikhaft. Für wen nur machte …

weiterlesen