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Life is too short for boring stories

„ Schläfst Du?“, frage ich vorsichtig. Schweigen, sich verkriechen, so gut als möglich, in uns selbst. Dieses Bett ist das Nadelöhr, um das wir nicht herumkommen. Entkommen ist nur in den Schlaf möglich, auch wenn man nur so tut. So liegen wir, Nacht um Nacht, im selben Bett, tunlichst an der äußersten Kante, um uns …

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  Erschöpft lasse ich mich in den nächsten Stuhl fallen. Blinzelnd in die letzten Sonnenstrahlen des vergehenden Tages. Bald wird das Café geschlossen. Wenige verbliebene Gäste. Doch eine halbe Stunde, das wird noch drinnen sein, ein Kaffee, nicht schnell, in Ruhe. Ein wenig lesen, Füße hochlegen. Und während ich schon das Buch, das nächstbeste aus …

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Tief verwurzelt in der Erde. Sie hatten Zeit, sich auszubreiten, unter der Erde, dass sie dem keimenden Stamm Kraft und Stütze sind, dort, an der äußeren Mauer meiner Burg, tief verwurzelt, dass sie sich erheben können, sich ausdehnen, ihren Stamm treiben und wachsen, an der Mauer sich stützend, immer weiter und weiter empor bis zu …

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Ich gehe aus dem Haus, aus den verschiedensten Gründen. Unter anderem wohl auch um zu sehen, wie sich die anderen Leute so mit dem Leben tun, wenn sie das Haus verlassen und öffentlichen Raum betreten und auch immer ein Stück davon in Beschlag nehmen. Natürlich, denn der Mensch hat ja quasi eine dreidimensionale Ausdehnung, sprich …

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Das nackte Entsetzen erfasste Joël, als sie an diesem Morgen nach Hause kam und ihre Zahnbürste aus der Tasche nehmen wollte, die sie, wie stets, wenn sie die Nacht außer Haus verbrachte, eingesteckt hatte. Sie war aber nicht da. Das ließ nur einen Schluss zu, sie hatte ihre Zahnbürste in einem fremden Badezimmer vergessen. Anderen …

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Es gibt Gedanken, die würde man sehr gerne wieder los werden, so wie jene an all die Morde, die tagtäglich begangen werden. 100.000.000.000 Lebewesen fallen uns jedes Jahr zum Opfer. Eine unvorstellbare Anzahl an Lebewesen, die leben könnten. Gezüchtet, nur um ermordet zu werden. Für unseren Genuss. Für unser Amüsement. Für unsere Zwecke. Und keiner …

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Der erste Schluck vom Bier ist immer der beste, war er nach wie vor überzeugt. Ab und an vergaß er darauf es zu genießen. Das war jedoch nicht weiters schlimm, würden dem einen noch genügend andere folgen, wenn nicht heute dann morgen. Den einzigen Unterschied machten die Gründe für seine Unaufmerksamkeit. Diesmal war er aufmerksam. …

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