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Life is too short for boring stories

Maria von Martialis machte sich selbst und ihren Vorstellungen von sich selbst keine Ehre mehr. All die Stärke, die in ihrem Auftreten lag und in ihren Taten, war verloren gegangen, irgendwo auf dem Weg zwischen Wien und diesem abgelegenen Ort. Irgendwo zwischen den Tagen hatte sie sich selbst verloren. Vielleicht war verloren nicht ganz das …

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Maria von Martialis hatte noch tief und fest geschlafen, doch die Geräusche ihrer Umgebung drangen vor bis in ihre Träume. Der Sturm, der mit unverminderter Heftigkeit ums Haus fegte und das anhaltende Prasseln des Schnees gegen die Scheibe. Sie war wieder das kleine Mädchen, das in ihrem Zimmer auf der Fensterbank saß und das Treiben …

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The empty store

23. Liebe zu sein   Ruben vollendete seine Krippe mit ein paar wenigen Handgriffen. Sie stand schon seit einigen Tagen in der Auslage, doch so recht passen wollte es ihm nicht. Jetzt endlich war er zufrieden. Alle standen an ihren Plätzen. Maria und Joseph neben der Krippe. Ochse und Esel an der Futterkrippe und die …

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The empty store

22. Es beginnt bei Dir   „Wo ist Ruben?“, war Rebekkas erste Frage, als sie an diesem Abend das leere Geschäft betrat. „Sind wir vielleicht niemand?“, erwiderte Samuel, während Lilith wortlos in die Küche ging. Es war an der Zeit mehr Tee zu machen, oder einfach der Frage auszuweichen. Irgendetwas findet sich immer irgendwo zu …

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The empty store

21. Weil es Sinn macht   Lilith stand an der Türe und blickte hinaus auf die Straße. Die Sonne ging gerade auf. Sie beobachtete wie kleine Schneeflocken sanft im Wind schaukelten. Geschaukelt wurden. Friedlich und heiter wirkte die Welt. Niemand war auf der Straße, niemand durchschnitt die Idylle. Es würde ein ein guter Tag werden, …

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The empty store

20. Mit offenen Augen   Den ganzen Tag über hatte es geschneit. Flocke um Flocke war vom Himmel gefallen und hatte sich niedergesetzt, auf den Straßen und Bänken und Dächern und Giebeln. Die Menschen gingen darüber hinweg und hinterließen ihre Spuren. Tagsüber waren es viele gewesen. Achtlos trampelten sie darüber. Es ging nicht anders. Aber …

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The empty store

19. Seifenblasen im Wind   Ruben und Lilith hatten angeregt diskutiert. Angeregt, aber nicht aufgeregt. Über dies und das. Nichts was wirklich betroffen hätte. Nichts weiter. Manchmal ist es gut. Manchmal ist es eine Ablenkung.   „So vieles scheint schief zu laufen, und doch, es bleibt keiner stehen um zu sehen, wie es richtig laufen …

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