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Life is too short for boring stories

„Die Liebe und das Leben in seiner Verbundenheit“, es ließ mich nicht los, der Gedanke an diese allumfassende Kraft, die sein kann, die jede*r in sich trägt und die nur freigelassen werden muss. Wie die Büchse der Pandora. Man weiß, dass sie da ist, aber man wagt nicht sie zu öffnen, weil man nicht weiß was in ihr steckt. Es kann die Erfüllung sein. Oder das Verderben. Deshalb belässt man sie lieber geschlossen. Bleibt in der Apathie und der Trostlosigkeit der Mittelmäßigkeit und des Mitläufertums, der Behäbigkeit und der Ordnung. Chaos war zu Anfang. Das musste weg. Alles musste katalogisiert werden. Und um es katalogisieren zu können, musste man allem einen Namen geben. Die Eindeutigkeit, die Eindimensionalität auf alles anwendend, was man vorfand, um es damit zum Eigentum zu machen oder zumindest der Kontrolle zu unterwerfen. Der des Menschen. Zu sagen, was gut und böse, richtig und falsch ist. Als wäre er selbst der Schöpfer. Dabei ist er nicht einmal Verwalter. Bestenfalls Mitgeschöpf. Doch er machte sich dazu, einerlei, was er in Wirklichkeit war. Er spielte und spielt sich auf, als Herr über Leben und Tod, als wenn er höchstselbst das Leben erfunden hätte. Dabei war er derjenige, der diesem Leben bei der ersten sich bietenden Gelegenheit den Atem abschnürte. Vegetieren trat an seine Stelle. Da war er sichs zufrieden. ‚Er sah auf sein Werk und sah, dass es gut war‘, meinte der Mensch und schrieb es auch flugs nieder ‚Gott sah auf sein Werk und sah, dass es gut war‘. So einfach und so tragisch.

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With all naturalness. So it was to share everything, including housework. Jesus, Mary and me. All the little things that are done because they are to be made. Rinse the tea cups e.g. Because you want to fill them again. Clean up the kitchen and the rest of the house. There were no discussions. It just happened. Everyone at his own discretion, and if that is the right thing to do, it will work. Just as it was not questioned to retire, if you wanted that. Jesus, Mary or me. To take care of Hope and her babies, to give them a name.
„You have to pay attention when you give a name,“ said Mary, „expectations are linked to that. Directions are given that may not fit. Consumption for one’s own wishes.“
And so it was that Jesus called the little boy Joy, because he constantly challenged the sisters to play. Maria called the one girl Sunny because she seemed to her like a ray of sunshine, also because of the light speckles in the otherwise dark fur and I gave the second sister the name Grace, because she was the quietest, but in this calmness emitted a security, as if they are aware of having already got to know life from their dark and bright side.
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Mit aller Selbstverständlichkeit. So war es, Alles zu teilen, auch die Hausarbeit. Jesus, Maria und ich. All die kleinen Dinge, die gemacht werden, weil sie gemacht werden sollen. Die Teetassen abzuspülen z.B. Weil man sie wieder befüllen will. Die Küche aufzuräumen und den Rest des Hauses. Es gab keine Diskussionen. Es geschah einfach. Jeder nach seinem Gutdünken, und wenn dieses Gutdünken eines ist, das sich aufs Miteinander richtet, dann funktioniert es auch. Genauso wie es nicht in Frage gestellt wurde sich zurückzuziehen, wenn man das wollte. Jesus, Maria oder ich. Hope und ihre Jungen zu versorgen, ihnen einen Namen zu geben.

„Du musst Acht geben, wenn Du einen Namen gibst“, meinte Maria, „Erwartungen sind damit verknüpft. Richtungen werden vorgegeben, die vielleicht gar nicht passen. Vereinnahmung für die eigenen Wünsche.“

Und so war es, dass Jesus den kleinen Buben Joy nannte, weil er die Schwestern beständig herausforderte zu spielen. Maria nannte das eine Mädchen Sunny, weil sie ihr wie ein Sonnenstrahl erschien, auch wegen den hellen Sprenkeln im ansonsten dunklen Fell und ich gab der zweiten Schwester den Namen Grace, weil sie die ruhigste war, aber in dieser Ruhe eine Sicherheit ausstrahlte, als wäre sie sich dessen bewusst, das Leben bereits von seiner dunklen und von seiner hellen Seite kennengelernt zu haben.

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It had rained during the night. Once again. It was getting into the day. Once again. The fire crackled in the fireplace. The youth began to move, to move more. When they were too far away from each other, they began to make plaintive noises. Hope brought them back. It was as if they wanted to discover the world while remaining in the protective field. A transition between dependence and independence. I looked out the window. It was good that life was in the house and knowing it was safe. The monotony of the rain made you sleepy. Also, the head. Drip-drip. Evermore. On the roof. On the discs. Nothing moved. No wind. Only the rain. When you’re in the middle of it, you cannot imagine it being different. Until it is different. So, it is with changes.
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Die Nacht hindurch hatte es geregnet. Wieder einmal. Es zog sich hinein in den Tag. Wieder einmal. Das Feuer prasselte im Kamin. Die Jungen begannen sich zu bewegen, mehr zu bewegen. Wenn sie zu weit von den anderen entfernt waren, begannen sie klagende Geräusche von sich zu geben. Hope holte sie zurück. Es war, als wollten sie die Welt entdecken und gleichzeitig im schützenden Bereich bleiben. Ein Übergang zwischen Abhängigkeit und Selbständigkeit. Ich sah aus dem Fenster. Es tat gut, dass Leben im Haus war und es in Sicherheit zu wissen. Die Monotonie des Regens machte schläfrig. Auch den Kopf. Tropf-tropf. Immerfort. Aufs Dach. Auf die Scheiben. Nichts bewegte sich. Kein Wind. Nur der Regen. Wenn man mitten drinnen ist kann man sich nicht vorstellen, dass es anders sein kann. Bis es anders ist. So ist es auch mit Veränderungen. weiterlesen

I had spent the night in front of the fireplace on the couch at the side of the bitch and her babies. Again, and again I put her food down and she hardly seemed to get full. The little ones awoke, drank and fell asleep again. They had a place in the warm and feed. Finally, they could sleep in, recover from the hardships. I could hardly sleep that night because I was constantly looking at them. What had happened to you? The mother I called Hope for me did not seem to be a street dog. Even though she was so emaciated, her coat seemed to be well-groomed. At least that was it once. It also said that she had obviously struggled to find something. A street dog that survives can do that. Accustomed to the ever-filling bowl, she had seen no way. Did they just put her on the street when they realized she was pregnant? Was there no other option? weiterlesen

Ich hatte die Nacht vor dem Kamin auf der Couch an der Seite der Hündin und ihrer Jungen verbracht. Immer wieder stellte ich ihr Futter hin und sie schien kaum satt zu werden. Die Kleinen erwachten, tranken und schliefen wieder ein. Sie hatten einen Platz im Warmen und Futter. Endlich konnten sie sich ausschlafen, erholen von den Strapazen. Ich konnte in dieser Nacht kaum schlafen, weil ich sie ständig betrachtete. Was war nur mit Euch geschehen? Die Mutter, die ich für mich Hope genannt hatte, schien kein Straßenhund zu sein. Trotzdem sie so abgemagert war, schien ihr Fell gepflegt zu sein. Zumindest war es das einmal. Dafür sprach auch, dass sie sich offenbar schwer getan hatte etwas zu finden. Ein Straßenhund, der überlebt, kann sowas. Gewöhnt an den immer wieder sich füllenden Napf, hatte sie keine Möglichkeit gesehen. Hatten sie sie einfach auf die Straße gesetzt, als sie merkten, dass sie schwanger war? Gab es keine andere Möglichkeit? weiterlesen

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