novels4u.com

Life is too short for boring stories

„Hello, Doctor,“ Lisa greeted the lawyer with a beam of joy, which made him even more unsettled. „Who had the idea to be happy when he came to visit?“, he thought sadly to himself. „Exactly we need you now,“ said Lisa, as if it were the most natural thing in the world, especially not to let him speak, took him by the arm and dragged him behind him through the house and into the garden.

In the meantime, another door was opened. Mrs. Ambitious opened for her guests.
„Welcome,“ she said to Mr. and Ms. Brügge, whereas for Mr. Dr. Beautiful no more than a nod left. But customers were more important than neighbors.
„Thank you for the invitation,“ Mrs. Brügge explained as she looked around the house and took on a somewhat puzzled expression.
„We are pleased that you have complied with this,“ said Mrs. Ambitious and it sounded honest, which was due to the years of practice, „If you want to follow me into the garden now. My husband has already finished grilling. Then we want to enjoy it and chat a little afterwards.” The couple willingly followed the hostess. Mr. Dr. Beautiful sniffed the air for a moment, like a terrier picking up a trail and trotting, excited about the coming feast for the palate.

weiterlesen

„Guten Tag, Herr Doktor“, begrüßte Lisa den Anwalt freudestrahlend, was ihn noch mehr verunsicherte. „Wer war je auf die Idee gekommen, sich zu freuen, wenn er zu Besuch kam?“, dachte er betrübt bei sich. „Genau Sie brauchen wir jetzt“, erklärte Lisa, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, vor allem, ihn nicht zu Wort kommen zu lassen, fasste ihn am Arm und zog ihn hinter sich her durch das Haus und in den Garten.

Währenddessen wurde auch eine andere Türe geöffnet. Fr. Ehrgeizig öffnete für ihre Gäste.
„Herzlich willkommen“, schmetterte sie Hr. und Fr. Brügge entgegen, wohingegen sie für Hr. Dr. Schön nicht mehr als ein Kopfnicken übrighatte. Aber Kund*innen waren eben wichtiger als Nachbar*innen.
„Danke für die Einladung“, erklärte Fr. Brügge, während sie sich im Haus umsah und ihr Blick einen etwas verwunderten Ausdruck annahm.
„Wir freuen uns, dass sie dieser nachgekommen sind“, erklärte Fr. Ehrgeizig und es klang ehrlich, was auf die jahrelange Übung zurückzuführen war, „Wenn Sie mir jetzt in den Garten folgen wollen. Mein Mann ist schon fertig mit dem Grillen. Dann wollen wir es uns schmecken lassen und anschließend ein wenig plaudern.“ Bereitwillig folgte das Paar der Gastgeberin. Hr. Dr. Schön schnupperte kurz in die Luft, wie ein Terrier, der eine Fährte aufnimmt und trabte, freudig erregt über den kommenden Gaumenschmaus, hinterher.

weiterlesen

„May I use your bathroom?“, asked Mrs. Beautiful straightforwardly. Lisa showed her the way. When she returned with makeup removed a few minutes later, Mr. Hardworking mouths open diligently.
„What a charming woman you are,“ he summarized his thoughts. He had simply said what went through his head spontaneously without subjecting his words to normal social censorship.
“It’s so unusual,” Mrs. Beautiful admitted, “I don’t think I’ve seen myself in makeup for ages, or at least haven’t really looked at it. It’s like I’m naked. I don’t think I can dare go home like that. „
„Why not?“, asked Ben.
„Well, because I am nothing more for my husband than the figurehead for his clinic, as he made it unmistakably clear to me. If I’m not pretty enough anymore, he can just put me on the street. At least that’s what it says in our marriage contract,” she admitted sheepishly.
„Why do you put up with this?“, Lisa asked, „I think you are an intelligent woman who has many options. Isn’t there something they always dreamed of?“

weiterlesen

„Darf ich Ihr Bad benutzen?“, fragte Fr. Schön ohne Umschweife. Lisa wies ihr den Weg. Als sie ein paar Minuten später abgeschminkt zurückkehrte, blieb Hr. Fleißig geradezu der Mund offenstehen.
„Was für eine bezaubernde Frau Sie doch sind“, fasste er seine Gedanken zusammen. Er hatte einfach ausgesprochen, was ihm spontan durch den Kopf ging, ohne seine Worte der normalen, sozialen Zensur zu unterwerfen.
„Es ist so ungewohnt“, gab Fr. Schön zu, „Ich glaube, ich habe mich ewig nicht mehr ungeschminkt gesehen oder zumindest nicht wirklich hingesehen. Es ist, als wäre ich nackt. Ich glaube, so kann ich mich nicht nach Hause trauen.“
„Warum nicht?“, fragte nun Ben.
„Nun, weil ich für meinen Mann nichts weiter bin, als das Aushängeschild für seine Klinik, wie er mir unmissverständlich klar machte. Wenn ich nicht mehr schön genug bin, dann kann er mich einfach auf die Straße setzen. So steht es zumindest in unserem Ehevertrag“, gab sie kleinlaut zu.
„Warum lassen Sie sich das gefallen?“, warf nun Lisa ein, „Ich denke, Sie sind eine intelligente Frau, die viele Möglichkeiten hat. Gibt es denn nicht etwas, wovon sie immer geträumt haben?“

weiterlesen

„Now look at this!“, Mrs. Ambitious asked her husband, who was standing in the garden and grilling. She herself had a good view of the surrounding property from the terrace, “Those who get involved with whom these days are amazing. Some people have absolutely no sense of class.“
„Darling, don’t be so anti-social again,“ he replied, carefully turning the Kobe beef steak over. Their guests would come at any moment and the expensive meat should be perfect. „An investment that definitely pays off,“ thought Mr. Ambitious, who had managed to get into the most exquisite business circles together with his wife. That means a lot of work and personal effort, but they did it. A fat order waved for her PR agency. It was as if the contract only had to be signed. He grinned gleefully as his gaze watched the grilling progress closely. „There are € 200 on the grill,“ he thought when his wife tore him out of concentration again.
„Don’t you want to know who’s bothering with whom?“, she asked bluntly. He didn’t really care at the moment, but after knowing his wife for a few years, he was aware that she wouldn’t let go. It was easier to ask right away.

weiterlesen

„Nun schau Dir mal das an!“, forderte Frau Ehrgeizig ihren Mann auf, der im Garten stand und grillte. Sie selbst hatte einen guten Blick von der Terrasse auf die umliegenden Grundstücke, „Wer sich heutzutage mit wem einlässt, ist sagenhaft. Manche Menschen haben absolut kein Standesbewusstsein.“
„Darling, sei doch nicht schon wieder so unsozial“, erwiderte er, während er das Steak vom Kobe Rind vorsichtig umdrehte. Ihre Gäste würden jeden Moment kommen und da müsste das teure Fleisch perfekt sein. „Eine Investition, die sich unbedingt bezahlt macht“, dachte Hr. Ehrgeizig, der es geschafft hatte, gemeinsam mit seiner Frau, in die erlesensten Wirtschaftskreise Einlass bekommen zu haben. Das bedeutet viel Arbeit und persönlichen Einsatz, aber sie hatten es geschafft. Ein fetter Auftrag winkte für ihre PR-Agentur. Es war ihm, als müsste der Vertrag nur noch unterschrieben werden. Genießerisch grinste er, während sein Blick die Grillfortschritte genau beobachtete. „Da liegen € 200,– auf dem Grill“, dachte er noch, als ihn seine Frau nochmals aus seiner Konzentration riss.

weiterlesen

Mr. Hardworking took the cake, which he had baked himself while his wife was working. But when didn’t she? He almost didn’t care, though he still hadn’t given up hope. Of course, he had known that his wife had ambitious plans before they were married, but for him that had combined wonderfully. A woman he loved and with whom he could have fulfilled his life plans. The plans had also worked out, only that for his wife only these counted, but not love. He had the dull feeling that his wife couldn’t love at all. He quickly banished this thought because he felt that it still hurt because she had actually only used him. But now there was no time for cloudy thoughts, but for joy and serenity. So, he left the house comfortably, walked the few steps along the sidewalk and almost stumbled across a whispering something that had come to his feet. He looked down in surprise, but when that little something made a piercing yap, there was no doubt about it.

weiterlesen

Hr. Fleißig schnappte sich den Kuchen, den er höchstselbst gebacken hatte, während seine Frau arbeitete. Aber wann tat sie das nicht? Es war ihm aber beinahe schon egal, auch wenn er die Hoffnung noch immer nicht ganz aufgegeben hatte. Natürlich hatte er gewusst, dass seine Frau ambitionierte Pläne gehabt hatte noch bevor sie verheiratet waren, aber für ihn hatte sich das wunderbar verbunden. Eine Frau, die er liebte und mit der er seine Lebenspläne erfüllen hätte können. Das mit den Plänen war auch aufgegangen, nur dass für seine Frau nur diese zählten, nicht aber die Liebe. Er hatte das dumpfe Gefühl, dass seine Frau gar nicht lieben konnte. Rasch verbannte er diesen Gedanken wieder, denn er spürte, dass es nach wie vor schmerzte, weil sie ihn eigentlich nur benutzt hatte. Jetzt jedoch war keine Zeit für trübe Gedanken, sondern für Freude und Heiterkeit. So verließ er wohlgemut das Haus, ging die paar Schritte den Gehsteig entlang und wäre fast über ein wuselndes Etwas gestolpert, das ihm vor die Füße gelaufen war. Überrascht sah er hinunter, doch als dieses kleine Etwas ein durchdringendes Kläffen von sich gab, war kein Zweifel mehr möglich.

weiterlesen

Mrs. Hardworking had got up at dawn, like every other day of the week, had only made a quick coffee and sat on the terrace with her laptop. Little by little, life awoke around her.
„Damn birds,“ she thought as they raised to their morning concert, „And we owe this noise to those parasites who now live in Fr. Wichant’s house.“ Food sources for insects who also gladly accepted it. The birds came back in their wake, which now bothered Ms. Hardworking at work, but that also passed and, in the morning, all four, Ben, Lisa, Nina and Leo came into the garden to splash and play. It was the second time this morning that Ms. Hardworking felt disturbed in her concentration. „Dear me, does that never stop? How quiet it was here before they moved in!“, she thought, while sniffing a grim look at the pack, which obviously had a lot of fun, „I mean that old Mrs. Wichant didn’t work, that’s still somehow understandable. Although, what are people good for when they are not working? But this clan down there is the worst. They don’t work because they have time to play with their children. The grimaces are spoiled too much.” Then she turned back to her laptop.

weiterlesen

Fr. Fleißig war im Morgengrauen aufgestanden, wie an jedem anderen Tag der Woche, hatte sich nur rasch einen Kaffee gemacht und sich mit ihrem Laptop auf die Terrasse gesetzt. Nach und nach erwachte das Leben um sie.
„Verdammte Vögel“, dachte sie, als diese zu ihrem Morgenkonzert anhoben, „Und zu verdanken haben wir diese Lärm diesen Schmarotzern, die nun in Fr. Wichants Haus leben.“ Ganz unrecht hatte sie nicht, denn der naturbelassene Garten bot viele Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrungsquellen für Insekten, die das auch gerne annahmen. In ihrem Gefolge kamen die Vögel zurück, die Fr. Fleißig nun bei der Arbeit störten, aber auch das ging vorbei und am Vormittag kamen alle vier, Ben, Lisa, Nina und Leo in den Garten, um zu plantschen und zu spielen. Das war bereits das zweite Mal an diesem Vormittag, dass sich Fr. Fleißig in ihrer Konzentration gestört fühlte. „Du liebe Güte, hört das denn nie auf? Wie ruhig ist es hier gewesen, bevor die herzogen!“, dachte sie, während sie naserümpfend einen grimmigen Blick zu der Meute warf, die offensichtlich viel Spaß hatte, „Ich meine, dass die alte Fr. Wichant nichts gearbeitet hat, das ist noch irgendwie verständlich. Obwohl, wofür sind Menschen gut, wenn sie nicht arbeiten? Aber diese Sippe da unten, die ist das Schlimmste. Die arbeiten nichts, haben sie doch Zeit mit ihren Kindern zu spielen. Übermäßig verwöhnt werden die Fratzen außerdem.“ Dann wandte sie sich wieder ihrem Laptop zu.

weiterlesen
%d Bloggern gefällt das: