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Life is too short for boring stories

If you think that there is nothing left that can surprise you.

If you think that you know everything and have seen everything.

If you think you have explored and tried every path.

If you mean that life is moving forward as it is used to.

If you lean back and think, now it’s good the way it is.

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Wenn Du meinst, dass es nichts mehr gibt, was Dich überraschen kann.

Wenn Du meinst, dass Du alles kennst und alles gesehen hast.

Wenn Du meinst, dass Du jeden Pfad erkundet und ausprobiert hast.

Wenn Du meinst, dass das Leben sich vorwärtsbewegt, wie es das gewohnt ist zu tun.

Wenn Du Dich zurücklehnst und meinst, jetzt ist es gut, so wie es ist.

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Ich möchte Dir begegnen, ja, aber nicht in der Geschäftigkeit des Tages, wo Du mit den Gedanken zurück und nach vorne wechselst, wo Du nicht bleiben kannst, weil Dich der Aktionismus in den Krallen hat und Du nicht auskommst, wenn schon ein paar Minuten körperlich, so doch nicht gedanklich. Du denkst an all das, was Du schon erledigt hast, an all das, was Du noch tun musst, und nicht an Dein Hier-sein. Es ist in Ordnung so. Diese Tage gehören der Geschäftigkeit. Es ist die Zeit der Taten, nicht der Worte, doch da möchte ich Dir nicht begegnen.

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I would like to meet you, yes, but not in the hustle and bustle of the day, where you switch back and forth with your thoughts, where you cannot stay because actionism has got you in the claws and you cannot get by, if only a few minutes physically, but not mentally. You think of everything that you have already done, of everything that you still have to do, and not of your being here. It’s okay like that. These days belong to the hustle and bustle. It is the time of deeds, not of words, but I don’t want to meet you there.

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“And what can be better about being born in a certain country? You can’t help it?” Interjected Raphael.

“Completely correct”, Lilith agreed with him, “But it was also the case that back then there were a lot of poor countries and a few rich ones. Austria, for example, was one of the richest countries in the world. That is why many people from poor countries tried to come to Austria because there was not only poverty in their countries, but also war. But Austria has closed the borders. That works if you are a nation-state. Many died, starved, frozen, murdered at that time, and those who were responsible sat dry and full in the warmth and also looked down on these people.“

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„Und was soll daran besser sein, wenn man in einem bestimmten Land geboren wird? Da kann man ja nichts dafür?“, warf Raphael ein.

„Völlig richtig“, gab Lilith ihm Recht, „Aber es war auch so, dass es damals ganz viele arme Länder gab und ein paar reiche. Österreich war zum Beispiel eines der reichsten Länder der Welt. Deshalb haben auch viele Menschen aus den armen Ländern versucht nach Österreich zu kommen, weil es in ihren Ländern nicht nur Armut, sondern auch Krieg gab. Doch Österreich hat die Grenzen zugemacht. Das geht, wenn man ein Nationalstaat ist. Viele sind damals gestorben, verhungert, erfroren, ermordet worden, und die, die dafür verantwortlich waren, saßen trocken und satt im Warmen und sahen auch noch auf diese Menschen herab.“

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“Yes, I think so too, but that was the way it was back then. And that’s why you kept doing more and more things and throwing them away until there was no more space to throw them away and the earth was just about to break. That’s what I meant by the train heading towards the abyss,” explained Lilith. How nice it was to experience that Mrs. Knapp, the once lonely woman, was now almost besieged by children who all wanted to hear her stories. There was no longer any room for loneliness.

„What are you going to do tomorrow?“, Adam suddenly asked his children.

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„Ja, das finde ich auch, aber damals galt das halt so. Und deshalb hat man auch immer mehr Sachen gemacht und wieder weggeworfen, bis kein Platz mehr war zum Wegwerfen und die Erde knapp davor war, kaputt zu gehen. Das meinte ich mit dem Zug, der auf den Abgrund zufährt,“ erklärte Lilith. Wie schön es doch war zu erleben, dass Frau Knapp, die einst einsame Frau jetzt geradezu von Kindern belagert wurde, die alle ihre Geschichten hören wollten. Da war kein Platz mehr für Einsamkeit.

„Was habt ihr eigentlich morgen vor?“, fragte Adam unvermittelt seine Kinder.

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Lost in thought, Lilith looked at the starry sky, her head nestled in Adam’s lap, who was leaning against the trunk of a tall birch tree on which a chicken had taken its night quarters. Until recently, everyone from the house association was sitting together, everyone who wanted to and mostly all wanted to sit here and chat. Poems were spontaneously recited or songs were sung. Just because life was fun. Because it was. Lilith shivered a little. The approaching autumn was casting its shadows, but she still wanted to stay here. A little while longer.

„The right people always come together,“ Adam stated suddenly.

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Gedankenverloren sah Lilith in den sternenklaren Himmel, ihren Kopf in Adams Schoß gebettet, der am Stamm einer hohen Birke lehnte, auf dem ein Huhn sein Nachtquartier bezogen hatte. Bis vor Kurzem waren noch alle aus dem Häuserverband zusammengesessen, also alle, die Lust dazu hatten und zumeist hatten alle Lust, hier zu sitzen und zu plaudern. Spontan wurden Gedichte vorgetragen oder Lieder gesungen. Einfach so, weil das Leben Freude machte. Weil es war. Lilith fröstelte ein wenig. Der herannahende Herbst warf seine Schatten voraus, aber dennoch wollte sie noch hierbleiben. Eine kleine Weile noch.

„Es finden immer die richtigen Leute zusammen“, stellte Adam unvermittelt fest.

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