Assessment of insignificance

„How many years are it now? How much time has passed since that day, whether it be seen as promising or disastrous? „I ask you as we sit on the terrace and let the view fly into the uncertainty.
„A question of intuition,“ you explain.
„A question of taste. So how much? „I mean.
„A question of the time“, you explain.
„Now, and here, I ask you how long?“ I ask.
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Würdigung der Belanglosigkeit

„Wie viel Jahre sind es jetzt? Wie viel Zeit ist vergangen seit jenem Tag, mag man ihn nun als verheißungs- oder als verhängnisvoll sehen?“, frage ich Dich, als wir auf der Terrasse sitzen und den Blick in die Ungewissheit fliegen lassen.

„Eine Frage der Anschauung“, erklärst Du.

„Eine Frage des Geschmacks. Also wie viel?“, meine ich.

„Eine Frage des Zeitpunkts“, erläuterst Du.

„Jetzt, und hier, frage ich Dich, wie lange?“, hake ich nach.

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Stellvertreterleben

Einfach war sie da. Wie immer. Einfach da. Ich hatte eine Runde um den See gemacht und kam zurück in mein Wohnzimmer. Das Feuer brannte im Kamin und sie saß auf der Couch und las. Jedes Mal sitzt sie und liest.

 

„Warum liest Du eigentlich immer, wenn Du alleine bist?“, fragte ich sie endlich, weil mich der Gedanke befremdete, dass man nichts macht als zu lesen, wenn man alleine ist. Langsam drehte sie das Buch um und legte es mit dem Deckel nach oben, aufgeschlagen vor sich hin.

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Substitute life

Simply she was there. As always. Simply there. I had made a round of the lake and came back to my living room. The fire burned in the fireplace and she sat on the couch reading. Every time she sits and reads.

„Why do you always read when you’re alone?“ I finally asked, because I was struck by the thought that you can do nothing but read when you are alone. Slowly, she turned the book over and put it with the cover up, striking to herself.
„What else should I do if I’m alone?“ She replied, her eyes revealing interest.
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November Rain

It was on one of those evenings in November, where you would not expect anything, because you cannot expect anything. It is the situation when you say to yourself: „Go home, do everything well and barricade the door, heat up well and make you a tea, maybe still relaxing in the bathtub, but more you cannot do. You will not miss anything, out there, because nothing happens, because everyone who thinks half rationally is at home today.“ It is like an agreement with yourself, because it must not be what is not allowed. Of course, this little voice could not stifle me in me, so that I can stay outside when there are only unreasonable walking around.
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November Regen

Es war an einem jener Abende im November, an denen man nichts mehr erwartet, weil man sich nichts erwarten lässt. Es ist die Situation, da man sich selbst sagt: „Geh nach Hause, mach alles gut zu und verbarrikadier die Tür, heiz Dir gut ein und mach Dir einen Tee, vielleicht noch in der Badewanne entspannten, aber mehr geht nicht. Du wirst nichts versäumen, dort draußen, denn es passiert nichts, denn jeder, der halbwegs vernünftig denkt, bleibt heute zu Hause.“ Es ist wie eine Abmachung mit Dir selbst, denn es darf nicht sein, was nicht sein darf. Natürlich konnte sich diese kleine Stimme in mir nicht verkneifen hämisch anzumerken, dass ich dann draußen bleiben kann, wenn dort nur Unvernünftige herumlaufen.

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When the world gets out of joint (Part 3): Everything from the start again

Franz F. jun. had married a woman who called herself Mara and had no white apron. Well, it should not necessarily have been a white one. It could have been any other color. What was important was that she had an apron. That this was not the case, had to mean an advice to Franz F. jun. But perhaps he meant that she needed the apron only if they had a common household. So he gave her a bluish-white apron, as he knew it from his mother. But Mara did not seem to be happy about it. He should have taken the colorful. Not only did she not care for him like his mother, no, he even had to put his hand in their household.
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Wenn die Welt aus den Fugen gerät (Teil 3): Alles von vorne

Franz F. jun. hatte eine Frau geheiratet, die sich Mara nannte und keine weiße Schürze besaß. Nun, es hätte ja nicht unbedingt eine weiße sein müssen. Es hätte auch jede andere Farbe sein können. Wichtig war nur, dass sie eine Schürze besaß. Dass dies nicht der Fall war, das hätte Franz F. jun. eigentlich zu denken geben sollen. Aber vielleicht meinte er, dass sie die Schürze erst brauchte, wenn sie einen gemeinsamen Hausstand haben würden. Also schenkte er ihr eine blütenweiße Schürze, so wie er es von seiner Mutter kannte. Doch Mara schien sich nicht darüber zu freuen. Er hätte doch die bunte nehmen sollen. Nicht nur, dass sie ihn nicht umsorgte wie seine Mutter, nein, er musste sogar selbst Hand anlegen im Haushalt.

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When the world gets out of joint (Part 2): Shopping addiction

Franz F. jun. and his mother lived quietly and contentedly. One day, the son had already gone to work, the mother, Anna F., heard a rumble in the passage. Carefully, she grabbed the dustbin, so no one could think she was curious. The door of the neighboring apartment, which was inhabited by a young mother with two children, was wide open. Anna F. could see that she was almost empty. The children sat on the steps and waited.
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Wenn die Welt aus den Fugen gerät (Teil 2): Kaufwahn

Franz F. jun. und seine Mutter lebten ruhig und zufrieden. Eines Tages, da war der Sohn bereits zur Arbeit gegangen, hörte die Mutter, Anna F., ein Rumpeln auf dem Gang. Vorsichtshalber schnappte sie sich den Mülleimer, damit niemand meinen könnte, sie wäre neugierig. Die Tür der Nachbarwohnung, die von einer jungen Mutter mit zwei Kindern bewohnt wurde, stand weit offen. Anna F. konnte erkennen, dass sie schon fast leergeräumt war. Die Kinder saßen auf den Stufen und warteten.

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