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Life is too short for boring stories

What an adventure when the grandfather took his time and showed the children the hiding places in the forest, of foxes and badgers, when the best location for a tree house was sought and the children were allowed to enter the hallowed halls of the workshop, of course only under the strict one look and the expert guidance of the grandfather. Building birdhouses, finding the best day, moving the tomato plants out of the pots into the garden, determining the coming weather, making bows and arrows, that is probably fun for most children. The fathers don’t have time for this, mostly, and that’s why the grandfathers were used here as well. Not only because they knew how to do it, but also because they had the time.

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Was für ein Abenteuer, wenn sich der Großvater Zeit nahm und den Kindern die Verstecke im Wald zeigte, von Fuchs und Dachs, wenn der beste Standort für ein Baumhaus gesucht wurde und die Kinder die geheiligten Hallen der Werkstatt betreten durften, natürlich nur unter dem strengen Blick und der fachmännischen Anleitung des Großvaters. Vogelhäuschen bauen, den besten Tag zu finden, die Tomatenpflanzen aus den Töpfen in den Garten zu übersiedeln, das kommende Wetter bestimmen, Pfeil und Bogen zu fabrizieren, das macht wohl den meisten Kindern Spaß. Die Väter haben dafür keine Zeit, zumeist, und deshalb wurde auch hier auf die Großväter zurückgegriffen. Nicht nur, weil sie wussten, wie es ging, sondern auch, weil sie die Zeit hatten.

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For every cultural technique we learn, we hand over a skill. We have to pay for any convenience with the loss of a skill. Until a few decades ago there were narrators in the Balkans who knew epics with hundreds of stanzas by heart, and that because they could not read. People who cannot read are reported to have better memories for what they hear. This can also be observed very nicely in preschool children. I do not want to argue that we unlearn to read, but remember that there is nothing in life without having to give something back. It is the same with the gain in convenience. While it was not an issue in my grandmother’s time that minor complaints, a cough, a bee sting and the like were treated with home remedies, the multitude of medications gave rise to the illusion that machine-made cough syrup worked better than nature’s gifts. Medicines were preferred to home remedies and knowledge was lost. The loss of this knowledge also brings a bit more dependency, because we need a doctor or at least a pharmacy for the smallest ailment.

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Für jede Kulturtechnik, die wir erlernen, geben wir eine Fähigkeit ab. Für jede Bequemlichkeit müssen wir mit dem Verlust einer Fertigkeit bezahlen. So gab es bis vor ein paar Jahrzehnten auf dem Balkan Erzähler, die Epen mit hunderten Strophen auswendig wussten, und das, weil sie nicht lesen konnten. Menschen, die nicht lesen können, wird berichtet, hätten ein besseres Gedächtnis für Gehörtes. Man kann das auch bei Kindern im Vorschulalter sehr schön beobachten. Ich möchte nun damit nicht dafür plädieren, dass wir das Lesen verlernen, aber daran denken, dass es nichts im Leben gibt, ohne dass man dafür etwas zurückgeben muss. Beim Gewinn an Bequemlichkeit ist es das Gleiche. War es zur Zeit meiner Großmutter kein Thema, dass kleine Beschwerden, ein Husten, ein Bienenstich und ähnliches mit Hausmitteln behandelt wurden, so kam mit der Vielzahl an Medikamenten die Illusion auf, dass maschinell fabrizierter Hustensaft besser wirkt als in die Gaben der Natur. So wurden die Medikamente den Hausmitteln vorgezogen und damit ging das Wissen verloren. Der Verlust dieses Wissens bringt auch ein Stück mehr Abhängigkeit, denn wir brauchen beim kleinsten Wehwehchen einen Doktor oder zumindest eine Apotheke.

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Sometimes when I try to orient myself, try to determine where I am, on my way through life. What has happened so far? What brought me here? Is it possible to determine all the coincidences, to understand all the twists? Can I explain why I took this path and not that? In some places it is clear. Sometimes there is only one option. Not because there is really only one possibility, but because I could only perceive this one possibility from the angle in which I was standing. Of course, there is always far more than the thinkable, but that which surpasses my thinking does not exist until I manage to expand my thinking, but then it is no longer possible for me to return to the point of one possibility, but mostly it is so banal that all I have to do is open my eyes. I don’t want to open it because I want to defend the clarity and simplicity of one possibility. Out of fear? Out of faint heartedness? Out of narrow-mindedness? Or out of sheer convenience?

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Manchmal, da versuche ich mich zu orientieren, versuche zu bestimmen, wo ich mich befinde, auf meinem Weg durchs Leben. Was ist bisher geschehen? Was hat mich hierher gebracht? Ist es möglich all die Fügungen zu bestimmen, all die Wendungen nachzuvollziehen? Kann ich erklären warum ich diesen und nicht jenen Weg einschlug? An manchen Stellen ist es klar. Manchmal, da gibt es nur die eine Möglichkeit. Nicht, weil es wirklich nur eine Möglichkeit gibt, sondern weil ich aus dem Winkel, in dem ich stand, nur diese eine Möglichkeit wahrnehmen konnte. Natürlich gibt es immer weit mehr als das Denkbare, doch das mein Denken Übersteigende, ist mir nicht existent, bis es mir gelingt mein Denken zu erweitern, doch dann ist es mir nicht mehr möglich an den Punkt der einen Möglichkeit zurückzukehren, doch zumeist ist es ganz banal so, dass ich nichts weiter tun müßte als die Augen zu öffnen. Ich will sie nicht öffnen, weil ich die Klarheit und Einfachheit der einen Möglichkeit verteidigen will. Aus Angst? Aus Kleinmut? Aus Borniertheit? Oder aus bloßer Bequemlichkeit?

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Clouds had pushed themselves in front of the moon, deep, dark clouds, so that I could hardly see you anymore. Darkness, pitch-black darkness even superimposed the gray, took away the nuances even from this. But I felt that you were looking at me, intensely and demanding.

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Wolken hatten sich vor den Mond geschoben, tiefe, dunkle Wolken, so dass ich Dich kaum mehr zu erkennen vermochte. Finsternis, pechschwarze Finsternis überlagerte sogar noch das Grau, nahmen selbst diesem noch die Nuancierungen. Doch ich spürte, dass Du mich ansahst, intensiv und fordernd.

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Allow – to sit down with me, although we don’t know anything about each other, except maybe the one thing that we are people who are looking for the encounter, sometimes out of boredom or mere curiosity, but sometimes also so as not to drown in the swamp of isolation and lost self .

Allow – to speak you to me and me to you, although we have not carefully checked each other out beforehand, made sure that you are worth it, my trust and my openness, but how else would an encounter be possible without this little requirement.

Allow – to show you to me and me to you how we are, although it is always a risk to open up and allow. How will you deal with what I discover for you, what I let you experience from me?

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Zulassen – Dich zu mir zu setzen, obwohl wir nichts voneinander wissen, außer vielleicht das Eine, dass wir Menschen sind, die die Begegnung suchen, manchmal aus Langeweile oder bloßer Neugierde, manchmal aber auch um nicht unterzugehen im Sumpf der Isoliertheit und Ich-Verlorenheit.

Zulassen – Dich mir und mich Dir zuzusprechen, obwohl wir uns nicht zuvor sorgfältigst abgeklopft haben, uns vergewisserten, dass Du es wert wärst, mein Vertrauen und meine Offenheit, doch wie sonst wäre Begegnung je möglich, ohne diese kleine Vorgabe.

Zulassen – Dich mir und mich Dir zu zeigen wie wir sind, obwohl es immer auch ein Wagnis ist, zu eröffnen und zuzulassen. Wie wirst Du damit umgehen, mit dem, was ich Dir entdecke, was ich Dich von mir erfahren lasse?

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