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Life is too short for boring stories

„Wasser, Luft und Nahrung, und das in einer Art, dass sie nicht schaden, hat natürlich was für sich“, meinte Christian, „Aber was nützt das beste Wasser, die sauberste Luft und die gesündeste Nahrung, wenn es dem Wirtschaftsstandort schlecht geht, würden die Herren in der Wirtschaft sagen. Es ist noch nicht bewiesen, dass wir das brauchen, wenn wir Arbeitsplätze haben.“

„Vielleicht sollten wir die Herren, die dieser Meinung sind, dorthin schicken, wo es jetzt kaum sauberes Trinkwasser und brauchbare Lebensmittel gibt“, meinte Martinique nachdenklich, „Ob sie dann immer noch so denken? Aber wenn ich in einem gediegenen Anwesen in der Schweiz sitze und durch mein Grundstück ein frisches, sauberes Bächlein führt, dann habe ich leicht reden.“

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„Millions of people on this planet are suffering, but when we care about the rights of animals, we also take care of these people,“ said Martinique.
„How may I understand that? What does one have to do with the other?“ Christian asked.
„Everything has to do with everything, and since human beings are only animals, of course, animal rights activism is also human rights activism, and that includes the other, yes, the first one involves much more,“ said Martinique.
„That’s a certain philosophical convenience,“ Christian interjected. „Isn’t it perhaps possible to explain it a bit more concrete?“
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„Es leiden Millionen von Menschen auf diesem Planeten, doch wenn wir uns um die Rechte der Tiere kümmern, kümmern wir uns auch um diese Menschen“, erklärte Martinique.

„Wie darf ich das verstehen? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“, fragte Christian.

„Alles hat mit allem zu tun, und nachdem der Mensch auch nur ein Tier ist, ist Tierrechtsaktivismus natürlich auch Menschenrechtsaktivismus, beinhaltet das eine doch das andere, ja macht ersteres viel umfassender“, meinte Martinique.

„Das ist jetzt schon eine gewisse philosophische Bequemlichkeit“, warf Christian ein, „Geht es nicht vielleicht ein bisschen konkreter?“

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n a world of superfluous suffering, it’s good to be together. Life is suffering. From birth it is present in the form of disease, enemies and death. Nobody can escape that. As much as man tries to protect himself and exclude all uncertainties and imponderables of life, they remain uncontrollable. The suffering is omnipresent. But there is also the suffering that is made by man.

„It’s part of life. Then one cannot do anything „, it is then said,“ In nature it is like that.“ Therefore, man takes the right to increase the suffering. Suddenly he sees himself again as part of nature, even if in all other respects he takes himself out of nature and stands over it, as if it were not only his right, but his duty to shape the earth entrusted to him according to his will, the earth and everything that lives there. But who takes out loses the reference. He becomes unrelated. The easier it is to multiply the suffering without even perceiving it.
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In einer Welt voller überflüssiger Leiden ist es gut zusammen zu sein. Leben ist Leiden. Von Geburt an ist es präsent, in Form von Krankheit, Feinden und Tod. Niemand kann dem entkommen. So sehr der Mensch auch versucht sich zu schützen und alle Wägbarkeiten und auch Unwägbarkeiten des Lebens auszuschließen, so bleiben sie doch unbeherrschbar. Das Leid ist omnipräsent. Doch es gibt auch das Leid, das vom Menschen gemacht ist.

 

„Es gehört nun mal zum Leben dazu. Da kann man gar nichts machen“, wird dann gesagt, „In der Natur ist es auch so.“ Deshalb nimmt sich der Mensch das Recht heraus, das Leiden zu vermehren. Plötzlich sieht er sich wieder als Teil der Natur, selbst wenn er sich in allen anderen Belangen aus der Natur herausnimmt und sich über sie stellt, als wäre es nicht nur sein Recht, sondern seine Pflicht, die ihm anvertraute Erde, nach seinem Willen zu formen, die Erde und alles was da lebt. Doch wer sich herausnimmt verliert den Bezug. Er wird beziehungslos. Desto leichter fällt es, das Leid zu vermehren, ohne es überhaupt wahrzunehmen.

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Christian sat down on the couch. Martinique on the ground. She always did that when she wanted to think fully. Connectedness. And if it was just the floor of a room.
„It used to be a mystery, a secret,“ Martinique began, communicating her thoughts, „then people discovered the mystery, demystified it. We now know about the connections and the process. “
„That’s wonderful to know,“ said Christian.
„Of course it is,“ Martinique confirmed. „But what was made of the knowledge? The female animal was degraded to the living brood chamber in which the fetus or embryo matured. The normal process of pregnancy and childbirth was torn from her and subjected to technique. Thus to a male domain. The baby to the product and property of the creator of the technique. With ultrasound is observed how it develops, the birth under the guidance of a doctor to a process that requires no interference of the birth machine. You know better. “
„But modern medicine has helped many,“ Christian interjected.
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Christian setzte sich auf die Couch. Martinique auf den Boden. Das tat sie immer, wenn sie uneingeschränkt nachdenken wollte. Verbundenheit. Und wenn es nur der Boden eines Zimmers war.

„Früher war es ein Mysterium, ein Geheimnis“, begann Martinique sich und ihre Gedanken mitzuteilen, „Dann entdeckten die Menschen das Geheimnis, entmystifizierten es. Wir wissen nun um die Zusammenhänge und den Ablauf.“

„Das ist doch wunderbar, zu wissen“, meinte Christian.

„Natürlich ist es das“, bestätigte Martinique, „Doch was wurde aus dem Wissen gemacht? Das weibliche Tier wurde zur lebendigen Brutkammer degradiert, in der der Fötus bzw. Embryo heranreifte. Der normale Vorgang der Schwangerschaft und Geburt, wurde ihr entrissen und der Technik unterworfen. Damit zu einer männlichen Domäne. Das Baby zum Produkt und Eigentum des Schöpfers der Technik. Mit Ultraschall wird beobachtet wie es sich entwickelt, die Geburt unter Anleitung eines Arztes zu einem Vorgang, der keiner Einmischung der Gebärmaschine mehr bedarf. Sie wissen es besser.“

„Aber die moderne Medizin hat auch vielen geholfen“, warf Christian ein.

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