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Life is too short for boring stories

Ich lag am Steg, in jener Nacht, nackt und langgesteckt auf dem Rücken, und kleine Wassertropfen schimmerten wie Perlen auf meiner Haut, da sie das Mondlicht reflektierten. Ich hatte den See durchschwommen, war eingetaucht in das klare Wasser, schwerelos, umschmeichelt und getragen. Die Wassertropfen schimmerten auf meiner Haut wie der Tau am Morgen auf die …

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Von all den Nächten, die ich erwachen und wieder entschlafen erlebte, waren nur sehr, sehr wenige in denen ich wirklich einsam war. Nicht nur einfach allein, sondern einsam, wie eine Ausgestoßene, die nicht einmal mehr in Gedanken einen Anknüpfungspunkt an ein Du findet, deren Isolation nicht nur in einer körperlichen, sondern auch in einer geistigen, …

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Ich war mir so sicher, so, so, so, so sicher. Oder war ich mir mal gerade so sicher, wie ich mir meiner selbst gewiß bin, eben immer nur so vage? Nein, ich war mir ganz sicher, so sicher, wie ich mir sicher sein konnte, dass am nächsten Abend der Mond wieder aufging, so sicher, wie …

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Ich saß auf dem Steg, wieder auf dem Steg, in jener Nacht. Du bist weg gegangen, irgendwann davor bist du weg gegangen, in Deine Welt und hast mich hiergelassen, hier in meiner Welt, die wir sprechend dem Fluss des Chaos entrissen haben. Jetzt, da sie wieder vollständig war, jetzt konntest Du Dich zurückziehen. Und ich …

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„Du liebst mich“, denkt er, „Und eigentlich hast Du mich schon immer geliebt. Du hast es Dir nur nicht eingestanden, nicht zugestanden. Wie ein Licht in der maroden Dunkelheit, eine Positionierung inmitten der Unbestimmtheit Deines armen, trostlosen Lebens. Doch was, so hattest Du Dich sicher gefragt, was, wenn ich Dich verlassen hätte, wenn Du es …

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Was hat es auf sich, mit dieser ungebändigten und unbändigbaren Sehnsucht, die sich in mir breit macht, in mir wütet, wie ein rasch wachsendes Geschwür, das ohne Heilung und Linderung bleibt, weil es kein Mittel dagegen gibt? Was hat es auf sich, mit dieser ewig vorwärtstreibenden Ruhelosigkeit, die in mir wohnt, mich immer mehr und …

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Wenn Du den Raum betrittst, geht ein Raunen durch die Reihen der anwesenden Damen. „War für ein gutaussehender Mann“, kann man ihnen förmlich von den Lippen ablesen, doch diese Reaktion ist nicht unbedingt nur dem Aussehen geschuldet, nicht einmal in der Hauptsache, sondern der Art des Auftritts. Das Hemd bis unter das Brustbein geöffnet, sieht …

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Ein Stück des Weges gehen wir gemeinsam, Hand in Hand. Niemand vermag zu sagen wie lange dieses Stück sein wird – oder wie kurz, und ich will es mir auch gar nicht sagen lassen. Irgendwann wird es vorbei sein, irgendwann – bloß nicht heute, und vielleicht ist uns auch noch die nächste Nacht vergönnt und …

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Da war nichts weiter als die Art des einfachen Glücks, das nicht großartig angekündigt oder erwartet wurde, sondern einfach da war, mit aller Selbstverständlichkeit, als könnte es nichts anderes geben, als könnte es gar nicht anders sein. Ich tauchte ein, in die klare Nacht, in ihren süßen, betörenden Duft, in den sanften Atem des Windes …

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Das Chaos war im Fluss, immer noch im Fluss, rund um den sicheren Hafen, den wir in unseren Worten werden ließen, unseren Steg am See, der See, der Fährmann und das Fenster. Wir ließen uns umspülen, vom Wasser des Sees, tauchten, schwammen, doch als wir das gegenüberliegende Ufer erreichten war es die Grenze zu dem …

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