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Life is too short for boring stories

Es passiert, mit aller Unabwendbarkeit, die Begebenheiten so an sich haben. Und es passiert immer wieder, auch wenn ich es irgendwann besser wissen müsste. Aber es ist auch nicht leicht zu erkennen. Immer wieder kleidet es sich in ein anderes Gewand. Wäre es nicht so traurig, so könnte ich es für interessant halten. Aber es ist nun mal traurig, wohl auch schmerzhaft. Deshalb ist auch die Analyse nicht so einfach. Am liebsten würde ich es ganz weit weg schieben, als wäre es nie passiert. Zurückgelassen, verraten, verstoßen, verletzt oder schlicht vergessen. Wer denkt schon gerne daran, dass man doch gerade noch meinte einen Freund zu haben, einen besonderen Menschen, der das Leben bereichert. Und plötzlich ist alles anders. Nie wieder, könnte ich dann sagen, nie wieder lasse ich mich auf so etwas ein. Vielleicht tue ich es auch, im ersten Moment oder auch noch im zweiten. Aber dann stehe ich auf und besinne mich. Denn jedes Ende trägt bereits den Keim eines neuen Anfangs in sich, jeder Abschied ein Willkommen. Würde ich mich eingraben in das Ende, in den Abschied, würde ich die Möglichkeit des Anfangs, des Willkommens ersticken. So rapple ich mich auf und gehe hinaus.

Weil es passt, begegne ich Dir. Du lächelst mich an, nimmst mich an der Hand, während Deine andere den Schleier fortschiebt und hinaus weist in die Welt.

„Dort draußen gibt es Menschen, die Dein Leben bereichern, doch Du musst es zulassen und hinausgehen“, sagst Du mir.

„Willst Du bei mir bleiben und mich zu ihnen bringen?“, bitte ich Dich.

„Was meinst Du warum ich Deine Hand nehme?“, gibst Du lächelnd zurück, während ich mich von Dir führen lasse und mich anvertraue.

Du bist der, der mir die Welt und die Menschen neu eröffnet, in dem Moment, in dem mir alles verschlossen schien. Weil ich Dich brauchte, warst Du da, und weil ich Dich brauche, bist Du da.

 

Weil es passt, begegne ich Dir. Du trittst mir gegenüber, skeptisch, ein wenig, doch auch zuversichtlich. Das entdecke ich erst auf den zweiten Blick.

„In Dir schlummert so viel, was Du noch nicht nutzt. Du trägst ein Potential in Dir, aus dem Du nicht schöpfst, das Du brach liegen lässt“, merkst Du an.

„Willst Du mich begleiten und mir dabei helfen?“, bitte ich Dich.

„Was meinst Du warum ich hier stehe?“, fragst Du ernst und wohlwollend zugleich, während ich mir meiner Möglichkeiten bewusstwerde und darauf zu vertrauen beginne.

Du bist der, der mir mich selbst und meine Möglichkeiten neu eröffnet, in dem Moment, in dem ich mich vor mir selbst verschlossen fand. Weil ich so weit war mich zu entfalten, warst Du da, und weil ich mich entfalte, bist Du da.

 

Weil es passt, begegne ich Dir. Du stellst Dich neben mich, energisch und verwegen, doch auch besonnen, so wie Du selbst vorangehst.

„Du trägst ungeahnte Kräfte in Dir, von denen Du keinen Gebrauch machst. Träume, Hoffnungen und Visionen, die darauf warten verwirklicht zu werden“, sagst Du mir.

„Willst Du an meiner Seite bleiben und mit mir kämpfen?“, bitte ich Dich.

„Was meinst Du warum ich hier bin?“, fragst Du energisch, aber auch besonnen, während ich merke, dass sich meine Kräfte, aber auch meine Zuversicht entfalten und ich auf ein Miteinander zu vertrauen beginne.

Du bist der, der mir meine Stärken zeigt und sie mit Deinen vereinst, in dem Moment, in dem ich bereits aufgeben wollte. Weil ich so weit war wieder daran zu glauben, dass Änderungen möglich sind, warst Du da, und weil ich daran glaube, bist Du da.

 

Irgendwann werde ich Dir begegnen und mit Dir barfuß im Regen durch die Wiese tanzen, frei und offen und voller Zärtlichkeit. Und es wird sein, wenn es passt.

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