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Life is too short for boring stories

Sheep, space, wind, waves, cliffs, whiskey, stone monuments – that’s probably the first thing that comes to mind when we think of Ireland, and it’s all true.

I sit on the Atlantic coast, at the westernmost point of Ireland, sit and watch. I don’t do more. Especially I, who normally cannot sit still for five seconds without activity, I sit and watch. Nothing else. My gaze is lost in the vastness of the green, gentle, hilly landscape on which the houses stand isolated like sheep, lost over the cliffs in the vastness of the ocean. And sometimes, I just sit and don’t even look. With my eyes closed, I listen to the waves rolling towards the cliffs, breaking and retreating, inhaling the salty air. There’s not much here on the Dingle Peninsula.

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Schafe, Weite, Wind, Wellen, Klippen, Whiskey, Steinmonumente – das ist wohl das erste, was uns zu Irland einfällt, und alles stimmt.

Ich sitze an der Atlantikküste, am westlichsten Punkt Irlands, sitze und schaue. Mehr mache ich nicht. Gerade ich, die ich normalerweise ohne Betätigung keine fünf Sekunden ruhig sitzen kann, ich sitze und schaue. Nichts weiter. Mein Blick verliert sich in der Weite der grünen, sanften, hügeligen Landschaft, auf der die Häuser vereinzelt stehen wie Schafe, verliert sich über die Klippen hinweg in der Weite des Ozeans. Und manchmal, da sitze ich nur und schaue nicht einmal. Mit geschlossenen Augen höre ich den Wellen zu, wie sie auf die Klippen zurollen, sich daran brechen und wieder zurückziehen, inhaliere die salzige Luft. Es gibt nicht viel hier, auf der Halbinsel Dingle.

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Marianne found her husband absentmindedly sitting on the couch when she got home from work, still holding the letter and staring into space. She gently took the paper from him and read it carefully. Then she sat down next to him, tenderly stroked his back and said: „Wasn’t that what you always wanted? Aren’t you happy?” “Yes, of course I’m happy and it’s what I’ve always wanted, but it seems so unreal after all these years,” he replied. „Then get in touch with him when you’ve got yourself together again,“ suggested Marianne. That’s what Willi Worschak did. And just a few months later, his book could be seen in many bookstore windows. It was advertised heavily, enough to get its name on the bestseller lists. He no longer had to do unskilled work, but was rather busy doing readings and book signings.

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Marianne fand ihren Mann geistesabwesend auf der Couch sitzend vor, als sie von der Arbeit nach Hause kam, den Brief immer noch in Händen haltend, den Blick ins Leere gerichtet. Sanft nahm sie ihm das Schriftstück ab und las es sorgfältig. Dann setzte sie sich neben ihn, strich ihm zärtlich über den Rücken und meinte: „War es nicht das, was Du Dir immer gewünscht hattest? Freust Du Dich gar nicht?“ „Ja, natürlich freue ich mich und es ist das, was ich mir immer gewünscht hatte, aber es kommt mir so unwirklich vor, nach all den Jahren“, antwortete er. „Dann melde Dich bei ihm, wenn Du Dich wieder gefasst hast“, schlug Marianne vor. Das tat Willi Worschak. Und bereits wenige Monate später konnte man sein Buch in vielen Auslagen der Buchhandlungen sehen. Es wurde intensiv beworben, intensiv genug, dass sein Name auch auf den Bestsellerlisten auftauchte. Er musste keine Hilfsarbeiten mehr ausführen, sondern war vielmehr damit beschäftigt, Lesungen und Signierstunden zu absolvieren.

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For as long as he could remember, Willi Worschak had lived in an apartment with water and a toilet in the hallway. First with his parents, then when he got married, with his wife Marianne. Together they had three children who were now old enough to lead their own lives. Room-Kitchen-small Room. The standard version. Eight parties in the aisle. You knew. Anna Wotrawa, who lived to their left with her disabled daughter. If you stood in front of the apartment on the left, opened every morning the window to the corridor. A window inside the house. That may seem strange, but that too was common. The windows were blinded so you couldn’t see inside, but you could open the wings and be right in the middle of the action. The mornings were always the busiest. The water was fetched for the coffee. „Good morning Ms. Wotrawa. How are you?” asked the passers-by. They exchanged ideas. Births and deaths, recoveries and illnesses, were all told at lightning speed.

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Willi Worschak lebte seit er denken konnte in einer Wohnung, mit Wasser und Clo am Gang. Zuerst mit seinen Eltern, dann als er geheiratet hatte, mit seiner Frau Marianne. Gemeinsam hatten sie drei Kinder bekommen, die mittlerweile so alt waren, dass sie ihr eigenes Leben führten. Zimmer-Kuchl-Kabinett. Die Standardausführung. Acht Parteien am Gang. Man wusste Bescheid. Die Anna Wotrawa, die mit ihrer behinderten Tochter links von ihnen wohnte. Wenn man vor der Wohnung stand links, öffnete jeden Morgen das Fenster zum Gang. Ein Fenster innerhalb des Hauses. Das mag seltsam anmuten, aber auch das war üblich. Die Scheiben waren blind, damit man nicht hineinsah, aber man konnte die Flügel öffnen und war mitten im Geschehen. Am Morgen ging es immer am hektischsten zu. Das Wasser wurde geholt für den Kaffee. „Guten Morgen Frau Wotrawa. Wie geht es Ihnen?“, fragten die Vorbeigehenden. Man tauschte sich aus. Geburten und Sterbefälle, Genesungen und Krankheiten, alles wurde in Windeseile erzählt.

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Nastasja wird, als Hexe verschrien, fast das Opfer eines Anschlages, wäre da nicht Geri, der sie aus den Flammen rettet. Gemeinsam suchen sie sich eine neue Bleibe und finden diese in einer Hütte im Wald. Eines Tages finden sie Nathanael schwer verletzt neben seinem kaputten Auto. Nastasja gelingt es seine körperlichen Wunden zu heilen, doch da ist eine Krankheit, die viel tiefer sitzt. Als nun Nathanael von Unruhe getrieben in sein altes Leben zurück flieht und kurz darauf Nastasja überfallen wird, beschließt sie der Sache auf den Grund zu gehen und auch noch Nathanaels Geist zu heilen.

Hier kannst Du die Episode „Buchvorstellung: Die Heilerin“ hören.

Eight parties on one floor.
A faucet for eight parties
for 30 people.
Now I have my own faucet.
In my flat.
When I turn it up
I remember
that it will never be again
the meeting in the aisle,
at the Bassena,
no exchange and no laughter,
no casual gatherings,
like back then
when the only faucet was in the corridor,
a faucet for 30 people on one floor.

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Acht Parteien auf einem Stock.
Ein Wasserhahn für acht Parteien
für 30 Menschen.
Jetzt habe ich einen eigenen Hahn.
In meiner Wohnung.
Wenn ich ihn aufdrehe,
denke ich daran,
dass es nie wieder sein wird,
das Zusammentreffen am Gang
an der Bassena,
kein Austausch und kein Lachen,
keine zufälligen Zusammenkünfte,
wie damals,
als der einzige Wasserhahn am Gang war,
ein Wasserhahn für 30 Personen auf einem Stock.

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My thoughts move on. They won’t let me rest and they relentlessly take me to a place I actually didn’t want to go back to, ever. But I have given up the lead and have to surrender to her will, which is probably mine too, but which I had so successfully stopped up to now. I hear myself laughing That’s the first thing that pops up in this memory before the picture gets clear. It’s a soft, heartfelt laugh. Then I see that I am sitting next to you. A warm summer day when we spread out our blanket in a lonely spot next to a stream. The prepared picnic is still stowed in the basket. We wear bathing suits. We’re deep in conversation. There were just a few people I met that I could get involved with so wholeheartedly, with them and thus with the conversation, so that everything around me sank and I was just there, in the moment, in being, with you. At some point you suggested that we went into the water. You got up and smiled and gave me your hand to help me up and didn’t let go as we carefully took the first steps into the creek, careful not to slip on the slippery stones.

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